Posts mit dem Label Regional-Krimi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Regional-Krimi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 18. Februar 2014

*Rezension* Risswald

Schreibe den ersten Kommentar!
Buchtitel:Risswald
Autor(in):Wolfgang Gösweiner
Verlag:Sieben-Verlag
Genre:Krimi, Regional-Krimi
Sprache:Deutsch
ASIN:Text
ISBN:978-3864432903
ISBN:3864432901
Seitenzahl:236 (Taschenbuch), 236 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße:996 kb

 

Über den Autor:

Wolfgang Gösweiner wurde 1978 in Schwaz in Tirol geboren und lebt heute als freiberuflicher Texter und Übersetzer in Innsbruck. Seiner Faszination für das „Böse“ frönte er bereits als Kind, als er statt der Schulsportstunden einschlägige Klassiker wie den „Mord im Orientexpress“ verschlang. Im Rahmen seines Studiums der Vergleichenden Literaturwissenschaften widmete er sich in seiner Diplomarbeit dem Thema des modernen frankophonen Spannungsromans.

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Der Privatdetektiv Gerhard Gruber wird wegen eines Unruhestifters ins idyllische Bergdorf Risswald gerufen. Was sich zunächst als Provinzposse darstellt, wird bitterer Ernst, als der vermeintliche Unruhestifter Josef Wurzer brutal ermordet wird. Im Zuge seiner Ermittlungen stößt Gruber auf mehr als ein dunkles Geheimnis und muss bald schon selbst um sein Leben bangen.

(Quelle: Sieben-Verlag)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

„Niederträchtig!“, sagte der Risswalder Touristiker Walter Schneider.

Gerhard Gruber und sein Kollege und Kumpel Manni nehmen einen harmlos klingenden Fall an. Ihn ihre Detektei erfahren sei, dass irgendjemand im kleinen Bergdorf Risswald Touristen mit Steinen bewirft. Sie sollen den Unruhestifter überführen und dingfest machen, damit das geplante neue Skigebiet dem Tourismus des Bergdorfes auf die Sprünge helfen kann und nicht auf Eis gelegt wird. Für die beiden Privatdetektive klingt dass nach einem einfachen und ruhigen Fall, der schnell erledigt sein wird. Doch aus der Steinewerfereiwird bald bitterer Ernst und sie stolpern über den ersten Mordfall und Toten. Dass mehr hinter der ganzen Sache steckt und ein dunkles Geheimnis in Risswaldlauert finden die beiden erst nach und nach heraus. Dass sie dabei in Lebensgefahr geraten und ihnen immer weitere Steine in den Weg gelegt werden, macht Gerhard Gruber erst recht neugierig auf die Hintergründe die in Risswald lauern.

Gerhard Gruber ist Privatdetektiv und hat seine Detektei in Innsbruck. Durch seine Zeit auf der Polizeiakademie hat er noch immer gute Kontakte zur Polizei, auch wenn diese nicht wirklich sehr erfreut sind, wenn er sich in deren Fälle einmischt. Sein Kontaktmann und alter WG-Kollege dort möchte ihn aus den Mordfällen heraushalten, doch Gerhard wird immer neugieriger und möchte hinter alles kommen. Er ist ein Detektiv, der sich nicht dadurch abschrecken lässt, dass er beinahe um gebracht wurde, sondern jetzt erst Recht den Spuren nach geht und den Täter zur Strecke bringen will. So schreckt er auch nicht davor zurück, zusammen mit seinem Kumpel Manni in Wohnungen einzubrechen, um Beweise zu finden. Seine Beziehung zu seiner Freundin Julia ist er auch bereit aufs Spiel zu setzten, da sie so gar nicht mit seinem gefährlichen Beruf und den Ermittlungen einverstanden ist.

Manni ist ein kräftig gebauter Mann und wirkt etwas wie der Mann für das Grobe auf den ersten Blick. Doch hat er auch sehr wohl noch andere Fähigkeiten als seine Kampfkünste und seine Stärke, die sein Freund und Partner Gerhard zu schätzen weiß. Selbst wenn er manchmal nicht wirklich begeistert davon ist, den gefährlichen Morden nachzugehen, steht er hinter Gerhard und hilft ihm.

Auf dem Cover sieht man einen gold-gerahmten Hirschkopf, mit einem Tiroler Hut auf dem Geweih. Dazu am linken Rand eine blau-weiß gemusterten Streifen, der vor den alten Holzpaneelen ist wo der Hirschkopf und der goldenen Prunk-Rahmen befestigt sind. Der Hirschkopf ist eine Anspielung auf das Bergdorf Risswald und auch den dortigen Jäger, ist meine Vermutung. Wobei auch der Hut auf dem Geweih des Hirsches sehr passend ist. Das Cover passt sehr gut zu einem Alpen-Regional-Krimi, da man es durch seine typische Symbolik leicht in Verbindung mit der Region bringt.

Der Schreibstil ist witzig und spannend, humorvoll, aber auch irgendwie ein wenig flapsig. Die kurzen Kapitel springen in den Orten und Handlungen, so dass man sich als Leser ein wenig konzentrieren muss, um der Storyline zu folgen. Die beiden Hauptprotagonisten sind einem schnell sympathisch, doch es dauert lange, bis endlich ein gewisser Spannungsbogenaufgebaut ist und man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte, um die Zusammenhänge, die Geheimnisse und vor allem auch den Mörder zu finden. Dies geschieht erst im letzten Drittel der Handlung, doch dann weiß sie zu fesseln. Zuvor werden die unterschiedlichsten Charaktere und Orte eingeführt, die alle etwas mit den Geschehnissen in dem kleinen Bergdorf zu tun haben. Erst in dem Moment als die beiden Detektive in Lebensgefahr geraten spitzt sich endlich alles zu. Zuvor ist hauptsächlich alles ein wenig mit Humor zu lesen, dann übersteht man den Anfang und kann sich endlich dem eigentlichen spannendem Krimi widmen. Die Erzählperspektiven wechseln immer wieder, was verwirrend sein kann, so werden Grubers Szenen aus seiner Perspektive, der Ich-Perspektive erzählt. Dann jedoch wird zeitweise in die Dritte Person gewechselt, wenn es um andere Charaktere geht. Dadurch entsteht Unruhe und Verwirrung, durch die vielen Namen, Orte und Perspektiven. Spannender währe es gewesen, wenn man als Leser alleine Gerhard Grubers Weg und seine Ermittlungen verfolgt hätte, ohne immer zu anderen Personen zu springen.

Wer es schafft, sich durch die ersten zwei Drittel zu lesen und nicht aufgibt, wird mit einem zum Ende hin spannendem Kriminalfall belohnt, der auch interessante Wendungen bereithält. Die Grundideen sind wirklich großartig, nur ein wenig mehr Spannung schon im ersten Drittel des Krimis und ein sich stetig aufbauender Spannungsbogen hätten diesen gut getan. Ebenso weniger Perspektivenwechsel und man könnten der Handlung leicht folgen. Wer sich dennoch ran traut findet einen Regional-Krimi mit viel Humor und ein wenig Spannung am Ende.

Der letzte Satz

Wir ergingen uns in Diskussionen über Kochrezepte, Kinostars und königliche Intrigen, und wenn wir keine Worte mehr fanden, saßen wir einfach nur da und lauschten dem Wind, der im Laub raschelte, während in unserem Rücken die Herbstsonne hinter den Bergkuppen verschwand und die Bäume um uns in glühende Farben tauchte.

 

Meine Bewertung:

 

Sonntag, 9. September 2012

*Rezension* Die Holzhammer-Methode

Schreibe den ersten Kommentar!
Buchtitel:Die Holzhammer-Methode
Autor(in):Fredrika Gers
Verlag:Rowohlt Taschenbuch Verlag
Genre:Krimi, Regional-Krimi
Sprache:Deutsch
ASIN:B007ZVDO0K
ISBN:978-3499258763
ISBN:3499258765
Seitenzahl:272 (Taschenbuch)
272 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dategröße:688 kb


Über den Autor:

Frederika Gers ist gebürtige Hamburgerin und schreibt, seit sie schreiben kann. Sie lernte Bankkauffrau und arbeitete als Schiffsmaklerin. Folgerichtig ging sie anschließend in die Werbung und textete für namenhafte Agenturen in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München. Nebenher verfasste sie journalistische Beiträge und Romane. Der großen Liebe wegen zog sie im neuen Jahrtausend ins Berchtesgadener Land. Dort entdeckte sie ihre zweite große Liebe: die Berge. Und schon bald entstand die Idee zu einem Berechtesgaden-Krimi. "Die Holzhammer-Methode" ist der erste Band in der Reihe zm Hauptwachtmeister Franz Holzhammer.

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Gestatten: Franz Holzhammer, Hauptwachtmeister in Berchtesgaden. Mitten in der sommerlichen Alpenidylle stürzt ein Gleitschirmflieger vom Himmel. Der junge Mann ist auf der Stelle tot. Hauptwachtmeister Franz Holzhammer hat ein ganz schlechtes Gefühl bei der Sache. Sein Vorgesetzter will die Angelegenheit als Unfall abtun, doch Holzhammer ist es egal, wer unter ihm Chef ist – er beginnt zu ermitteln. Kurz darauf kommt eine Patientin der örtlichen Reha-Klinik ums Leben. Christine, ihre Ärztin, will nicht an einen natürlichen Tod glauben. Und so wird die Zugereiste unvermutet Holzhammers wichtigste Verbündete.

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:
Der erste Satz
"Wen Gott liebt, lässt er fallen in dieses Land", murmelte Hauptwachtmeister Franz Holzhammer, als er den toten Gleitschirmflieger inmitten der duftend blühenden Alpenflora erreichte.
Das Murmeltier und der Titel haben mich neugierig gemacht. Und ja, Hauptwachtmeister Franz Holzhammer hat seine eigene Methoden um an den Fall heran zu gehen, die seinen Vorgesetzten des öfteren auf die Palme bringt. Das Murmeltier grüßte einen bei jedem Kapitel, und auch in der Geschichte spielen diese possierlichen Tierchen eine Rolle. Die Charaktere sind bunt gemischt und interessant, so gibt es auch einen Buddhisten, eine zu gereiste Ärztin, die sich für Holzhammer als große Hilfe erweist. Sehr interessant sind auch die in kursiv geschriebenen Teile, in denen die Gedankengänge des Mörders, seine Beweggründe zu lesen sind. Dadurch rätselt man von Anfang mit, wer es sein könnte und es gibt dem Ganzen etwas geheimnisvolles. Die Orte und Landschaften sind gut beschrieben, und ich vermute, man könnte das Buch sogar als eine Art Reiseführer mit nehmen. Der Schreibstil ist witzig und locker. Ich bin häufig ins Schmunzeln gekommen und auch den bayerischen Dialekt versteht man ohne Probleme. Für mich steht fest, dass ich nach weiteren Büchern über Hauptkommissar Holzhammer meine Augen offen halten werde und mich darauf freue, diese genauso zu verschlingen, wie den ersten Band. Auf keine Fall möchte ich von den Charaktären und der Geschichte zu viel verraten. Schließlich soll der Lesespaß, der hier wirklich garantiert ist, erhalten bleiben. Und den Mörder werde ICH bestimmt nicht verraten...
Der letzte Satz
"Dann wurde die Hexe zu Fischfutter - und später als Saiblingsfilet von den Feriengästen auf St. Bartholomä verspeist."
Meine Bewertung:


Samstag, 1. September 2012

*Rezension* Neckartreiben

Schreibe den ersten Kommentar!
Buchtitel:Neckartreiben
Autor(in):Sybille Baecker
Verlag:Emons
Genre:Krimi, Regionalkrimi
Sprache:Deutsch
ASIN:B00820LUYU
ISBN:978-3897059474
ISBN:3897059479
Seitenzahl:317 (Taschenbuch) 216 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße:2764 kb
 

Über den Autor:

Über den Autor

Sybille Baecker, geboren 1970 in Thuine, aufgewachsen in Gronau (Westfalen). Studium der Betriebswirtschaftslehre in Münster und Neu-Ulm, anschließend einige Jahre als IT-Prozessingenieurin in einem amerikanischen Unternehmen tätig. Heute lebt sie bei Tübingen und arbeitet als Pressereferentin eines Sportfachverbandes in Stuttgart.

(Quelle Amazon)

Webseite der Autorin: Sybille Baecker - Lesezeit

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Ein friedlicher Sommer sieht anders aus. In den frühen Morgenstunden wird Kommissar Brander auf die Tübinger Neckarinsel gerufen: Im Fluss treibt eine Tote. Doch die junge Frau ist keineswegs ertrunken. Sie wurde erschossen. Kurz vor ihrem Tod hatte sie über einen Chat Kontakt zu dem Mitspieler eines Online-Rollenspiels. Gab es im realen Leben eine Verbindung zwischen der Toten und dem Unbekannten? Und wer ist der unbekannte Fremde, der Branders Kollegin weiße Lilien schickt? Auch in seinem vierten Fall ermittelt Brander mit der ihm eigenen Nachdenklichkeit, einer Prise Humor und einem guten Tropfen Whisky.

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

Ihre Finger glitten mit gezieltem Griff zu dem Verschluss auf ihrem Rücken, lösten die zwei kleinen Ösen.

Neckartreiben ist der 4. Teil einer schwäbische Regionalkrimireihe über Kommissar Brander. Ich habe mich dazu entschieden, Neckartreiben zu lesen, da Tübingen nicht all zu weit weg ist, von meinem Heimatort und ich es mit interessiert hat, etwas aus meiner Heimatumgebung zu lesen. Die Nennung des Neckars im Titel hat mich neugierig gemacht. Spannend bis zur letzten seite, mit humorvollen Abschnitten und Charakteren, die so gut dargestellt sind dass man ihnen auch im realen Leben begegen könnte. Kommissar Brander ist niht ennfach nur ein Ermittler, der sich in seinen Fall vertieft, er wird auch abgelenkt, durch die Höhen und Tiiefen seines Lebens, seiner Ehe und dem Umstand sich um eine Jugendliche zu kümmenr, deren Mutter ein Alkoholproblem hat. Seine Partnerin, die in den Fall verwickelt ist, sowie die das Thema Online.Rollenspiele gestalten, es interessant. Mehrmals gerät man sellbst auch auf eine falsche Fährte, bei dem Versuch während des Lesens den Mörder zu erraten. Die schwäbelnden Passagen sind auch für Nicht-Schwaben zu verstehen, für eine Schwäbin, wie mich macht es um so mehr Spaß, das schwäbische zu lesen und dabei zu schmunzeln.

Der letzte Satz

»Becks, wag es nicht, die Kleine ins Wasser zu schmeißen!«

Nach dem ich Neckartreiben zu Ende gelesen hatte, bin ich mir sicher, dass ich mir auch die vorhergehenden drei Teile der Krimireihe um Kommissar Brander auf meine Wunschliste setzten werde. Ich habe bei jeder einzelnen Seite mitgefiebert und konnte es kaum zur Seite legen. Kommissar Branders Vorliebe für Whisky und die gut rechercheirten Szenen, die man beim Lesen bildlich vor Augen hat, machen Lust, auf Schauplatzsuche zu gehen bzw. den Spuren des Buches zu folgen.

Meine Bewertung: