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Freitag, 19. September 2014

*Rezension* Eine kleine Handvoll Glück: Erzählungen

Schreibe den ersten Kommentar!

Buchtitel: Eine kleine Handvoll Glück: Erzählungen
Autor(in): Daniela Normann
Verlag: Daniela Normann
Genre: Liebesroman, Gegenwartsliteratur, Novelle, Kurzgeschichten, Anthologie
Sprache: Deutsch
ASIN: B00KJLPMPI
Seitenzahl: 90 (abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße: 1303 kb

 

Über den Autor:

Daniela Normann, Jahrgang 1974, ist das Pseudonym einer freien Journalistin und Autorin. Sie lebt mit Mann, Sohn und Hund im schönen Bayern. Seit 2002 schreibt sie für zahlreiche Frauenzeitschriften Reportagen, Kurzgeschichten und Bücher verschiedener Genres.

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Sehnen wir uns nicht alle nach der ganz großen Liebe?

Dieses Buch handelt von starken Frauen, die mit bitteren Enttäuschungen, Herzschmerz, Trauer und Verlust umzugehen lernen müssen und dabei das wertvollste Geschenk überhaupt erhalten:

Eine zweite Chance!

(Quelle: Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

„Jenny, meine Kleine ..."

Sieben Kurzgeschichten in denen die Protagonistinnen etwas in ihrem Leben verloren haben, entweder durch den Tod, oder durch einen anderen Verlust. Sie haben Schmerz, Trauer und Verlust zu verarbeiten, wie auch noch einige anderen Dinge und Ängste. Dennoch gibt es Erlebnisse die ihnen dann Hoffnung und Trost spendenden, ihr Leben wieder lebenswert machen. Alle sieben Geschichten sind durch diese Gemeinsamkeiten miteinander verbunden und dennoch unterschiedlich in ihren Protagonistinnen und den Wegen die diese wählen um damit fertig zu werden.

"Jennys Wunsch handelt" von einer Mutter, die den Brief ihrer Tochter findet. Diese ist vor fast einem Jahr an einer Krankheit gestorben und den Verlust haben weder Jennys Mutter, noch ihr Vater bisher verarbeitet. In dem Brief möchte Jenny, das ihre Eltern zusammen einen Urlaub machen, so wie sie alle drei schon einmal zu vor, und sich an die gemeinsame Zeit erinnern. Alles was ihre Tochter sich als letztes wünscht, ist das ihre Eltern glücklich sind. Doch können sie das sein, nachdem sie den Mittelpunkt ihres Lebens verloren haben? Nachdem sie angefangen haben sich auseinander zu leben, da sie nicht über ihren Verlust und ihre Gefühle sprechen können?

Die zweite Kurzgeschichte "Wenn Träume nach Hause kommen" handelt von Ela lebt die von ihrem Mann geschieden ist. Sie kann es ihrem Exmann nicht verzeihen, das er sie wegen einer anderen sitzen gelassen hat, die jetzt auch noch schwanger ist. Sie ist wütend, das sich ihr Exmann nicht mehr um ihre gemeinsame Tochter kümmert. Für vier Wochen will sie nun mit Svenja nach Südfrankreich fahren um dort einen schönen Urlaub zu genießen, die Tage am Strand zu verbringen. Sie hofft, das diese Zeit Svenja und ihr gut tun werden. Wird sie es schaffen können, die Vergangenheit nach dem Urlaub begraben zu können? Und was hat es mit dem Fremden auf sich, mit dessen Hund sich Svenja anfreundet?

"Träume auf Mallorca" ist die dritte Kurzgeschichte und spielt wie der Titel schon verrät auf Mallorca. Die Protagonistinnen Bella und Lisa sind Freundinnen und fliegen nach Mallorca, da Bella für den Herausgeber von AMG Media dort Informationen über einen von der Bildfläche verschwundenen Schauspieler zu finden. Bella ist Journalistin und hat zuvor durch einen Fehler ihren Job, sowie ihr Ansehen verloren. Für sie wäre dies die Chance wieder Fuß zu fassen. Ihre Freundin Lisa begleitet sie, um sie zu unterstützen. Wieso versteckt sich Alexander Küper auf Mallorca? Wird Bella ihren Gefühlen folgen, oder ist ihr der Job wichtiger?

In ein kleines "Ein kleines Schlitzohr kommt selten allein" erfährt Linda, die von Beruf Werbetexterin ist, eines Morgens, das ihre Schwester und deren Mann tödlich verunglückt sind. Zurückgelassen sind die beiden Kinder, die Zwillinge Ronja und Lukas. Was wird nun in Zukunft sein, wird Linda sich um die Kinder kümmern? Was ist dann aber mit ihren Job in der Werbeagentur?

"Tränen unterm Drachenbaum" vergießt Lena, die 14-jährige Tochter von Marie in der fünften Kurzgeschichte. Sie vermisst ihren Vater, seit der Scheidung läßt er sich weniger bei seiner alten Familie blicken. Für Lena ist dies das schlimmste, da sie ihren Vater vergöttert und Marie kann nicht sehen wie ihre Tochter leidet. Sie hofft, dass ein Urlaub, ein Tapetenwechsel ihr hilft aus dem Schneckenhaus heraus zu kommen. Teneriffa soll die Lösung sein, und so fliegt Marie mit ihrer Tochter Lena und ihrem Sohn Maxi kurzerhand in den Urlaub. Doch dann verschwindet Lena spurlos auf Teneriffa. Was ist passiert? Wird Marie ihre Tochter wieder finden? Und werden sie wieder eine Familie werden, oder zerstört der Urlaub alles?

"Zauber der Vergangenheit" handelt von Christina und ihrer Mutter. Christinas Vater ist gestorben, zuvor hat er sieben Jahre lang an Alzheimer gelitten. Seine Frau trauert noch immer um seinen Verlust und kann nicht los lassen, auch Christina vermisst ihren Vater sehr. Um die schrecklichen Erinnerungen der letzten Zeit, als ihr Vater weder sie, noch ihre Mutter Anita wieder erkannte zu mindern hat Christina einen gemeinsamen Urlaub gebucht, im Fichtelgebirge. Dem Ort, den Anita mit wunderschönen Erinnerungen an ihren geliebten Mann verbindet. Werden ihr diese helfen über den Verlust hinweg zu kommen und ihr Leben weiter zu führen mit einem Neuanfang?

Die letzte der sieben Geschichten heißt "Tanz mit mir" und die Protagonistin Marie ist dort von ihrem Leben und ihrem schweren Schicksalsschlag geflohen. Sie versucht zu vergessen, das sie ihren geliebten Mann Tom und ihren Sohn Maxi verloren hat. Doch findet sie in Italien eine neue Freundin, sowie auch eine neue Lebensaufgabe. Doch wird ihr das helfen zu vergessen, ihren Verlust zu verarbeiten? Wird sie den Neuanfang wagen?

Das Cover ist einfach und schlicht gehalten, doch durch seine fröhliche gelbe Farbe und die dargestellte Sonne, sowie die Silhouette der Frau, die glücklich ihre Hände in die Luft reckt, erweckt es ein harmonisches und fröhliches Gefühl, das sehr gut zum Titel und zum Inhalt passt. gerade durch seine Einfachheit sticht es einem in Auge. Der Titel ist in zwei verschiedenen Schriftarten geschrieben, wodurch das Wort "Glück" geradezu heraussticht. Ein einfaches, passendes und schönes Cover.

Die Autorin hat einen emotionalen, flüssigen und bildhaften Schreibstil, wodurch sie es schafft einen zu verzaubern und es sehr einfach wird, die Geschichten schnell zwischen durch zu lesen. Die Charaktere sind realistisch und man kann ihnen ihre Gefühle und Gedanken leicht nachempfinden. Auch wenn das Ende der einzelnen Handlungen nach den ersten Geschichten vorhersehbar wird, so schaffen es dennoch alle einem Trost zu spenden und Hoffnung zu schenken. Auch das ein oder andere Träne löst sich beim Lesen der emotionalen Handlungen, die alle etwas gemeinsam haben, sie machen Hoffnung nach einem Verlust, egal ob ein geliebter Mensch gestorben ist, einen verlassen hat. Das Glück mehr bedeutete, als nur wider einen Partner an seiner Seite zu haben, oder auch die neue Liebe des Lebens zu finden, sondern auch Freundschaft und Verständnis oder sich das Erfreuen an kleinen Dingen im Leben ist auch in den Handlungen etwas versteckt verwoben.

Mit einer Mischung aus Romantik, Trost und Dramatik enthält diese Kurzgeschichten-Sammlung sieben kleine Geschichten, die Mut machen. Mut das Leben weiter zu leben nach einem Verlust. Alle diese Geschichten haben ein klares Ende, es ist ein Happy End, das ist nach einer Weile zwar vorhersehbar, dennoch passt es zu dem was die Autorin sich wünscht durch das Buch zu erreichen. Man kann sich die Schicksale der einzelnen Protagonistinnen sehr gut auch in der realen Welt vorstellen, den die Charaktere wirken nicht überzogen, oder flach, sondern wie aus der direkten Nachbarschaft entnommen. Für alle, die gerne zwischendurch etwas wunderbares lesen wollen um ein wenig abzuschalten ist dieses kleine Buch genau das richtige. Auf den 90 Seiten findet man lebendige und mit viel Gefühl geschriebene Geschichten, die einem ans Herz gehen, mit einem romantischen und magischen, aber auch traurigen Touch.

Der letzte Satz

„Doch jetzt möchte ich mit dir tanzen. Einfach nur tanzen, verstehst Du?"

 

Meine Bewertung:

 

 

 

Mittwoch, 17. September 2014

*Rezension* Diebesgeflüster - Band 3

Schreibe den ersten Kommentar!

Buchtitel: Diebesgeflüster - Band 3
Autor(in): Lea Giegerich, Tanja Rast, Flo P. Schmidt, Susanne Haberland
Verlag: Aeternica Verlag
Genre: Fantasy, Kurzgeschichten, Anthologie
Sprache: Deutsch
ASIN: B00CSAINAO
Seitenzahl: 117 (abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße: 297 kb

 

Über den Autor:

Lea Giegerich:

Leider keine Informationen gefunden

Tanja Rast:

Geboren 1968 als echte Kieler Sprotte im nördlichsten Bundesland, wohne ich mit vielen Tieren auf dem Land. Katzen, Hunde und Pferde beeinflussen Leben, Alltag und natürlich das Schreiben.

Nach zahlreichen Geschichten, die ich rückblickend "als Versuche, das Schreiben zu lernen" bezeichne, sind bisher zwei Romane im Arcanum Fantasy Verlag erschienen: "Stadt im Schnee" und "Odins Waisen".

Ich schreibe Fantasy in den Richtungen Urban, (Dark) Romance und Heroic. Nordeuropäische Sagen und Mythen fließen dabei in meine Geschichten ein.

http://tanja-rast.livejournal.com/

Flo P. Schmidt:

Flo P. Schmidt wurde im Januar 1989 in Oberösterreich geboren. Nach einem abgebrochenen Mathematik/Physik Studium an der Johannes Kepler-Universität in Linz studiert er derzeit Germanistik und Geschichte (LA-Studium) in Salzburg. Zudem gilt seine Leidenschaft der Musik, wobei er vorrangig als Gitarrist sehr engagiert ist.

Als Autor sammelt der politisch und gesellschaftlich interessierte Lovecraft-Liebhaber durch aktuelle Veröffentlichungen gerade erste Erfahrungen, obwohl er bereits im Alter von 18 Jahren zaghaft mit dem Schreiben begann. So wurde er zum Beispiel 2012 beim hoch dotierten Literaturwettbewerb "Goldenes Kleeblatt gegen Gewalt" des Forums "Gewaltfreies Burgenland" unter rund 300 Beiträgen in die Top-20 gereiht.

Nebenbei führt Flo P. Schmidt ein Blog, in dem er sporadisch kritische Gedanken zu aktuellen Themen veröffentlicht:

http://quaerereveritates.wordpress.com/

Susanne Haberland:

Leider keine Informationen gefundne

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Diebesgeflüster 3

Vier Fantasy-Diebesgeschichten in einem Band.

Paternoster (Lea Giegerich)

Im Rom vergangener Tage findet sich des Nachts eine Gruppe höchst ungewöhnlicher Menschen zusammen. Gemeinsam machen sie sich daran, einen der geheimnisvollsten und am besten gehüteten Schätze dieser Stadt zu stehlen …

Diebesbanner (Tanja Rast)

Als sie gefasst wird, schließt Tebby, die Diebin, mit ihrem Leben ab. Doch da macht ihr der Großfürst ein überraschendes Angebot. Sie soll für ihn in den Palast in der Hauptstadt des Nachbarreichs eindringen, dem dortigen Herrscher sein Heeresbanner buchstäblich unter der Nase weg stehlen und so einen drohenden Krieg verhindern …

Das geflunkerte Funkeln (Flo P. Schmidt)

Zwei merkwürdige Gestalten aus der Fremde treten an den gierigen Lord heran. Sie bezeichnen sich selbst als Funkelmacher und behaupten, seine gesammelten Schätze in ganz besonderem Glanz erstrahlen lassen zu können. Argwöhnisch willigt der Lord ein und die Fremden beginnen ihr Werk …

Der Schatz des Eisdrachens (Susanne Haberland)

Sie hat einen Fenrismann unter ihrer Kontrolle, einen Söldner gegen Bezahlung und findet schließlich auch noch einen Firnelben als Führer. Nun gilt es nur noch einen der legendären Eisdrachen aufzuspüren und zu bezwingen, um das Ziel ihrer Wünsche zu erreichen: den sagenhaften Schatz im Drachenhort …

Textlänge: 38.048 Worte / 157 Normseiten

(Quelle: Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

Warmer Wind wehte über mein Gesicht.

Die dritte Sammlung an Kurzgeschichten über Diebe, Gauner, Trickbetrüger, Assassinen und ähnliche, liegt mit "Diebesgeflüster - Band 3" aus dem Aeternica Verlag vor. Es sind völlig unterschiedliche Geschichten von verschiedenen Autoren zum gleichen Themengebiet, der Welt der Diebe. Meine Rezension vom ersten Band ist hier zu finden: *Klick* und die zum zweiten Band hier: *Klick*

Die erste Geschichte "Paternoster" von Lea Giegerich spielt in Rom und der Umgebung und handelt von einer Diebesbande. Diese plant einen Beutezug, der unmöglich erscheint, aber dank der unterschiedlichen und außergewöhnlichen Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder im Rahmen des möglichen scheint. Anführer der Bande ist Fabrizio und durch die wechselnden Perspektiven während der Handlung erfährt man etwas über jedes einzelne Mitglied der Diebesbande. Die Kurzgeschichte ist in Abschnitte eingeteilt, die aus der jeweiligen Sicht eines anderen Mitgliedes geschildert werden. Ihre ungewöhnlichen Gaben und ihre verschiedenen Beweggründe, die sie dazu gebracht haben Mitglied der Diebesbande zu werden, lernt man somit als Leser sehr gut kennen. Der Schreibstil von Lea Giegerich ist angenehm und flüssig, man taucht schnell in die Handlung ein und viel zu schnell ist das Ende erreicht. Es ist bewundernswert das alle offenen Fragen innerhalb der Kurzgeschichte beantwortet werden und auch Fabrizios Geheimnis sich schlüssig einfügt. Die Spannung wird immer wieder angehoben und bringt einem dazu wissen zu wollen, wie es ausgeht und ob alle Charaktere es schaffen werden.

In der zweiten Geschichte stellt uns Tanja Rast mit "Diebesbanner" einen Dieb vor, der ein Geheimnis versucht zu wahren, doch erkennen muss, das dieses schon entdeckt wurde. Tebby wurde auf frischer Tat ertappt und wird nun dem Richter vorgeführt. Sie macht sich Gedanken über ihre kleinen Brüder, die nun wahrscheinlich verhungern werden, aber auch darum, dass nicht herauskommt, dass sie eine junge Frau ist. Statt aber vor dem Richter zu landen hat der Großfürst, in dessen Reich sie erwischt wurde, einen Vorschlag für sie. Sie soll für ihn einen Gegenstand stehlen, der einen Krieg verhindern soll, und ihre Brüder und sie werden im Gegenzug ein sorgenfreies Leben haben. Der Diebeszug scheint ein fast unmögliches Unterfangen zu sein, und zudem hat Tebby nur wenig Zeit ihn zu planen und durchzuführen. Als Begleitung hat ihr der Großfürst einen Diener geschickt, ihr aber auch damit gedroht, das eine Bestie sie jagen würde, wenn sie sich weigert und flieht. Tanja Rast hat einen angenehmen, spannenden und flüssigen Schreibstil, man verfolgt sehr gerne Tebbys Abenteuer und fiebert mit ihr mit. Man macht sich mit ihr zusammen Sorgen um ihre Brüder und wünscht ihr, dass sie es schaft ihre Aufgabe zu erfüllen.

Mit "Das geflunkerte Funkeln" von Flo P. Schmidt ist die dritte Kurzgeschichte dran. Sie erinnert ein wenig an das Märchen "Des Königs neue Kleider" von Hans Christian Andersen. Zumindest haben die beiden Gauner vor nur mit einem Beutel Wasser in die Schatzkammer zu kommen, die voller Diamanten ist. Leider verläuft nicht immer alles nach Plan, also nur zu gut, dass sie auch einen Alternativplan in der Hinterhand haben. Und dennoch haben sie Glück und bekommen unverhoffte Hilfe. Flo P. Schmidts Schreibstil ist spannend und humorvoll, man kommt immer wieder ins schmunzeln, während man das Abenteuer der beiden Diebe liest. Man fliegt regelrecht durch die Handlung und die letzte Seite ist erreicht, womit es dann auch endet.

"Der Schatz des Eisdrachens" von Susanne Haberland ist die letzte der vier Kurzgeschichten in dem Band und hat im vergleich zu diesen einen düstereren Touch. Ihr Protagonisten sind keine Helden, haben ihre Abgründe und schlechte Eigenschaften. Edelmütige Taten zeichnen sie nicht aus, sie wollen einen großen Schatz erbeuten und nutzen dabei den beginnenden Krieg der der Elben gegen die Eisdrachen aus. Das ihre Taten dann am Ende dafür sorgen, dass sie nicht als die Helden der Geschichte hervorgehen, sondern ihre Rechnung dafür erhalten, ist nicht unbedingt das perfekte Ende. Doch geschieht es ihnen irgendwie auch zu Recht, verfolgt man als Leser doch ihr Handeln und ihre Taten, bei denen man mehrmals den Kopf schüttelt. In den Grundzügen sind sie alle egoistisch und denken nur an ihren eigenen Reichtum, den sie vermehren wollen. Irgendwie wirkt das Ende ein wenig offen, als wenn es eine Fortsetzung mit dem einzigen Überlebenden geben könnte. Der Schreibstil von Susanne Haberland passt zu der düsteren Atmosphäre und ist flüssig, bildhaft und spannend. Es fällt einem nicht schwer, sich die kalte Umgebung vorzustellen, doch die Protagonisten schließt man nicht wirklich in sein Leserherz, es sind eher die Opfer in dieser Geschichte mit denen man mitfiebert.

Das Cover passt wieder gut zum Inhalt und auch zu der Reihe, da man vor einem hellerleuchteten , palastähnlichem Gebäude den Schatten eines Diebes sehen kann, der dieses und den Platz davor zu beobachten scheint. Mysteriös und geheimnisvoll wirkt die Schattengestalt auf einen und man möchte wissen, welcher der vielen Charaktere hinter der verhüllten Gestalt stecken könnte. Ein wirklich gelungenes Cover zum Thema Diebe, Assassinen, Gauner und Trickbetrüger.

In "Diebesgeflüster - Band 3" ist wieder eine abwechslungsreiche und spannende Sammlung von Kurzgeschichten enthalten, die durch ihre Mischung dafür sorgen, das jeder einen Favoriten finden kann. Mir persönlich haben am Besten die Geschichten "Paternoster" und "Diebesbanner" gefallen. Jede der Kurzgeschichten ist jedoch abgeschlossen und läßt keinerlei Fragen offen, bei "Der Schatz des Eisdrachens" fehlt jedoch ein klein wenig etwas, damit man wirklich diese Geschichte in sein Herz läßt. DIe Charaktere sind dazu viel zu düster und das gewisse Etwas fehlt. Auch wenn es ein liebenswertes, kleines Opfer gibt, so fehlt doch am Ende etwas, wie eine Pointe oder das Aha Erlebnis. Es macht dennoch sehr viel Spaß die Anthologie zu lesen und in die exotischen Handlungsorte abzutauchen, den Dieben zu folgen. Diese Reihe ist eine gute Möglichkeit, in dei Welt der Diebe aus verschiedenen Sichtweisen einzutauchen. Eine spannende Lektüre, die Lust auf mehr macht, mehr von den einzelnen Autoren aber auch Protagonisten zu lesen.

Der letzte Satz

Sein Name war Iskander.

 

Meine Bewertung:

Sonntag, 7. September 2014

*Rezension* Kaffee mit Biss

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Buchtitel: Kaffee mit Biss
Autor(in): Maria M. Lacroix
Verlag: Qindie
Genre: Fantasy, Liebesroman, Novelle
Sprache: Deutsch
ASIN: B00IPODHXK
Seitenzahl: 71 (abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße: 1141 kb

 

Über den Autor:

Maria M. Lacroix, Jahrgang 1983, begann während ihres Studiums mit dem Schreiben, um ihren Kopf für Prüfungen freizubekommen. Sie studierte Molekulare Biologie, Geologie und Meteorologie. Tagsüber arbeitet sie in dem Bereich der Forensik und historischen Anthropologie, nachts morpht sie in ein Geschöpf, das versucht, Koffein in Geschichten umzuwandeln. Ihre große Leidenschaft gilt der Fantasy.

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Diana Cunningham ist jung, schön und knallhart. Als speziell ausgebildete Kämpferin des Instituts für »Research and Identification of Paranormal activities« wird sie ausgesandt, sobald eine abnorme Kreatur – Werwölfe, Vampire, Zombies und Ghule – ihr Unwesen treibt. Allerdings trägt sie ein dunkles Geheimnis mit sich herum, von dem ihre Team-Kollegen nichts erfahren dürfen...

ACHTUNG: Die Geschichte Kaffee mit Biss erschien bereits im August 2011 bei Knaur Ebook.

Hierbei handelt es sich um eine überarbeitete Version der Geschichte mit neuem Cover!

(Quelle: Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

Roy Murpers war ein Blödmann.

Diana gehört zu einem der Teams des Instituts für "Research and Indification of Pranormal acitivies". Seattle ist ihr Einsatzort und immer dann wenn ein paranormales Wesen unangenehm auffällt, egal ob Vampir, Werwolf, Zombie oder Ghoul kommt eines dieser Spezialisten Teams zum Einsatz. somit führt Diana ein Leben, in dem sie mit Situationen und Dingen konfrontiert wird, die ein normaler Mensch niemals zu Gesicht bekommen würde, oder sich automatisch von ihnen fern halten würde. Ihr Kaffeekonsum hat nicht nur etwas damit zu tun, dass sie dieses Getränk wirklich gerne mag, sondern auch mit einem Geheimnis, von dem besser ihre Kollegen nichts erfahren sollten. Dazu kommt noch, dass es ein Serienkiller auf Torhaarige abgesehen hat. Was hat dies mit ihr zu tun? Und welches Geheimnis verbirgt Diana?

Diana Cunnigham ist eine starke Protagonistin, eine Kämpfernatur. Ihr Geheimnis, dass sie mit sich herumträgt und über das nur sehr wenige Bescheid wissen macht sie nur noch faszinierender und es fällt einem während des Lesens leicht sich mit ihr zu identifizieren und mit ihr mit zu fiebern. Während ihrer gesamten Zeit im Institut wird aber auch nicht vergessen, das Diana mehr als ein wichtiges Teammitglied ist, sondern auch eine Frau mit Hoffnungen, Wünschen, Gefühlen und einem Privatleben. Durch ihren Witz, Charme und Sarkasmus schafft sie es schnell sich ins Leser Herz einzuschleichen.

Die Nebencharaktere und Wesen stechen neben einer klaren Rollenverteilung zwischen Gut und Böse auch hervor, und es ist einmal angenehm eine Handlung zu lesen, in der Vampire wirklich Vampire sind und nur eines wollen, das Blut der Menschen. Genauso sind die anderen paranormalen Wesen das was sie sein sollen und keine weichgezeichneten, verschönerten Schatten ihrer Selbst. Es mag zwar klischeehaft sein, doch ist es auch mal angenehm, dass sie mal als das dargestellt werden, was sie sind.

Auf dem Cover sieht man das seitliche Profil einer rothaarigen Frau, die wahrscheinlich Diana Cunnigham darstellen soll. Sie blickt wachsam und aufmerksam in die Ferne. Im Hintergrund sieht man die Zweige eines Baumes am Rand, doch ansonsten stört nichts den Blick auf das Cover Motiv. Es macht neugierig, darauf, was die junge Frau so aufmerksam beobachtet. Die Farben des Hintergrundes sind in Brauntönen gehalten, die an einen Milchkaffe, oder Café Latte erinnern. Dadurch werden die roten Haare zu einem richtigen Eyecatcher, denn sie stechen hervor. Der Titel und das Cover machen neugierig auf den Inhalt und haben beide einen Bezug zur Handlung.

Die Autorin hat einen ausgereiften, flüssigen und angenehmen Schreibstil durch den das Lesen ein wahres Vergnügen wird. Es fällt einem leicht in die Handlung einzutauchen und dennoch wirkt alles realistisch, wohl überdacht und ausgearbeitet. In der Kurzgeschichte wird sich auf die wichtigsten Punkte konzentriert und keine überflüssigen Erklärungen, oder allzu übertrieben und schmachtende Gefühlsmomente kommen auf. Die Spannung wird immer wieder angehoben und auf einem Niveau gehalten, bei dem man gerne weiterlesen möchte um zu wissen, was passiert. Kaffee mit Biss ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und somit kann der Leser Dianas Abenteuer hautnah miterleben. Actionreich, spannend, mit überraschenden und fesselnden Wendungen erlebt man sehr viel auf den wenigen Seiten und ist schnell in Dianas Welt eingetaucht. Viel zu schnell hat man das Ender erreicht und die letzte Seite gelesen.

Als Beginn einer Serie macht "Kaffee mit Biss" neugierig darauf, wie es weiter geht mit Diana. Man möchte mehr über sie und das Institut erfahren. Es passt einfach alles von den Zutaten her, starke Charaktere, eine starke Protagonistin, und Fantasy in einem modernen Umfeld, sowie eine fesselnde Handlung. Der unerwartete Ausgang der Handlung macht einfach Lust auf mehr und ich hoffe sehr auf ein Fortsetzung um mehr über Diana zu lesen, denn ich war leider viel zu schnell auf der letzten Seite angekommen. Eine Empfehlung für alle die Fantasy mögen und Vampire so haben wollen, wie sie aus den alten Klischees sind: böse und blutrünstig.

Der letzte Satz

Vielleicht funktioniert es, wenn ich es mir nur oft genug einrede.

 

Meine Bewertung:

 

Donnerstag, 10. Juli 2014

*Rezension* Die Chroniken eines Pizzalieferanten

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Buchtitel: Die Chroniken eines Pizzalieferanten
Autor(in): Tinka Wallenka
Verlag: Titus Verlag
Genre: Novelle, Humor, Gegenwartsliteratur
Sprache: Deutsch
ASIN: B00I32T70Q
ISBN: 978-3944935058
ISBN: 3944935055
Seitenzahl: 51 (Taschenbuch), 51 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße: 3058 kb

 

Über den Autor:

Die Autorin ist 1989 in Magdeburg geboren und in einer ländlichen Gegend aufgewachsen. Bereits im Teenageralter verfasste sie erste Kurzgeschichten. Nach dem Erlangen der Fachhochschulreife, absolvierte sie eine gastronomische Ausbildung, verlor das Schreiben jedoch nie ganz aus dem Sinn.

Homepage: www.tinka-wallenka.de

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Wer hätte nicht gerne auch einen inneren Schweinehund, wie Micha ihn vorzuweisen hat? Edgar begleitet den Pizzaboten auf Schritt und Tritt. Er unterstützt Micha bei den alltäglichen Problemen, und manchmal muss Micha seinen Schweinehund ebenfalls unter die Arme greifen. Als er auf die wunderschöne Jill trifft, versucht er alles, um ihr zu gefallen. Wird Micha es schaffen, Jill für sich zu gewinnen?

(Quelle: Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

An einem furchtbar kalten Wintertag, in den Micha all seine Hoffnung steckte, schlug er verzweifelt die Haustür zu.

Micha wartet auf einen Studienplatz. Das er den Studienplatz nicht sofort bekommen hat und auf der Warteliste sitzt, deprimiert Micha. Doch dann taucht bei ihm sein innerer Schweinehund auf, den er sogar versucht im Tierheim abzugeben. Doch der Schweinehund bleibt und erhält den Namen Edgar. Schließlich muss Micha sich einen Job suchen, um die Zeit und das Finanzielle bis zum Studium zu überbrücken und um sich solange über Wasser zu halten nimmt er schließlich einen Job als Pizzalieferant an. Dabei unterstützt und begleitet ihn ein ganz besonderer Freund, sein innerer Schweinehund Edgar. Jedoch benimmt sich Edgar immer mal wiedervöllig daneben und dennoch ist er für Micha da. Auch als dieser sich in die schöne Jill verliebt und alles versucht um dieser zu gefallen und aufzufallen. Doch wird Micha es schaffen, Jill für sich zu gewinnen? Denkt Micha noch an sein eigentliches Ziel, den Studienplatz?

Micha ist schüchtern, jung und sympathisch, jedoch scheint ihm manchmal ein wenig der Antrieb zu fehlen, etwas anzupacken und dann wäre der obligatorische Tritt in den Hintern für ihn nicht schlecht. Dafür sorgt dann sein Schweinehund Edgar, auf seine eigene Art und Weise. Um die Zeit bis zu seinem Beginn des Studiums zu überbrücken und auch den Kühlschrank wieder füllen zu können, nimmt er einen Job bei einem Lieferservice an. Seine Lebenssituation und seine Erfahrungen und Erlebnisse machen einen als Leser aber auch immer wieder etwas nachdenklich.

Edgar verfolgt Micha auf Schritt und Tritt. Der Schweinehund benimmt sich wie ein kleines Kind und sorgt dadurch für witzige Momente. Aber auch dafür, das Micha über seinen eigenen Schatten spring. Edgar traut sich Dinge zu tun, die kein normaler Erwachsener sich mehr trauen würde. Er sorgt immer wieder dafür, das Micha einen obligatorischen Tritt in den Hintern bekommt, oder aufgemuntert wird, wenn etwas mal nicht so läuft, wie dieser es sich wünscht, Ob das nun bei Jill ist, oder seinen Auslieferungen. Edgar ist ihm ein treuer Freund. Doch kann er Micha wirklich dabei helfen, Jill für sich zu gewinnen, oder ist er dabei eher ein Klotz am Bein?

Jill bildhübsch, freundlich und einfach nur umwerfend aus Michas Sicht, ist dafür verantwortlich, den Fahrern des Lieferservices ihre Aufträge zu kommen zulassen und diese auch anzunehmen. Zudem ist sie die Frau, für die sich nicht nur Micha interessiert, sondern auch viele andere Männer. Sie ist Michas neue Chefin und er hat sich sofort in sie verliebt.

Das Cover wirkt schlicht und elegant, wie ein abstraktes Kunstwerk und passt nicht wirklich zum Inhalt der Handlung, da es nichts mit Pizza, Lieferservice oder einem Schweinehund zu tun hat. Dennoch hat es eine Wirkung auf den Betrachter, da es durch seine schwarzen und weißen Töne, den geschwungenen Linien und der künstlerischen Gestaltung ist Auge sticht. Der Autorenname und der Titel befinden sich in der Mitte in einem schwarzen Kreis und sind durch die Farbtöne Rot und einem hellen Blau vom Rest des Covers abgesetzt. Das Motiv des Covers wiederholt sich auf der Rückseite, nur das dort der schwarze Kreis in roter Schrift den Klappentext enthält. Auch wenn das Cover nicht zum Inhalt der Handlung passt, so ist es dennoch elegant und zeitlos wie ein Kunstwerk.

Tinka Wallenka hat einen lockeren, bildlichen, amüsanten und etwas nachdenklichen Schreibstil. Die kleinen Kapitel, die wie in sich abgeschlossene kleine Geschichten wirken, lassen sich flüssig und leicht lesen, man hat sehr schnell die letzte Seite des kleinen Buches erreicht. Innerhalb der Handlung erhält man als Leser einen interessanten und spannenden Einblick hinter die Kulissen eines Lieferservice, wie die Verteilung der Routen, die unterschiedlichsten Kunden auf die ein Lieferant treffen kann, aber auch die zwischenmenschlichen Probleme und Gefühle zwischen den Angestellten kommen nicht zu kurz. Leider erfährt man nichts über Michas Vergangenheit, oder was genau er studieren will. Es sind nur ein paar Andeutungen vorhanden, doch wäre es interessant gewesen, wenn man ein wenig mehr über ihn, seine Freunde, seine Familie und Beweggründe erfahren könnte. Doch vermute ich mal hätte dies sicher den Rahmen der Novelle gesprengt. Die Novelle ist in 18 kurze Kapitel unterteilt, die in sich abgeschlossene kleine Geschichten enthalten, die durch den roten Faden des Pizzalieferanten, und das Micha Jill für sich gewinnen möchte miteinander verbunden sind. Immer wieder gibt es Situationen, an denen auch Edgar nicht ganz unschuldig ist, die einen als Leser zum Schmunzeln bringen.

"Chroniken eines Pizzalieferanten" ist eine humorvolle und auch nachdenklich machende Lektüre für Zwischendurch. Durch seine gerade mal 50 Seiten eignet sich die Lektüre hervorragend um im Bus, in der Bahn, in einer kurzen Arbeitspause oder einfach nur Zwischendurch zum Entspannen gelesen zu werden. Es fällt einem als Leser nicht schwer, sie mit dem Protagonisten Micha zu identifizieren, doch sorgt Edgar für mehr Wiedererkennungswert, als dieser. Das Debüt der Autorin ist eine interessante und nette Geschichte die sich leicht zwischendurch lesen läßt. Interessante und Witzige Figuren machen auch in der Kürze Spaß, doch würde man gerne mehr über die Charaktere erfahren, als es in den 50 Seiten möglich ist. Wer etwas humorvolles, aber auch nachdenkliches für Zwischendurch sucht, dem kann ich diese Novelle empfehlen. Mir persönlich hat es Spaß gemacht das kleine Büchlein zu lesen, auch wenn es ruhig etwas länger hätte sein können.

Der letzte Satz

Micha hielt den Kontakt zu Jams aufrecht und war noch lange dankbar für seine Unterstützung.

Vielen Dank an die Autorin Tinka Wallenka für des Rezensionsexemplar.

 

Meine Bewertung: