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Samstag, 1. April 2017

*Rezension* Pokémon Go - Das ultimative inoffzielle Handbuch

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Buchtitel:Pokémon Go - Das ultimative inoffzielle Handbuch
Autor(in):Cara Copperman
Verlag:Loewe Verlag
Genre:Bellestrik, Sachbuch, Lösungsbuch PC & Videospiel
Sprache:Deutsch
ASIN:B01L9I2XSS
ISBN:978-3785588000
ISBN:3785588003
Seitenzahl:224 (Taschenbuch), 224 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße:19334 kb

 

Über den Autor:

Cara Copperman ist eine passionierte Gamerin. Sie hat bereits mehrere Bücher über Minecraft und Terraria sowie andere Sachbücher verfasst. Wenn Sie nicht gerade schreibt oder Pinball spielt, findet man sie am Strand.

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Das unverzichtbare Handbuch und perfekte Geschenk zum erfolgreichsten Mobile Game 2016: Pokémon Go! Alle Tipps und Tricks, wertvolles Insiderwissen, die besten Locations und wichtige Strategien finden angehende und fortgeschrittene Pokémon-Trainer in diesem umfangreichen Guide.

Möchtest du Pikachu als Startpokémon auswählen oder die Entwicklung deines Evoli beeinflussen? Alles, was du wissen musst, um deinen Pokédex zu füllen und ein echter Pokémon-Meistertrainer zu werden, steckt in diesem komplett farbigen Insider-Handbuch.

Aus dem Inhalt:

- Wie du die besten Arenen und Pokéstops in deiner Stadt findest.

- Wie du die wirklich starken Pokémon ab Level 20 fängst!

- Tipps und Tricks: Levelaufstiege, Erfahrungspunkte, Medaillen und vieles mehr

- Wertvolles Wissen über Pokébälle, Eier, Lockmodule ...

(Quelle: Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

Der 6. Juli 2016 begann für die meisten Einwohner der Vereinigten Staaten, Neuseelands und Australiens wie ein ganz normaler Tag.

Seit dem Spielstart von Pokémon Go hat man in den Nachrichten so einiges gehört, positives wie auch negatives. Durch den Erfolg des Spiels liessen auch nicht lange die passenden Bücher sif aich wartrn. Als Spieler erhält man Tipps, Informtionen und eine Einführung rund um dieses populäre Handyspiel. Es werden die Kampfregeln erklärt, wie Entwicklungen gemacht werden, und auch wie man statt der drei Starterpokémon Pikachu erhalten kann. Doch lohnt es sich, überhaupt ein Buch zu kaufen, bei einem Spiel das sich schnell weiter etnwickelt? Kann man als Anfänger genauso wie als Profi davon profitieren?

Das Cover ist passend zum Thema gestaltet. Man sieht auf rotem Hintergrund die Silhouette von Pikachu, die gefüllt ist damit weiteren Silhouetten verschiedener Pokémon und Pokébällen. Durch die Goldfolierung fällt einem das Cover auf, und sein einfach gehaltener Stil fällt einem ins Auge. Man sieht sehr schnell um was es bei dem Buch geht, auch ohne es in die Hand zu nehmen und den Klappentext zu lesen. Somit ein wirklich passend gestaltetes Cover für das Buch.

Der Schreibstil ist leicht und locker, man hat keinerlei Probleme den Erklärungen zu folgen, selbst wenn keine Bilder immer wieder eingestreut wären. Interessant sind auch immer wieder die kleinen, eingestreuten Kommentare von Spielern über das Spiel, ihre Erlebnisse und Erfahrungen damit. Bestimmte Hinweise und Tipps sind farbig hinterlegt, in einer anderen Schriftfarbe, also hervorgehoben.

Der Inhalt ist in einer logischen Reihenfolge gegliedert und am Ende findet sich noch ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen und Erklärungen für alle die noch nicht jeden Begriff aus der Welt der Pokémon kennen. Ebenfalls interessant ist das Kapitel, was einem Pokémon bringen soll, wenn man es richtig spielt. Ich persönlich bezweifle ja, dass dieses Spiel es schafft alle, oder die meisten von der Couch weg zu bringen und dazu sich mehr in der freien Natur zu bewegen. Schön finde ich es aber auch, dass auch vor den Gefahren gewarnt wird, wie dass man nicht beim Autofahren spielen soll, nicht vergessen soll auf den Straßenverkehr zu achten, man nicht über rote Ampeln rennen soll etc. Etwas, das ja zu Anfangszeiten des Spiels in den Nachrichten häufig zu hören und zu lesen war.

"Pokémon Go - Das ultimative inoffzielle Handbuch" mag vom Inhalt her für Einsteiger des Spiels wirklich sehr hilfreich sein, dennoch ist es bei einem Spiel das immer weiter entwickelt und verändert wird, etwas unpraktisch ein starres Buch zu besitzen, dass auf der ersten Auflage des Spiels basiert. Mittlerweile gibt es genügend Seiten im Internet auf denen man die benötigten Informationen finden kann, und sie sogar aktueller sind. Für Sammler und Fans ist dieses Buch jedoch eine Empfehlung und ein richtig schönes Schmuckstück im Regal. Die Erklärungen über die Geschichte des Spiels, wie es entstanden ist, welche Auwirkungen es auf die Welt hatte und all die anderen kleinen eingestreuten Kommentare, machen es wieder rum zu einer interessanten Lektüre. Die Informationen und Insiderinformationen außerhalb des Spiels und seiner Benutzung sind spannender und interessanter zu lesen. Für Fans. Sammler und Anfänger einschön gestaltetes Buch und eine Empfehlung für das Regal, für Profis die wirkliche nicht bekannte Tipps und Tricks erwarten, eher eine Enttäuschung, da sich das Spiel wie gesagt immer weiter entwickelt.

Der letzte Satz

WILDES POKÉMON

Pokémon, das noch nicht gefangen wurde.

 

Meine Bewertung:

 

Mittwoch, 25. Januar 2017

*Rezension* Das Model und der Walflüsterer*

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Buchtitel:Das Model und der Walflüsterer
Autor(in):Ava Lennart
Verlag:CreateSpace Independent Publishing Platform
Genre:Liebesroman, Drama
Sprache:Deutsch
ASIN:B01MTNJ3DE
ISBN:978-1539844679
ISBN:1539844676
Seitenzahl:384 (Taschenbuch), 385 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße:3049 kb

 

Über den Autor:

Ava Lennart ist das Pseudonym von zwei besten Freundinnen, die neben dem Alltag als Working-Moms endlich ihren Traum leben: Liebesromane nicht nur zu verschlingen, sondern selbst zu schreiben. Das zum Genre passende Pseudonym, eine Kombination der Vornamen der jeweils erstgeborenen Kinder, war sofort klar.

Das gemeinsame Schreiben hat die Freundschaft auf eine ganz neue Ebene gehoben und noch inniger gemacht. Sie glauben an die Macht der wahren Liebe und daran, dass eine Prise Kitsch das Leben bereichert.

Ava Lennart ist voller Ideen und freut sich, wenn ihr auch weiterhin an ihren Geschichten teilhabt.

Sprecht mit uns unter:

ava.lennart@gmail.com

https://www.facebook.com/ava.lennart

www.avalennart.com

Viel, viel Spaß beim Lesen!

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Sie hält ihn für einen Hinterwäldler, er sie für arrogant.

Wie war das mit „Was sich neckt, das liebt sich“? Erst beim zweiten Blick stellt das ehemalige Model Elle fest, wie viel mehr hinter dem spröden Walforscher Alexander steckt. Gefühlvoll wie ein Walgesang nimmt er vor der romantischen Kulisse Vancouvers ihr Herz ein.

Bis er eines Tages eine erschreckend dunkle Seite von sich offenbart.

​Der Auftakt der Fernweh-Bücher, deren Geschichten an interessanten Hotspots dieser Welt spielen und von Liebe, Freundschaft und Dramen mit dem ersehnten Happy-End erzählen.

Die intelligente Sprache, der subtile Humor und die geschmeidige Erotik machen Avas Romane zu Leckerbissen des Genres Liebesroman.

(Quelle: Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

DIE TUSSI NERVT, seit wir das Dock verlassen haben.

Elle hat ein eigenes Modelabel und versucht einen Investor zu gewinnen, dabei lernt sie auf einer Bootstour zusammen mit ihrer Tochter und Mister Chang den auf sie griesgrämig wirkenden, aber dennoch gutaussehenden Alexander kennen. Obwohl sie sich gleich mehr oder weniger in der Wolle liegen und gegeneinander Vorurteile haben, so kreisen dennoch ihre Gedanken jeweils um den anderen. Es ist nicht zu leugnen das bei beiden eine Faszination für den jeweils anderen vorhanden ist und sie eine gegenseitige Anziehungskraft spüren. Doch gibt nicht nur Alexanders bester Freund Neil interessiert sich für Ellen und ist somit eine Hürde für die beiden. Auch Alexanders unerkläreliches Verhalten auf einer von Ellens Modenschauen. Gibt es für die beiden überhaupt irgendeine Chance?

Ellen hat ihr eigenes Modelabel aufgebaut und arbeitet hart dafür. Zusätzlich kümmert sie sich um ihre Tochter. Sie ist eine Geschäftsfrau und alleinerziehende Mutter die mit beiden Beinen im Leben steht. Nur zweimal im Jahr wird sie vom Besuch des Vaters ihres Kindes aus der Bahn geworfen. Sie liebt ihre Tochter Valerie über alles, und würde für sie eigentlich alles tun. Doch wird das auch so sein, als sie ein Angebot erhält, das sie beruflich weiter bringen würde?

Die Bootstouren und die Walbeobachtungsstation sind Alexander wichtigt. Er ist eigentlich ein ruhiger und bedacht handelnder Mann, der zwar gut aussieht, aber in Wahrheit mehr ist. Als Professor ist er ein Experte auf seinem Gebiet. Doch belastet ihn etwas aus seiner Vergangenheit, das seine dunkle Seite hervorbringt. Dieses Geheimnis um die Geschehnisse die mit seiner Schwester zusammenhängen und seiner großen Liebe Laura, stehen ihm im Weg um Ellen näher zu kommen. Alexander steht sich selbst im Weg.

Neben den beiden Protagonisten gibt es nach ander Charaktere, wie Ellens Tochter oder Alexanders Freund Niel und seine Eltern. Sie wirken allesamt realistisch, und man könnte sie auch jederzeit draußen auf der Straße treffen. So ist Ellens Tochter Valerie eine toughe, junge Heranwachsende die genau weißt was sie will, und sich wie ein typischer Teenager verhält. Alexanders Eltern verhalten sich auch typisch, was das verkuppeln ihres Sohnes angeht. Zusätzlich führen sie noch ein Lokal am Hafen von Vancouver. Über Alexanders Zwillingsschwester Mira erfährt man als Leser sehr lange nicht viel, außer dass die Familie sie vermisst und sie verschwunden ist, aber am Leben.

Das Cover passt zum Thema und der Handung des Buches. Man kann sich in den beiden Personen die zu sehen sind sehr gut Alexander und Ellen vorstellen. Aleine den Titel finde ich etwas verwirrend, auch wenn Ellen einmal Model war, doch sie ist es nicht mehr in der Handlung des Buches. Ansonten finde ich es schön mit dem Meer am unteren Rand des Motives, auch wenn die beiden Menschen, der Mann und die Frau das Motiv dominieren.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, es fehlt der Handlung jedoch an etwas mehr Tiefe und Spannung die der Titel und Klappentext erhoffen lassen. Ansätze für diese sind vorhanden, leider wurden sie nicht genutzt und somit dümpelt die Handlung im seichten Wasser. Genauso habe ich auch den Bezug vermisst auf den "Walflüsterer", da ich dabei irgendwie an die "Pferdeflüsterer" denken musste und mir mehr etwas davon in der Story erhofft hatte. Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten geschildert, wodurch man zwar einen Einblich in die Welt der Beiden und ihrer Gedanken und Gefühle bekommt. Die Umgebung ist bildhaft beschrieben, aber wenn man auf ein wenig mehr Bezug auf Wale in der Handlung hofft, und Informationen über diese so gibt es nur zwei Szenen in denen diese eigentlich wirklich eine Rolle spielen. Vancouver konnte ich mir nicht wirklich bildlich vor Augen vorstellen, da auch hier ein klein wenig etwas gefehlt hat. Man merkt zwar wie sehr die Protagonistin Ellen ihre Stadt liebt, doch wäre hier mehr als der ein oder andere touristische Spot interessant gewesen. Ein kleiner Hauch von Erotik ist in der Storyline eingebettet und stört sie in keinster Weise.

Es sind gute Ansätze vorhanden mit denen es eine witziges, spannendes und spritziges Buch hätte werden können das man sehr gerne liest und kaum aus der Hand liegt. Doch fehlte mir dies ein klein wenig, so dass es sich lange gezogen hat, da ich nach dem Klappentext und dem Titel etwas anders erwartet hat. An einigen Stellen hat es sich in die Länge gezogen. Wer keine tiefgründige und spannende Handlung erwartet, sondern leichte, Kost, bei der man das Ende und auch einiges andere voraussehen kann wird mit "Das Model und der Walflüsterer" zufrieden sein. Mir persönlich hat das gewisse Extra gefehlt das mich richtig gefesselt hätte, aber vielleicht ist für jemand anderen ja dieser Roman besser geeignet als für mich. Ich bin dennoch neugierig wie sich die beiden Freundinnne weiter entwickeln werden, die unter dem Pseudonym Ava Lennart schreiben.

Der letzte Satz

Ich lege den Kopf in den Nacken, blicke in den blauen Himmel über Vancouver und lache.

Vielen Dank an Ava Lennart für das Rezensionsexemplar

 

Meine Bewertung:

 

Sonntag, 27. September 2015

*Rezension* Leona - Die Würfel sind gefallen

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Buchtitel:Leona - Die Würfel sind gefallen
Autor(in):Jenny Rogneby
Verlag:Atrium Zürich
Genre:Krimi, Thriller
Sprache:Deutsch
ASIN:B00Y2W7USW
ISBN:978-3855356270
ISBN:3855356270
Seitenzahl:448 (Broschiert), 449 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße:1462 kb

 

Über den Autor:

Jenny Rogneby wurde 1974 in Äthiopien geboren und als Einjährige zur Adoption freigegeben. Sie wuchs im Norden von Schweden auf, wo ihre Adoptiveltern früh ihr musikalisches Talent entdeckten.

Jenny Rogneby machte Karriere als Sängerin und stand u.a. mit Michael Jackson auf der Bühne. Sie studierte Kriminologie und arbeitete als Ermittlerin bei der Stockholmer Polizei. Über ihre Arbeit kam ihr die Idee für die Figur der Leona.

Der erste Band der Trilogie wurde auf Anhieb ein Bestseller und wird in zehn Ländern erscheinen.

www.jennyrogneby.com

Foto: (c) Mikael Eriksson

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Dieser Bestseller aus Schweden hat die Krimiszene auf den Kopf gestellt: Was Sie mit der Ermittlerin Leona Lindberg erleben, werden Sie nicht wieder vergessen. Glauben Sie nichts - und machen Sie sich auf alles gefasst.

Stockholm: Ein siebenjähriges Mädchen betritt blutüberströmt eine Bank und schaltet einen Kassettenrekorder ein. Eine Stimme fordert Geld im Austausch für das Leben des Kindes. Die Angestellten sind entsetzt. Kurz darauf verlässt das Mädchen die Bank mit sieben Millionen Kronen und verschwindet. Der Fall macht Schlagzeilen. Bei der Polizei wird Leona Lindberg mit den Ermittlungen beauftragt. Leona ist 34, verheiratet und selbst Mutter von zwei Kindern. Sie gilt als Außenseiterin, doch ihr Ruf ist tadellos. Aber diesmal führen ihre Ermittlungen in eine Sackgasse, denn von dem Mädchen fehlt jede Spur. Und jeder scheint etwas zu verbergen. Allen voran Leona selbst.

(Quelle: Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

Bis jetzt hatte sie noch keiner bemerkt.

Leona Lindberg, 34 Jahre alt und Polizistin beim Dezernat für Gewaltverbrechen in Stockholm ist eine selbstbewusste und extravaganter Frau. An die ihr zugeteilten Fälle geht sie auf ihre eigen Art und Weise heran, womit sie sehr erfolgreich ist. Im Privatleben hat sie zwei kleine Kinder zu versorgen und einen Ehemann an ihrer Seite. Der Spagat zwischen privat Leben und Beruf verlangt so einiges von ihr ab, doch hat sie noch ganz andere Geheimnisse die sie vor ihrer Familie und Umgebung verbirgt. Das ihr neuster Fall wirft so einige spektakuläre Fragen auf. Wie konnte ein siebenjähriges Mädchen eine Bank ausrauben und spurlos verschwinden? Zudem mit wessen Blut war die Kleine beschmiert, und wieso war sie unbekleidet? Alle Medien sind in Aufruhr, denn dieser Fall ist eine wahre Sensation. Doch was hat es mit dem kleinen Mädchen auf sich? Wer hat sie geschickt die Bank aus zu rauben? Leona kommt bei ihren Ermittlungen einfach nicht weiter, keine Spur führt sie zu den erwünschten Ergebnissen. Und der nächste Überfall durch das kleine Mädchen lässt auch nicht lange auf sich warten. Wird Leona es schaffen, den Fall auf zu klären?

Leona, von Beruf Polizistin, verheiratet und mit zwei kleinen Kindern. Eigentlich könnte man Leona als normale, berufstätige Frau bezeichnen. Doch wie so oft, ist einiges anders, ist Leona ihren Mitmenschen gegenüber doch distanziert und abweisend. Pedantisch sortiert sie Stifte und stört sich an normalen Dingen in bestimmten Situationen. Man merkt, dass sie ein Sonderfall ist und nicht völlig in die Schublade Normal passt. Ausschlaggebend mag dafür ihre prägende und schlimme Kindheit gewesen sein. Auf einen als Leser wirkt sie zu Anfangs gefühlskalt, merkwürdig und sonderbar. Ihre Spielsucht und ihre ständige Jagd nach einem weiteren Kick bringen nicht nur ihr Probleme. Ein normales, gradliniges Leben langweilt sie und somit lebt sie ihr normales Leben nur, weil man es eben von ihr erwartet.

Die Charaktere wirken durch ihre Art und Merkmale realistisch, da sie alle alles andere als perfekt sind. Sie passen sehr gut zu der spannenden Handlung und man kann nach einiger Zeit ihre Gefühle und Gedanken sehr gut nachempfinden. Auch wenn es am Anfang etwas schwer fällt, sie zu mögen.

Das Cover ist mit seinem einfarbigen, goldbraunen Hintergrund einfach gehalten. Man sieht darauf die Silhouette einer Frau in der das Foto eines davonlaufenden Kindes in einer Großstadt eingearbeitet ist. Der Titel "Leona" sticht dabei in seinem weißen Schriftzug hervor und zieht das Auge des Betrachters auf sich. So entgeht einem erst einmal der Untertitel "Die Würfel sind gefallen".

Jenny Rogneby hat einen fesselnden und flüssigen Schreibstil bei dem man problemlos der Handlung und den Geschehnissen folgen kann. Die Handlung wird aus Leonas Sicht, der Ich-Perspektive geschildert. Dadurch lernt man die Protagonistin nach und nach besser kennen und verstehen. Als Leser wird man gleich zu Beginn ins Geschehen geworfen und erlebt den Banküberfall mit. Neben der Ermittlungsarbeit lernt man dann auch immer wieder Leonas Leben kennen, das sich hin und wieder in die Länge zieht. Doch möchte man viel lieber wissen, wie es im spannenden Kriminalfall weitergeht, was dort geschieht und wieso die Protagonistin nicht weiter kommt. Dieser Wechsel zwischen Privatleben und spannender Kriminalfall ist an diesen Stellen nicht sonderlich gut geglückt. Auf seine leicht geheimnisvolle Weise passt es sehr gut zur Handlung des Romans.

Mit "Leona – Die Würfel sind gefallen" lässt Jenny Rogneby einen am Ende zweigespalten zurück. Der Kriminalfall ist spannend und fesselnd, doch die Protagonistin so ganz anders, als man als Leser erwartet. Innerhalb der Handlung gibt es ein paar wenige logische Schwächen, und man fragt sich auch wie eine teilweise so impulsiv handelnde Protagonistin eine erfolgreiche Ermittlerin sein soll. Auf jeden Fall ist das Buch kein normaler Krimi oder Thriller im eigentlichen Sinne, sind doch auch Themen wie Spielsucht vorhanden, über die man nachdenken kann. Die Handlung ist zwar in sich abgeschlossen, lässt jedoch auch noch einige Fragen offen, so dass man sich auf weitere Bände freue kann. Wer nichts gegen ausschweifende Abstecher in das Privatleben der Ermittler hat, der wird mit diesem Roman sehr glücklich sein. Wer jedoch einen spannenden Krimi oder Thriller im eigentlichen Stil erwartet sollte lieber zu einer anderen Lektüre greifen oder vorher lieber die Leseprobe lesen.

Der letzte Satz

Obwohl das Handy kaputtgegangen war, hörte ich noch immer meine eigene blecherne Stimme am Fußboden, als ich zum Ausgang lief.

Vielen Dank an den Atrium Zürich Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

Meine Bewertung:

 

Freitag, 13. März 2015

*Rezension* Lolito

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Buchtitel: Lolito
Autor(in): Ben Brooks
Verlag: Atrium Verlag
Genre: Gegenwartsliteratur
Sprache: Deutsch
ASIN: B00PJ0TBJC
ISBN: 3855350558
ISBN: 978-3855350551
Seitenzahl: 272 (Gebundene Ausgabe), 272 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße: 396 kb

 

Über den Autor:

Ben Brooks, Jahrgang 1992, wurde in Gloucester. Er ist Autor von sechs Büchern;

auf Deutsch erschien bisher sein Roman 'Nachts werden wir erwachsen' (Berlin Verlag, 2012). Ben Brooks stand auf der Longlist des Dylan-Thomas-Preises und war für den Pushcart Preis nominiert. 2014 erhielt er den Jerwood Fiction Uncovered Prize. Er lebt in Berlin.

Foto: ©Carlota Bird

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Schreiend komisch, zutiefst berührend und (leider) absolut wahrhaftig: Die haarsträubende Geschichte des jungen Etgar ist zugleich das Porträt einer gebeutelten Generation, die von klein auf im Internet ihr blaues Wunder erlebt.

Der 15-jährige Etgar ist mit seinem Hund Amundsen allein zu Haus. Als er über Facebook herausfindet, dass seine Freundin ihn betrogen hat, bricht es ihm das Herz. Im Internet begibt er sich auf eine Reise durch immer zweifelhaftere Chatrooms und Single-Börsen. Dort trifft er auf Macy, der er sich am Bildschirm als jungdynamischer Hypothekenmakler vorstellt. Hals über Kopf stürzen sich die beiden in eine Cyber-Affäre, und bald taumelt Etgar zwischen nackter Panik und der aufregenden Erkenntnis,

dass im Internet einfach alles möglich ist. Aber dann will Macy Etgar nicht mehr nur im Internet treffen. Mit schlotternden Knien, schweißnassen Händen und Omas Erbe auf dem Konto checkt Etgar in einem Hotel ein. In der Lobby tritt ihm Macy entgegen, sie ist schön, sie ist sexy – und sie entpuppt sich als 46-jährige Schulleiterin.

(Quelle: Atrium Verlag und Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

Wir sind fünfzehn und trinken warmen Cider unter den Kiefern im Kathedralengarten.

Seine Freundin Alice hat Etgar betrogen. Als er dies herausfindet, stürzt für den Jungen eine Welt zusammen, der Liebeskummer übermannt ihn und mit seinen 15 Jahren fällt er in einen tiefen Abgrund, aus dem es scheinbar kein entkommen gibt. Er versucht seinen Kummer in Alkohol zu ertränken und sich mit Chats, Cybersex und anderen Dingen auf andere Gedanken zu bringen. Seine Eltern sind verreist und könne ihm deswegen keine Stütze in dieser Zeit sein. Wobei sie gar nicht genau wissen, was er in seinen Ferien macht. Er möchte diese ungestört genießen und Alice vergessen. Im Internet trifft er auf Mary, mit der er etliche Chats führt und sich als jemand anderer ausgibt, als er ist. Bis zu dem Tag, an dem sie ihm dem Vorschlag macht sich doch in London zu treffen und alles eine Wendung nimmt. Was wird Mary dazu sagen, wenn sie nicht den jungen Mann trifft, den sie erwartet, sondern einen 15jährigen? Wird Etgar überhaupt nach London reisen? Oder kommt er wieder mit Alice zusammen? Was wird aus seinem Liebeskummer?

Etgar, 15 Jahre alt und seine Eltern sind verreist. Er hat eine Woche lang Ferien, die er alleine zu Hause verbringt. In dieser Zeit möchte er genießen, einfach nur im Bett bleiben, Chillen und sonst nichts tun. Außer sich um den Hund der Familie, Amundsen zu kümmern, ihn zu füttern und mit ihm Gassi zu gehen. Doch dann findet er heraus, das seine Freundin Alice ihn betrogen hat und für ihn stürzt seine eigene, kleine, heile Welt zusammen. Er flüchtet sich in Alkohol und der PC wird sein Fenster zur Außenwelt. In Chatrooms trifft er dort auf Erwachsene und auch auf Macy. Genauso einsam wie er fühlt sich diese und Macy gibt ihm das Gefühl nicht mehr so einsam zu sein, von einem Menschen gewollt zu werden. Und so dauert es nicht lange, er räumt das Konto leer, auf dem er das Geld, was er von seiner Oma geerbt hat, verwahrt um sich mit Macy in London zu treffen. Doch was wird passieren, hat er Macy doch gesagt, das er älter wäre als in Wirklichkeit und zudem auch noch erfolgreich. Wie wird sie reagieren, wenn ein "kleiner" Junge vor ihr steht und nicht ein erwachsener Mann?

Alice, ist Etgars Freundin und er liebt sie. Doch sie geht auf einer Party fremd, was er ihr nicht verzeihen kann. In der Zeit wo er dies alleine zu Hause heraus findet ist sie zusammen mit ihrer Familie in Urlaub gefahren nach Antigua. Dort amüsiert sie sich bis sie mitbekommt, das Etgar es weiß. Sie versucht mit ihm zu reden, das er ihr verzeiht. Doch für ihn ist das was sie getan hat unverzeihlich und er möchte sie einfach nur vergessen.

Aslam, Etgars bester Freund versucht ihn dazu zu überreden Partys zu besuchen, aus dem Haus zu gehen, als Etgar beginnt sich abzukapseln. Er gibt aber dann schließlich auf, nachdem er ihn nicht dazu bewegen kann, er versteht nicht das Etgar Alice nachtrauert. Was daran liegen mag, das seine eigenen Beziehungen noch nie so lange hielten.

Macy ist mit ihrem Leben unglücklich und einsam, obwohl sie Kinder hat. In den Chatrooms versucht sie einfach ihr Leben zu vergessen und ein wenig glücklich zu sein, wenn sie sich mit anderen unterhält. Etgar bringt sie zum Lachen durch seine Art, und sie findet ihn interessant. Die Gemeinsamkeit des einsam seins und des unglücklich fühlens verbindet sie und sie beginnen in ihren gemeinsamen Chats zu träumen. Von einer anderen Welt, einer gemeinsamen Zukunft und dem Leben in einem Baumhaus.

Das Cover des Buches ist schlicht und dennoch wirklich sehr auffallend. Durch seine neongelbe, leuchtende Farbe springt es einem geradezu ins Auge. Diese Farbgebung ist ein Eyecatcher schlecht hin, und die restliche schlichte Gestaltung mit dem kleinen Symbol der zwei Laptops die durch ein Kabel verbunden sind, dessen Mittelpunkt zu einem Herz verschlungen ist, sowie dem in rot wie von handgeschriebenen, großem Titel passt einfach dazu. Mehr Symbolik oder Gestaltung auf dem Cover würde nicht zu dieser schreiend und aufmerksamkeitsheischenden gelben Farbe passen. Es erregt Aufmerksamkeit und macht Neugierig auf den Inhalt. Der Titel ist einfach und prägnant gewählt.

Ben Brooks hat einen Schreibstil an den man sich zuerst gewöhnen muss. Er wirkt zu Beginn ein wenig abgehakt, da die Sätze kurz sind, und dennoch ist er flüssig und angenehm zu lesen nach einer kurzen Phase der Gewöhnung. Der Autor schafft es sehr gut, die derzeitigen Situationen, in denen sich Etgar befindet, authentisch zu übermitteln, so gibt es Stellen in denen man sich während des Lesens zeitweise genauso betrunken fühlt wie Etgar, auch wenn man beim Lesen nur Tee oder Wasser getrunken hat. An manchen Stellen hingegen schwankt man zwischen Lachen, Tränen und einem Wutausbruch. Manche der Regungen und Gefühle, wie teilweise Trauer kann man nicht sofort verstehen und fragt sich, wieso macht Etgar gerade jetzt aus einer Mücke eine Elefanten. Man merkt das der Autor selber jung ist, und es ihm leicht fällt sich in die Psyche eines Jugendlichen hinein zu versetzen und somit einen wirklich erschreckend realistischen Charakter zu entwerfen. Die Problematik, wie leicht Jugendliche in der Welt des Internets jemand anders sein können, oder auch an Inhalte gelangen die Erwachsene nicht unbedingt gut für ihr Alter halten sind in die Handlung eingearbeitet und regen dazu an, nachzudenken. Vor allem auch, was wissen Eltern wirklich über ihre Kinder. Dadurch wird bekommt das Buch eine Tiefe, die man nach den ersten 20 Seiten nicht erwartet hätte. Es wirft einige Fragen auf, die einem dazu bewegen nachzudenken und die heutige Gesellschaft, gerade die Jugendlichen kritisch zu betrachten.

Auf den ersten Blick wirkt "Lolito" abschreckend wenn man die ersten Seiten liest, mit den vulgären Ausdrücken, der erschreckenden Sprache und dem Verhalten der Jugendlichen, doch steckt so viel mehr darin, das einem nachdenken lässt. Und es spiegelt wirklich gut wieder, was in der heutigen Gesellschaft in den Jugendlichen vor sich geht, wie sie sich verhalten. Und beinhaltet gleichtzeitig auch eine Warnung, das man sich nicht vor seinen Problemen verstecken und verkriechen sollte, sondern sich ihnen stellen. Voller Emotionen ist es eine wahre Achterbahnfahrt und hat eine Tiefe, bei der es sich gelohnt hätte weiter in die Welt der Jugendlichen einzutauchen. Ich persönlich empfand es am Ende etwas kurz, das Protokoll der Gerichtsverhandlung war interessant, doch hätte ich hier gerne noch mehr erfahren. Jugendliche sollten dieses Buch nicht unbedingt lesen, denn es könnte sie zu Alkohol, Drogen und anderen Dingen auffordern, hier fehlt mir ein wenig die Mahnung der Konsequenzen. Aber für Erwachsene, die wissen wollen, was in den Köpfen der Jugendlichen vor sich geht ist dieses Buch zu empfehlen, wenn man sich zusätzlich Gedanken über bestimmte Themen machen möchte. Es ist wirklich nicht etwas für jedermann, denn es ist provozierend und aufrüttelnd. Wie das wahre Leben eben.

Der letzte Satz

Ich denke, vielleicht fange ich bald an, mich aufzulösen.

Vielen Dank an den Atrium Verlag für das Rezensionsexemplar im Rahmen der Blogtour.

 

Meine Bewertung:

 

Dienstag, 2. September 2014

*Rezension* Endless Life: Der Weg des Unsterblichen

2 Kommentare bisher

Buchtitel: Endless Life: Der Weg des Unsterblichen
Autor(in): Anne Lück
Verlag: Monsenstein und Vannerdat
Genre: Fantasy; Jugendbuch
Sprache: Deutsch
ASIN: B00FRKN4Y2
ISBN: 978-3956450006
ISBN: 3956450000
Seitenzahl: 384 (Taschenbuch), 386 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße: 586 kb

 

Über den Autor:

Anne Lück wurde am 29.09.1991 in Sachsen-Anhalt geboren. Nach einem angefangenen Studium zog es sie nach München, wo sie derzeit eine Ausbildung zur Krankenschwester macht. Schon im Kindergarten wurden ihre Geschichten vorm Mittagsschlaf erzählt, mit 6 Jahren schrieb sie ihre erste Geschichte. Seit ihrem 13. Lebensjahr widmet sie sich schließlich voll und ganz ihrem Lieblingsgenre: Dem Urban Fantasy.

Weitere Informationen auf: http://www.anne-lueck.de

Oder auf Facebook: https://www.facebook.com/Endless.Life.Weg

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Noés bester Freund ist ein Dämon. Auch wenn die ganze Welt dagegen ist. Denn wer sich mit Dämonen einlässt, begibt sich in höchste Gefahr. Sicherheit versprechen allein die Engel, fast unsterbliche Wesen, die über die Menschen auf der Erde herrschen und ihnen Schutz bieten.

Doch Azriel ist anders, als es in den Büchern steht.

Und dann kommt Nero, Sohn des obersten Magistrats der Engel, Noés Geheimnis gefährlich nahe. Auf Kontakte zu Dämonen stehen schwere Strafen - was aber, wenn Engel und Dämonen gar nicht so viel voneinander trennt?

(Quelle: Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

Noé - »Hast du das mit Diogo gehört?«

Mir ist es ein wenig schwer gefallen, diese Rezension zu schreiben, da es einen Punkt gab, der mich gestört hat, und ich lange überlegen musste, wie ich das bewerte. Dazu dann auf jedenfall später mehr, dennoch muss gesagt sein, dass es deswegen zu einem Punkt Abzug gekommen ist.

Die Welt steht unter der Aufsicht der sogenannten Engel, die eigentlich Unsterbliche sind, sie beschützen die Menschen, ihre "Kinder" und der Kontakt zu den bösen Dämonen ist diesen untersagt. Doch sind die Grenzen zwischen Gut und Böse wirklich so klar, oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Noé hat ganz andere Ansichten, denn sie ist, seit sie 5 jahre alt ist mit dem Dämon Azriel befreundet. Sie trifft sich mit ihm ständig auf den Klippen, doch ändert sich dies als sei eines Tages dort von Nero, einem der Engel erwischt wird. Das Noé davon überzeugt ist, das Engel, Dämonen und Menschen friedlich zusammen leben können ist für diesen eine ungewohnte Sichtweise, hat er doch von klein auf gelernt, das die Dämonen die Bösen sind, die es um jeden Preis zu vernichten gilt. Das nicht alles nur schwarz und weiß ist, muß nicht nur Nero begreifen, sondern auch Azriel. Die Situation eskaliert und alle drei befinden sich in höchster Gefahr, nicht nur dadurch, dass sich so etwas wie eine Dreiecksbeziehung anzubahnen scheint. Ist es falsch, das Noé zu Azriel hält, da er schon mehrmals sein Leben gab um sie zu retten? Und was ist der wahre Plan der Engel, die Menschen zu beschützen, oder sie zu unterdrücken?

Noé ist 15 Jahre alt, wirkt naiv und lebt mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester zusammen. Ihr Vater wurde vor Jahren von den Engeln umgebracht, da er mit den Dämonen handelte. Sie ist überzeugt, das die Engel den Menschen etwas vor machen und die Dämonen nicht so böse sind, wie sie dargstellt werden. Ihre Ansichten sind anders, als die der Engelsanhänger und nicht ganz unschuldig daran ist der Dämon Azriel mit dem sie seit 10 Jahren befreundet ist.

Nero ist der Sohn des momentan obersten Anführers der Engel und ein Soldat. Er hat die Ansichten der Engel und deren Regeln von klein Auf gelernt und in der Akadamie wurde er zu dem ausgebildet, was er nun ist, ein Soldat, dessen Aufgabe es ist, Menschen zu finden und zu melden, sowie Dämonen zu jagen und zu vernichten. Er wirkt zuanfangs wie eine gefühlskalte Maschine doch ändert er sich, als er auf Noé und Azriel trifft. Vor allem Noé bewirkt diese Veränderung in seinen Ansichten und Gedanken. Das nicht alles so schwarz und weiß ist, wie es ihm in der Akadamie beigebracht wurde und auch Grauzonen existieren, genauso das ein friedliches Miteinander der verschiednen Wesen untereinander, vielleicht sogar möglich ist. Sie bringt ihn ganz schön ins Grübeln und Wanken.

Azriel wirkt eher wie ein Randcharakter, als wie ein Protagonist oder ein "böser" und starker Dämon, was daran liegen mag, das die Kapitel mehr aus Neros und Noés Sicht geschrieben sind und der Dämon somit nur einige Auftritte hat in denen er sich einmischt. Man erfährt als Leser, das er auf Cheesburger steht und eine lange Freundschaft mit Noés Vater und ihr pflegt. Doch wirkt er ein wenig zu zahm für einen Dämon, da er seine Ansicht auf die Engel zu schnell ändert. Ein angedeutetes Geheimnis, das er mit sich herumträgt, läßt ihn mysteriös wirken, jedoch der angedeutete Sarkasmus wirkt nicht wirklich sarkastisch, so wie man es vielleicht von richtigem, bitterbösen Saraksmus gewöhnt ist. Seine Kommentare bringen einen jedoch beim Lesen zum schmunzeln. Ein wenig mehr über ihn zu erfahren und seine Beziehung zu Noé und ihrer Familie, sowie seiner Vergangenheit mit den Engeln wäre interessant gewesen und hätte ihn nicht wie eine Randfigur wirken lassen.

Die Nebencharaktere, wie Noés Freundin Monja wirken lebhaft und wie aus dem Leben gegriffen, selbst wenn ihr Engel-Fanatismus ein wenig übertrieben und überzogen wirkt, doch sind alle facettenreich und haben ihre eigenen Ansichten. Selbst Noés Mutter und ihre Schwester wirken nicht flach, oder langweilig. Nur sind sie genauso starkt ausgearbeitet, wie die Portagonisten, wodurch leicht der Unterschied zwischen diesen verschwimmt.

Auf dem Cover sieht man das Gesichts-Portrait eines Mädchens, umhüllt von Nebel und in ihren Haaren scheint ein wenig Schnee hängen geblieben. Sie schaut den Betrachter direkt an und wirkt durch den sie umgebenden Nebel geheimnisvoll und sinnlich. Der Titel und der Autorenname sind gut leserlich abgesetzt von dem farbigen, nebeligen Hintergrund und durch zwei verschlungene Ornamente eingerahmt. Es macht neugierig auf den Inhalt, simuliert jedoch auch durch den Blick des Mädchens Sinnlichkeit, die einen falschen Eindruck erwecken könnte, was den Inhalt angeht. Das geheimnisvolle und mysteriöse, das das Cover zusätzlich austrahlt, passt jedoch zum Inhalt der Handlung.

Der Schreibstil von Anne Lück ist einfach und gradlining. Dadurch läßt sich eigentlich die Handlung einfach verfolgen und man kommt schnell in die Geschichte herein. Doch gibt es ein kleines Manko, das mir aufgefallen ist, und bei mir zu einem Punkteabzug gesorgt hat. Ob daran nun das Lektorat schuld ist, das kann ich nicht sagen, jedoch würde es dem Buch gut tun, wenn dies nocheinmal überprüft und korriegiert würde, denn es gibt wirklich mehrere Sätze an denen man einfach hängen bleibt, da sie irgendwie vom Satzbau und der Grammatik her einen im Lesefluss stocken lassen. Drei kleine Beispiele möchte hier zitieren:

Ich hatte ihr sofort angesehen, dass Tatsache, dass er weg war, sie ernsthaft verunsicherte.

Wie du ja weißt, ist sein erster Einsatz bald vorbei und für die nächsten Wochen hat er wieder Training haben.

»Sie wollen die Gefangenen hinzurichten.«

Dadurch klingt der Schreibstil leider unfertig und man wird aus dem Lesefluss herausgerissen, da man erst einmal überlegen muss, was jetzt wie gemeint ist. Dennoch macht es Spaß der Handlung zu folgen und Noés und Neros Abenteuer zu verfolgen. Azriel wirkt eher wie ein Nebencharakter in der Handlung, da der Fokus mehr auf Noé und Nero liegt. Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Nero oder Noé vorangetrieben, wodurch man als Leser Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelten der beiden Protagonisten bekommt und die beiden besser kennen lernt.

Die Handlung beschränkt sich auf den Ort in dem Noé lebt, und zwar heißt es das die Engel die ganze Welt gerettet haben, dennoch kommt einem diese dadurch sehr klein vor. Man erfährt nichts von anderen Orten auf der Welt, und was in diesen vor sich geht. Alleine in Noés Heimatort scheint sich alles zu ereignen, von der Ankunft der Engel, bis hin zu den Änderungen die der Magistrat einführt und die große Rede. Am Anfang zieht sich die Handlung ein wenig in die Länge, wirkt ein wenig langweilig und ohne Spannung und man wird regelrecht überfahren, wenn diese dann Fahrt aufnimmt und ein Ereignis das andere jagt. Viel zu shcnell schreiteten dann die Geschenisse voran und man stellt sich viele Fragen, die leider nicht alle beantwortet werden . Das Ende ist schließlich nicht so, wie man es erwartet hat und kommt viel zu schnell, zu dramatisch, was nicht zu den vorangegangenen Geschehnissen passt. Da dies der erste Teil ist, fehlt auch irgendwie ein Cliffhanger, der einen dazu veranlasst, dass man wissen möchte wie es weiter geht, was weiter passiert. Das Ende wirkt in sich abgeschlossen und läßt einen als Leser dennoch unzufrieden zurück mit vielen unbeantworteten Fragen.

"Endless Life - Der Weg des Unsterblichen" ist eine fantasiereiche und interessante Jugendlektüre in der nicht alles schwarz und weiß ist, die jedoch sehr viel Luft nach oben bietet. Somit bleibt zu hoffen, das der zweite Band die vielen offenen Fragen beantwortet und die angedeutete Dreiecksbeziehung vielleicht ein wenig mehr alle drei Charaktere in den Fokus bringt. Ein gelungenes, aber ausbaufähiges Debüt mit einigen Schwächen.

Der letzte Satz

Ich lächelte bei dem Gedanken und versprach mir in diesem Moment, dass ich in ihr für immer die Sonne scheinen lassen würde.

Vielen Dank an Anne Lück für das Rezensionsexemplar im Rahmen der Leserunde.

Meine Bewertung:

 

Sonntag, 27. Juli 2014

*Rezension* Entspannen im Alltag

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Buchtitel: Entspannen im Alltag
Autor(in): Madame Missou
Verlag: Madame Missou eBooks & Ratgeber
Genre: Sachbuch
Sprache: Deutsch
ASIN: B00IIMJA44
ISBN: 978-1497518308
ISBN: 149751830X
Seitenzahl: 34 (Taschenbuch), 34 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße: 1705 kb

 

Über den Autor:

Madame Missou - 1960 in Bamako (Mali) als Tochter des französischen Botschafters und einer argentinischen Botanikerin geboren - hat Kultur und Kunstgeschichte an der Université Paris-Sorbonne studiert. Im Alter von 25 Jahren zog es Sie in die neue Welt. In New York eröffnete Sie die Galerie "Madame Missou`s Best World Arts" und spielte in diversen Musicals Haupt- und Nebenrollen. Anfang der 90er Jahre verkaufte Sie ihre Galerie und verlagerte ihren Lebensmittelpunkt nach Europa. Zunächst lebte sie für einige Jahre in Lissabon, Kopenhagen, Moskau und London bis sie sich 1999 entschied dauerhaft nach Berlin zu ziehen. Hier lebt Sie mit Ihrer Familie seit nunmehr fast 15 Jahren glücklich in Ruhe und führt ein erfolgreiches Leben als Schriftstellerin, Lebenstrainerin, Beraterin und Künstlerin.

Madame Missou ist Mutter, Tochter, Schwester, Ehefrau, Freundin, Schriftstellerin, Künstlerin, Lebenstrainerin und nicht zuletzt auch einfach nur Frau. In all diesen Rollen bewegt sie sich seit nunmehr über 50 Jahren, mal mehr und mal weniger sicher, aber immer voller Leidenschaft, Schritt für Schritt vorwärts.

Viel hat sie erlebt in einem halben Jahrhundert, nicht immer nur Schönes. Aber eins hat sie dabei nie verlernt: Die kindliche Neugierde und die Bereitschaft zu lernen und zu wachsen. Erfahrung ist die Währung, in der Madame Missou rechnet. Und das hat ihr bis heute gut getan.

Ein kleines Häppchen von ihrem Erfahrungsschatz möchte die Autorin in Rahmen Ihrer Ratgeberreihe "Madame Missou Kompakt - Wissen in 45 Minuten" an die interessierte Damenwelt weitergeben. Dabei geht es nicht um dröge Wissensvermittlung und es wird auch kein Anspruch auf Perfektion gelegt. Vielmehr möchte Madame Missou beleuchten, erleichtern, vorbeugen, stärken, absichern, verdichten und nicht zuletzt auch mit einer großen Portion Humor und Spaß an der Sache, gut verdauliches Wissen vermitteln. Es dreht sich bei ihr nicht um die Börse, nicht um Politik, nicht um Fußball und auch nicht um Autos - nein, die wirklich wichtigen und großen Dinge des Lebens stehen im Mittelpunkt: Liebe, Familie, Sexualität, Persönlichkeit, Gesundheit, Schönheit, Körper & Co. In den bisher erschienenen Miniratgebern geht es um Kleiderschrankexplosionen, Ananasmythen, Zitronensafthaare, Aphrodisiaka, Einkaufsfallen, Liebeskummer, Voodoopuppen, Wegwerfwindeln, Pferdeschwänze, Flirttipps, Traummänner, und, und, und...

Es sind bereits zahlreiche Bestseller-Ratgeber von ihr, vornehmlich zu typischen Frauenthemen, erschienen.

Wenn Sie mehr von Madame Missou wissen wollen, informieren Sie sich doch z.B. auch auf der Website http://www.madamemissou.de/ oder auf Facebook: www.facebook.com/MadameMissou

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Entspannungstechniken tragen dazu bei, den Stress des Alltags hinter sich zu lassen und in anstrengenden Situationen ein wenig zur Ruhe zu kommen. Neben den Klassikern - einem ausführlichen autogenen Training und der Langform der Progressiven Muskelrelaxation - kommen dafür vor allem kurze Varianten der beiden Verfahren zum Einsatz. Die hier vorgestellten Entspannungsübungen können etwa auf mehrere Körperbereiche gleichzeitig angewendet oder auf die Arme und Beine beschränkt werden. So lassen sich die Übungen leicht in einer Pause zwischendurch umsetzen. Wie einfach dies funktioniert, wird "Entspannungs-Anfängern" in diesem kleinen, einführenden Ratgeber anschaulich und liebevoll erklärt.

Zusätzlich verrät Madame Missou einige kleine Entspannungs-Tricks, die ohne viel Aufwand jederzeit eine angenehme Ruhepause in den Alltag bringen können. Profitieren Sie von der ausgleichenden Wirkung der Übungen. So tanken Sie Kraft für Ihr Leben, für die Aufgaben, die vor Ihnen liegen und die Herausforderungen, die jeden Tags aufs Neue bewältigt werden wollen. Einfach und mit der nötigen Prise Humor & Leichtigkeit erklärt!

(Quelle: Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

Das Leben hält mitunter zahlreiche Belastungen bereit und manchen können wir nicht einfach aus dem Weg gehen.

In diesem kleinen eBook geht es um Stress und wie man versuchen kann im Alltag Entspannung zu finden, doch in nur 45 Minuten ein umfangreiches Thema wie Entspannung zusammen zu fassen und verschiedene Methoden vorzustellen ist nicht einfach. Was ist Stress überhaupt und welche Methoden gibt es, damit man sich entspannen kann, im Büro, zu Hause, oder einfach nur wenn man im Bus sitzt. Darum geht es in diesem kleine eBook. Doch ist Stress eigentlich immer gleich? Und kann er auch dazu früheren, dass man nicht mehr arbeitsfähig ist? Wieso bekommen wir eigentlich diese Symptome und welche Auswirkungen haben sie auf unseren Köper? All diese Fragen werden in dem kleinen eBook beantwortet.

Das eBook ist in 7 Kapitel unterteilt, in denen man eine Einführung zum Thema Stress und den jeweiligen Entspannungsmethoden erfährt. Besonders die Einleitung über den Stress und seinen möglichen Auswirkungen fand ich interessant zu lesen, beachtet man doch manchmal im Alltag die Symptome nicht wirklich. Der Stress und unsere moderne Gesellschaft passen einfach nicht wirklich zusammen, ist es doch ein Relikt aus der Steinzeit, das uns davor schützen sollte von einem Säbelzahntiger gefressen zu werden, oder von einem Mammut niedergetrampelt zu werden. Bei den beschriebenen Methoden sind alle bekannten angerissen, wie Autogenes Training, Entspannungshypnose oder Entspannungshypnose um einige zu nennen. Doch ist dieses Buch kein Ersatz für ein ausführliches und informatives Buch über das Thema oder eine der Methoden. Man muss sich bewusst sein, dass bei einer Lesezeit von 45 Minuten kein umfangreicher Tiefgang zu den einzelnen Themen möglich ist, auch wenn man zu jeder Methode den Ursprung und die Geschichte erfährt, sowie eine kleine, minimalistische Anleitung wie man sie anwenden kann.

Auf dem Cover ist eine junge Frau zu sehen, die im Gras liegt und entspannt lächelt. So entspannt möchte man sein, nach der Arbeit und im Alltag. Dazu der grün gehaltene, schöne Farbton des Covers, der zum Motiv passt. Ein einfach gehaltenes aber zum Thema passendes Cover und das Betrachten des Motivs entspannt auch schon ein wenig und läßt die Gedanken schweifen.

Der Schreibstil von Madame Missou ist humorvoll, locker und flüssig. Es fällt einem leicht beim Lesen des Ratgebers den Anweisungen zu folgen und auch die Ursachen zu verstehen. Ohne große wissenschaftliche Tiefgänge und Begriffe werden einem die Dinge erläutert und verständlich gemacht. Man bekommt Lust die Methoden in Ruhe einmal zu testen und auszuprobieren. Genauso wird man sich selbst bewusster, was man ändern könnte, damit es gar nicht erst zu Stress kommt.

Das eBook ist schnell gelesen und auch die Methoden sind verständlich beschrieben. Doch ist es eher als eine Art Einführung in das Thema Stress und Entspannung zu sehen, als ein umfangreiche Anleitung. Wenn man tiefergehendes Wissen über das Thema wünscht, so sollte man schon zu einem dickeren Wälzer greifen und nicht zu dieser kleinen Lektüre für Zwischendurch. Es läßt sich gut Zwischendurch in der Pause, im Bus, oder auf dem Balkon lesen und man bekommt einen kleinen Einblick in das Thema. Zudem wird man dazu angeregt über sein Leben nachzudenken und darüber, was man machen kann, damit man gar nicht erst in Stress gerät. Als Übersicht, Einstieg und Zusammenfassung in die Methoden der Entspannungstechniken ist es durchaus gelungen, doch hätte ich mir teilweise ein wenig mehr Information gewünscht. Doch würde das sicher die vorgegebene Lesezeit von 45 Minuten sprengen.

Der letzte Satz

Ich wünsche Ihnen nun einen etwas entspannteren Alltag, Ihre Madame Missou

 

Meine Bewertung:

 

 

 

Samstag, 12. Juli 2014

*Rezension* Wanderer durch die Zeiten

2 Kommentare bisher

Buchtitel: Wanderer durch die Zeiten
Autor(in): Anja Buchmann
Verlag: neobooks Self-Publishing
Genre: Fantasy
Sprache: Deutsch
ASIN: B00JYOP7DS
Seitenzahl: 254 (abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße: 347 kb

 

Über den Autor:

Leider keine Informationen gefunden, auch keine Kurz-Vita auf ihrer Seite anjabuchmann.blog.de.

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Die Bruderschaft aller Zeitenwanderer sieht sich erstmals mit einer weiblichen Zeitreisenden konfrontiert, der Studentin Marie, die im Berlin der Gegenwart lebt.

Viel Zeit bleibt ihr nicht, sich mit ihrer Gabe vertraut zu machen, denn schon findet sie sich in einem Kampf um die Zukunft der Welt wieder. Welche Opfer ist sie bereit, für die Menschheit zu bringen?

(Quelle: Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

„Gideon, komm essen."

Zuerst, mir viel es etwas schwer, diese Rezension zu schreiben, da ich bei diesem Buch zwiegespalten war. Doch dazu dann innerhalb der Rezension mehr.

Marie ist eines Nachmittags im Park unterwegs, möchte sich sich ein wenig erholen, schon seit einiger Zeit plagen sie Träume, die zu realistisch sind, um normale Träume zu sein. Sie möchte sich auf ihrer Decke nur ein wenig ausruhen, und schließt die Augen. So ist es für sie ein ziemlicher Schock, als sie ihre Augen wieder öffnet und ein junger Mann neben sich entdeckt, der ihr erzählt, er wäre Mitglied einer Bruderschaft von Zeitwanderern und Marie besäße auch diese Fähigkeiten. Er sei nun hier um sie zu rekrutieren und zu unterrichten. Seine Bruderschaft sieht sich das erste Mal in ihrer jahrhundertelangen Geschichte mit einer weiblichen Zeitwanderin konfrontiert. Hat sie zudem etwas mit den geheimnisvollen Vorgängen zu tun, als der Zeitenwanderer, der sie unterrichten soll, den Kontakt zur Bruderschaft verliert und diese auf einmal eingesperrt sind im Raum der Nichtzeit? Wie wird sich dies auf sie Vergangenheit und die Zukunft auswirken? Wird die Welt sich verändern? Und wer ist der fremde, andere Zeitenwanderer, der die Vergangenheit zu verändern versucht?

Marie in unserer Gegenwart in Berlin und kellnert dort in einem Café. Sie wird von Träumen geplagt, die ihr real erscheinen. Sie hat sich langsam an diese Alpträume gewöhnt, die sie zwar nicht ständig, aber dennoch regelmäßig heimsuchen. Sie ist eigentlich eine normale, junge Frau, bis zu dem Tag, an dem James bei ihr auftaucht und ihr erklärt, sie wäre eine Zeitwanderin.

James lebt schon sehr lange, auch wenn er äußerlich ein junger Mann ist. Er stammte aus einer anderen Zeit als Marie und ist vor ihr der jüngste Zeitreisende. Er wurde vom Oberhaupt der Bruderschaft, Alexander, in London gefunden und ausgebildet. Das biologische, äußerliche Alter ist nicht sein wahres Alter, da er als Zeitwanderer anders altert, als normale Menschen. Über Marie, und damit die erste weibliche Zeitwanderin, ist er mehr als nur erstaunt, aber schnell möchte er sie beschützen und immer wieder vermutet man als Leser, das er mehr für sie empfindet, als nur ihr Lehrer zu sein.

Gideon ist der dritte Zeitwanderer, der sich frei bewegt, nachdem alle anderen im Raum der Nichtzeit eingesperrt sind. Er hat seine eigenen Beweggründe um Ereignisse in der Vergangenheit zu verändern. Doch welche Konsequenzen er damit in der Gegenwart auslöst, scheint er ganz genau zu wissen. Marie und James kommen ihm langsam aber sicher auf die Spur, und auch seinen Beweggründen. Man kann sagen, er ist der Bösewicht, auch wenn er es anders sieht.

Die Charakter haben zwar alle ihre Eigenschaften, an denen sie klar unterscheiden werden können, dennoch fehlt es ihnen noch an Tiefe. So wirken die Nebencharakter etwas oberflächlich und lieblos ausgearbeitet, und auch bei den Protagonisten fehlt noch das ein oder andere, damit sich der Leser mit ihnen identifizieren kann, um mit ihnen mitzufühlen, mitzuleiden und mitzufiebern.

Das Cover wirkt klar und einfach, man sieht den unterenTeil einer Sanduhr im Hintergrund, aus deren Sand eine Wüste mit Dünen entsteht. Auf den Sanddünen des Sandes ist die kleine Silhouette eines Menschen zu sehen, der in Richtung der Sanduhr wandert. Der Titel und Autorenname sind gut lesbar auf einem dunkleren Bereich der Sanddünen zu sehen. Wirklich mit dem Inhalt läßt sich das Cover nicht identifizieren, wenn man nicht die Sanduhr als solche erkennt, sondern erst nur die Wüste sieht und die kleine menschliche Silhouette. Ein wenig mehr Symbolik wäre hier ratsam gewesen, um das Auge des Betrachters auf sich zu ziehen und neugierig auf den Inhalt zu machen.

Der Schreibstil ist anfangs gewöhnungsbedürftig, doch zum Charakter James eher passend als zur Protagonistin Marie. Bei James läßt sich die gestelzte und überlegte Wortwahl eher erklären, da er ja aus einer anderen, längst vergangenen Zeit stammt, jedoch nicht bei Marie. Hier wäre ein modernere, lockerer Sprachstil die bessere Wahl gewesen. Man kommt aber nach einer Weile dann doch gut rein in das Buch, und könnte es auch flüssig lesen, wären da nicht immer wieder diese Rechtschreib- oder Grammatikfehler die den Lesefluss unterbrechen. Als Leser gerät man so immer wieder ins Stocken, da man erst überlegen muss, wie dieser eine Satz gemeint ist. Zudem ist es kompliziert den vielen Theorien und Erklärungen über die Zeitreisen zu folgen und diese zu verstehen. Es mag nicht schlecht sein, wenn einem als Leser von der Autorin ihre Version des Zeitreisens erklärt wird, aber ohne die langatmigen Erklärungen und mit etwas mehr Spannung würde es mehr Spaß machen beim Lesen. Man kommt sich eher vor, als wenn man ein Sachbuch liest, als einen Roman, da die Würze etwas fehlt. Immer wenn Spannung aufgebaut wird, und man weiter lesen will, folgt eine lange Erklärung über das Zeitreisen, die den Spannungsbogen wieder nach unten zieht. Zum Ende hin ändert sich dies dann und dann, macht es einem als Leser wirklich Spaß, das Buch zu Ende zu lesen.

Die Ideen, Charaktere und Umsetzung sind wirklich gelungen, doch es fehlen noch die Spannung, kleinen Details, wie Beschreibungen der Personen, der Umwelt und einigem anderen, damit es den Leser richtig hineinzieht in die Welt der Zeitenwanderer. Genügend Potenzial währe vorhanden um daraus einen fesselnden Roman zu machen, und auch die etwas störenden Rechtschreibfehler zu entfernen, die hier leider wirklich auffällig sind. Normalerweise überlese ich so etwas ja immer beim Lesen, wenn ich von dem Buch gefesselt bin, doch hier sind sie mir aufgefallen. Die Handlung endet mit einem Cliffhanger und ist nicht völlig abgeschlossen, so dass die Vermutung nahe liegt, das es mit Maries Geschichte noch nicht zu Ende ist und es eventuell einen zweiten oder weitere Bände geben wird. Eigentlich ist "Wanderer durch die Zeiten" ein Fantasy Buch mit viel Potenzial, das mit guten Ideen punktet jedoch fehlt noch das gewisse Etwas, das es zu einem wahren Lesegenuss macht.

Der letzte Satz

Und wenn es den Rest seines Lebens in Anspruch nähme.

Vielen Dank an Anja Buchmann für das Rezensionsexemplar

 

Meine Bewertung:

 

 

Freitag, 27. Juni 2014

*Rezension* Brilliantherz

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Buchtitel: Brillantherz
Autor(in): Lee Ann Schoenfeldt
Verlag: Lee Ann Schoenfeldt
Genre: Liebesroman, Drama, Chick-Lit, Erotik
Sprache: Deutsch
ASIN: B00GHXJY92
Seitenzahl: 427 (abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße: 688 kb

Über den Autor:
Lee Ann Schoenfeldt, Jahrgang 1970, lebt in der Nähe von Frankfurt am Main.
Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre arbeitete sie in diversen beruflichen Stationen, bis ihr Traum, einen Roman zu schreiben, überhandnahm.
Im Rahmen eines anstehenden Jobwechsels gönnte sie sich schließlich eine Auszeit, um ihr Erstlingswerk "Brillantherz" zu verfassen, einen sinnlichen Liebesroman, der sowohl die Freunde klassischer Liebesromane als auch die Anhänger fantasievoller Erotik anspricht.
Lee Ann ist Anhängerin eines selbstbestimmten Lebens, pfeift auf Konventionen und geht mutig ihren eigenen Weg.
Mehr finden Sie sie unter:
www.leeschoenfeldt.de
https://www.facebook.com/leeann.schoenfeldt?fref=ts
https://plus.google.com/112255889489932364703/about
Kurzbeschreibung/Klappentext:

Der Schock sitzt tief. Gerade noch die große Liebe vor Augen, stürzt Charlotte Jung, sinnlich-erotische Fernsehmoderatorin mit männermordenden Rundungen, seelisch in den Abgrund. Claas Möller, ihr mächtiger Liebhaber, lässt sie gnadenlos fallen.
Und dann das! Ausgerechnet Frederick von Arnstein, Frauenheld und Tierklinikbesitzer, befördert ihren Hund ins Jenseits und verfällt im gleichen Atemzug ihren Reizen. Im Liebestaumel forciert er ihren Einzug in seine Villa. Ist er der starke Mann, den sie seit dem Tod ihres Vaters sucht?
In Ängste und Vorurteile verstrickt führt Charlotte ihr neues Leben auf eigene Art: mit Oberflächlichkeit und ungezügelter Liebeslust.
Doch dann gerät ihr Leben endgültig aus den Fugen. Das Brillantherz, das Frederick ihr zum 33. Geburtstag schenkt, löst nie gekannte Gefühle aus. Gefühle, die nicht mehr zu kontrollieren sind. Charlotte gerät in einen bizarren Strudel aus Sexfantasien, neuen Lebenserfahrungen und dem Entdecken der wahren Liebe.
(Quelle: Amazon)
Kann hier gekauft werden:
Meine Meinung:
Der erste Satz
Claas Möller sah ungefähr so aus wie Daniel Craig.
Charlotte Jung hat Liebeskummer, ihr wurde das Herz gebrochen, als sie dem Mann, den sie dachte zu lieben, ihre Gefühle gesteht. Dabei schein alles wie in einem Märchen, ihre Karriere als Fernsehmoderatorin hatte den Weg nach oben genommen, die Affäre mit dem Banker Class Möller schien einfach nur traumhaft. Doch als sie den Fehler begeht und ihm ihre Liebe gesteht, ist es aus mit der Beziehung und auch die nächste Katastrophe lässt nicht lange auf sich warten. Kaum hat sie ihr gebrochenes Herz ein wenig gekittet und sich mit ihrem Leben arrangiert, da frisst ihr Cockerspaniel Wilhelm Rattengift. Der Tierarzt kann ich nicht mehr retten und sieht nur noch den Ausweg ihn einzuschläfern. Dies passiert, ohne das Charlotte dazu ihr Einverständnis gibt, ist sie doch mitten in der Tierklinik in Ohnmacht gefallen. Erst beim Aufwachen lernt sie den Tierarzt Dr. Frederick von Arnstein kennen, der für sie nun ein Hundemörder ist. Charlotte ist sauer, und wütend, dass ihr geliebter Wilhelm vom Tierarzt eingeschläfert wurde. Dieser ist von ihr jedoch angetan und regelrecht verzückt. Als sie ihn einfach stehen lässt nimmt er sich vor, diese temperamentvolle Frau näher kennen zu lernen. Wird Charlotte mit ihm ausgehen, und was ist mit seiner Vorgeschichte? Ist Clas Möller zudem eine Gefahr für Charlottes Karriere und Liebesleben? Für welchen der Männer wird Charlotte sich entscheiden?
Charlotte jung, ist Blond, Fernsehmoderatorin eines Boulevard Magazins über die Schönen und Reichen. Sie wirkt wie eine typische Blondine, oberflächlich, naiv und man möchte sie manchmal packen und schütteln, damit sie vielleicht aufwacht und mitbekommt, was um sie herum wirklich passiert. So merkt sie nicht, wie sie sich den Neid ihrer Kolleginnen zu zieht, ihren Job in Gefahr bringt und auch als es schon längst zu spät ist, versteht sie dies alles überhaupt nicht.
Der Traum aller Frauen ist Dr. Frederick von Arnstein, Tierarzt und Besitzer seiner eigenen Tierklink. Zahlreiche Liebschaften werden ihm angedichtet, und ob dies die Wahrheit ist und er ein frauenverschlingender Gentleman ist, findet Charlotte nach und nach heraus.
Class Möller, der einflussreiche Bankier und Bösewicht der Handlung lässt Charlotte fallen, als sie ihm ihre Liebe gesteht. Für ihn war es nichts anders, als eine Affäre bei der er Spaß hatte. Macht zu haben und sie einzusetzen, ist für ihn wichtig, so scheut er vor nichts zurück, um seine Gegner und Rivalen aus dem Feld zu räumen.
Die Charaktere sind alle typisch und klischeehaft für ihre jeweiligen Rollen, was jedoch nicht negativ ist bei diesem Genre. Dadurch ist es einfach, der Handlung zu folgen und auch ein wenig vorauszuahnen, was passieren könnte. Frederick schleicht sich langsam aber sicher immer weiter in das Herz des Lesers, da er sich nur aller erdenklichen Mühen gibt um Charlotte für sich zu gewinnen und zu halten. Sie hingegen würde man am liebsten teilweise wegen ihrer Naivität und Klischeehaftigkeit des Blondchens gerne einfach nur am Kragen packen und die Augen öffnen. Es ist schade, dass sie keine Tiefe beweist und auch keine große Charakter Entwicklung durch macht. Man fragt sich, ob es wirklich nötig ist, dass ihr Geld so wichtig im Leben ist, und auch die Karriere beim Sender. Leider entwickelt sie sich nicht während der Handlung zu einer starken Frau, die es selber in die Hand nimmt und zu sich und ihren Gefühlen steht.
Auf dem Cover ist eine halbnackte Frau abgebildet, die eine Kette mit einem Herz-Anhänger trägt, dieser Anhänger spielt in der Handlung des Buches eine wichtige Rolle. Ist er doch ein Zeichen der Liebe, dass auch Neid und Missgunst auslöst. Die Farben des Hintergrundes sind in Beigetönen gehalten und das Cover wirkt schlicht. Der Titel und Autorenname gehen ein wenig unter und sind etwas schlecht lesbar, dadurch, dass sie genau an der Stelle sitzen, wo das Cover dunklere Farben hat.
Der Schreibstil der Autorin ist witzig, spritzig und bildhaft. Wie viel Spaß und Herzblut sie beim Ausarbeiten und schreiben der Handlung hatte, merkt man immer wieder in dem einfließenden Humor. Jedoch dauert es manchmal ein wenig lange, bis sich die Handlung weiter entwickelt und etwas passiert. Und auch die erotischen Fantasien Charlottes, die teilweise wirklich Geschmackssache sind und sicher nicht jedem zusagen werden. Die Handlung wird aus der dritten Person erzählt und zieht sich über 45 Kapitel, die eine angenehme Länge haben.
Mit einigen Schwächen und einer etwas oberflächlichen Handlung macht es dennoch Spaß zu Lesen. Man auch etwas vom stressigen Alltag abschalten kann und einfach gut unterhalten wird, wenn man keine allzu große Tiefe erwartet. Teilweise zieht sich die Handlung wirklich in die Länge, doch man wird dann wieder für das durchhalten belohnt. Entspannender Lesespaß mit leichten Schwächen und einem wahren Traummann.
Der letzte Satz
Dann stolzierte er an ihr vorbei.
Vielen Dank an die Autorin Lee Ann Schoenfeldt für das Rezensionsexemplar als eBook.

Meine Bewertung:


Dienstag, 18. Februar 2014

*Rezension* Risswald

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Buchtitel:Risswald
Autor(in):Wolfgang Gösweiner
Verlag:Sieben-Verlag
Genre:Krimi, Regional-Krimi
Sprache:Deutsch
ASIN:Text
ISBN:978-3864432903
ISBN:3864432901
Seitenzahl:236 (Taschenbuch), 236 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße:996 kb

 

Über den Autor:

Wolfgang Gösweiner wurde 1978 in Schwaz in Tirol geboren und lebt heute als freiberuflicher Texter und Übersetzer in Innsbruck. Seiner Faszination für das „Böse“ frönte er bereits als Kind, als er statt der Schulsportstunden einschlägige Klassiker wie den „Mord im Orientexpress“ verschlang. Im Rahmen seines Studiums der Vergleichenden Literaturwissenschaften widmete er sich in seiner Diplomarbeit dem Thema des modernen frankophonen Spannungsromans.

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Der Privatdetektiv Gerhard Gruber wird wegen eines Unruhestifters ins idyllische Bergdorf Risswald gerufen. Was sich zunächst als Provinzposse darstellt, wird bitterer Ernst, als der vermeintliche Unruhestifter Josef Wurzer brutal ermordet wird. Im Zuge seiner Ermittlungen stößt Gruber auf mehr als ein dunkles Geheimnis und muss bald schon selbst um sein Leben bangen.

(Quelle: Sieben-Verlag)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

„Niederträchtig!“, sagte der Risswalder Touristiker Walter Schneider.

Gerhard Gruber und sein Kollege und Kumpel Manni nehmen einen harmlos klingenden Fall an. Ihn ihre Detektei erfahren sei, dass irgendjemand im kleinen Bergdorf Risswald Touristen mit Steinen bewirft. Sie sollen den Unruhestifter überführen und dingfest machen, damit das geplante neue Skigebiet dem Tourismus des Bergdorfes auf die Sprünge helfen kann und nicht auf Eis gelegt wird. Für die beiden Privatdetektive klingt dass nach einem einfachen und ruhigen Fall, der schnell erledigt sein wird. Doch aus der Steinewerfereiwird bald bitterer Ernst und sie stolpern über den ersten Mordfall und Toten. Dass mehr hinter der ganzen Sache steckt und ein dunkles Geheimnis in Risswaldlauert finden die beiden erst nach und nach heraus. Dass sie dabei in Lebensgefahr geraten und ihnen immer weitere Steine in den Weg gelegt werden, macht Gerhard Gruber erst recht neugierig auf die Hintergründe die in Risswald lauern.

Gerhard Gruber ist Privatdetektiv und hat seine Detektei in Innsbruck. Durch seine Zeit auf der Polizeiakademie hat er noch immer gute Kontakte zur Polizei, auch wenn diese nicht wirklich sehr erfreut sind, wenn er sich in deren Fälle einmischt. Sein Kontaktmann und alter WG-Kollege dort möchte ihn aus den Mordfällen heraushalten, doch Gerhard wird immer neugieriger und möchte hinter alles kommen. Er ist ein Detektiv, der sich nicht dadurch abschrecken lässt, dass er beinahe um gebracht wurde, sondern jetzt erst Recht den Spuren nach geht und den Täter zur Strecke bringen will. So schreckt er auch nicht davor zurück, zusammen mit seinem Kumpel Manni in Wohnungen einzubrechen, um Beweise zu finden. Seine Beziehung zu seiner Freundin Julia ist er auch bereit aufs Spiel zu setzten, da sie so gar nicht mit seinem gefährlichen Beruf und den Ermittlungen einverstanden ist.

Manni ist ein kräftig gebauter Mann und wirkt etwas wie der Mann für das Grobe auf den ersten Blick. Doch hat er auch sehr wohl noch andere Fähigkeiten als seine Kampfkünste und seine Stärke, die sein Freund und Partner Gerhard zu schätzen weiß. Selbst wenn er manchmal nicht wirklich begeistert davon ist, den gefährlichen Morden nachzugehen, steht er hinter Gerhard und hilft ihm.

Auf dem Cover sieht man einen gold-gerahmten Hirschkopf, mit einem Tiroler Hut auf dem Geweih. Dazu am linken Rand eine blau-weiß gemusterten Streifen, der vor den alten Holzpaneelen ist wo der Hirschkopf und der goldenen Prunk-Rahmen befestigt sind. Der Hirschkopf ist eine Anspielung auf das Bergdorf Risswald und auch den dortigen Jäger, ist meine Vermutung. Wobei auch der Hut auf dem Geweih des Hirsches sehr passend ist. Das Cover passt sehr gut zu einem Alpen-Regional-Krimi, da man es durch seine typische Symbolik leicht in Verbindung mit der Region bringt.

Der Schreibstil ist witzig und spannend, humorvoll, aber auch irgendwie ein wenig flapsig. Die kurzen Kapitel springen in den Orten und Handlungen, so dass man sich als Leser ein wenig konzentrieren muss, um der Storyline zu folgen. Die beiden Hauptprotagonisten sind einem schnell sympathisch, doch es dauert lange, bis endlich ein gewisser Spannungsbogenaufgebaut ist und man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte, um die Zusammenhänge, die Geheimnisse und vor allem auch den Mörder zu finden. Dies geschieht erst im letzten Drittel der Handlung, doch dann weiß sie zu fesseln. Zuvor werden die unterschiedlichsten Charaktere und Orte eingeführt, die alle etwas mit den Geschehnissen in dem kleinen Bergdorf zu tun haben. Erst in dem Moment als die beiden Detektive in Lebensgefahr geraten spitzt sich endlich alles zu. Zuvor ist hauptsächlich alles ein wenig mit Humor zu lesen, dann übersteht man den Anfang und kann sich endlich dem eigentlichen spannendem Krimi widmen. Die Erzählperspektiven wechseln immer wieder, was verwirrend sein kann, so werden Grubers Szenen aus seiner Perspektive, der Ich-Perspektive erzählt. Dann jedoch wird zeitweise in die Dritte Person gewechselt, wenn es um andere Charaktere geht. Dadurch entsteht Unruhe und Verwirrung, durch die vielen Namen, Orte und Perspektiven. Spannender währe es gewesen, wenn man als Leser alleine Gerhard Grubers Weg und seine Ermittlungen verfolgt hätte, ohne immer zu anderen Personen zu springen.

Wer es schafft, sich durch die ersten zwei Drittel zu lesen und nicht aufgibt, wird mit einem zum Ende hin spannendem Kriminalfall belohnt, der auch interessante Wendungen bereithält. Die Grundideen sind wirklich großartig, nur ein wenig mehr Spannung schon im ersten Drittel des Krimis und ein sich stetig aufbauender Spannungsbogen hätten diesen gut getan. Ebenso weniger Perspektivenwechsel und man könnten der Handlung leicht folgen. Wer sich dennoch ran traut findet einen Regional-Krimi mit viel Humor und ein wenig Spannung am Ende.

Der letzte Satz

Wir ergingen uns in Diskussionen über Kochrezepte, Kinostars und königliche Intrigen, und wenn wir keine Worte mehr fanden, saßen wir einfach nur da und lauschten dem Wind, der im Laub raschelte, während in unserem Rücken die Herbstsonne hinter den Bergkuppen verschwand und die Bäume um uns in glühende Farben tauchte.

 

Meine Bewertung:

 

Freitag, 31. Januar 2014

*Rezension* Drache und Phönix: Goldene Federn

Schreibe den ersten Kommentar!
Buchtitel:Drache und Phönix: Goldene Federn
Autor(in):Angelika Monkberg
Verlag:Dotbooks
Genre:Fantasy
Sprache:Deutsch
ASIN:B00EVT22FC
ISBN:978-3-95520-392-4
Seitenzahl:156 (abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße:759 kb

 

Über den Autor:

Angelika Monkberg, geboren 1955, lebt in Franken. Sie arbeitet im öffentlichen Dienst. Daneben schreibt sie Kurzgeschichten und Romane – wenn sie nicht zeichnet oder malt. In beiden Bereichen gilt ihr Interesse vor allem dem Phantastischen.

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Eine große Liebe.

Eine gefährliche Reise.

Das Abenteuer beginnt.

Venedig im 18. Jahrhundert. Jan Stolnik führt ein rastloses Leben. Niemand ahnt, welches Geheimnis er hütet: Jan ist ein Drache, gefangen im Körper eines Menschen – dazu verdammt, ewig zu leben, ohne jemals seine Flügel entfalten zu können. Der Besuch der Lagunenstadt soll ihn für einige Zeit von seinem Schicksal ablenken. In den engen Gassen und prachtvollen Palazzi hört er immer wieder einen Namen: La Fiametta. Schon nach ihrer ersten Begegnung weiß Jan, dass die Sängerin mit der verführerischen Stimme und dem kapriziösen Wesen keine gewöhnliche Sterbliche ist. Er verliebt sich unsterblich in das schillernde Geschöpf – und erkennt rasch, dass Gefühle zum Fluch werden können …

Der erste Band der historischen Fantasy-Saga, die Jahrhunderte überspannt und an die schönsten Orte der Welt entführt: spannend, berührend, faszinierend.

Die historische Fantasy-Saga DRACHE UND PHÖNIX umfasst folgende Bände:

  • Erster Roman: Goldene Federn
  • Zweiter Roman: Goldene Kuppeln
  • Dritter Roman: Goldene Spuren
  • Vierter Roman: Goldene Asche (erscheint April 2014)
  • Fünfter Roman: Goldene Jagd (erscheint Juni 2014)
  • Sechster Roman: Goldene Lichter (erscheint August 2014)
  • Siebter Roman: Goldene Ewigkeit (erscheint Oktober 2014)

(Quelle: Amazon und dotbboks)

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Meine Meinung:

Der erste Satz

Die feuchte Kälte drang ihnen allen durch Mark und Bein.

Jan Stolnik, Graf von Burgk und Freital, reist im Jahre 1774 getarnt als bediensteter von Kurprinz Anton von Sachsen nach Venedig. Dort trifft er auf die Sängerin La Fiametta, zuerst hört er nur ihren zauberhaften Gesang, doch später sieht er auch ihre Gestalt und ist völlig verzaubert von ihr. Einzig ein Gedanke beherrscht nun sein Tun, wie er ihr näher kommen kann, wie er zu besitzen kann. Doch wie er, hat auch La Fiametta ein Geheimnis, dass vieles ändert. Nach Außen hin wirken sei beide wie normale Menschen, jedoch mit ein paar außergewöhnlichen Fähigkeiten, oder einem etwas unnormalem Aussehen, jedoch sind sie beide keine gewöhnlichen Sterbliche.

Jan Stolnik ist nicht nur der Graf von Burg und Freital, er ist auch ein Bastard. Entstanden aus der Liason eines goldenen Drachen und einer Adeligen. Ein in einem menschlichen Körper gefangenes Halbwesen mit verkrüppelten Flügeln und dem Drang sein inneres Feuer zu beruhigen. Dies kann er nur durch den Liebesakt mit einer Frau oder dadurch, dass er sich selbst Schmerzen zufügt, durch Verbrennungen. Den Beichtvater seines Prinzen aufzuziehen macht ihn großen Spaß. Er ist kein typischer Adeliger, der sich von vorne und hinten bedienen lässt, oder hochmütig ist. Rücksichtsvoll und aufmerksam, aufrichtig und auch bodenständig sorgt er sich mehr um den Prinzen und dessen Wohlergehen, als um sein eigenes. Er ist ein sympathischer Charakter.

La Fiametta ist eine launische Person. Unberechenbar und rücksichtslos ist sie nur sehr schwer einzuschätzen. Sie ist das genaue Gegenteil von Jan. Sie fühlt sich stark zu Jan hingezogen, wie auch dieser zu ihr. Jedoch wirkt es, als wenn sie ihre Freiheit um keinen preis einbüßen möchte und auch niemandem vertraut und an sich ran lässt. Sie spielt eher mit ihm, und bringt ihn auch dazu ihr durch halb Venedig nach zu jagen. Wieso sie jedoch dann in einem Kloster eingesperrt wird und Jan sie da raus befreien muss, dazu fehlen einem als Leser die nötigen Informationen und es lässt einen stutzen.

Das Cover passt durch seine Goldtöne und dem alten Bauwerk im Hintergrund sehr schön zum Handlungsort der Storyline. Das verschlungene Drachen-und-Phönix-Logo zeigt den Machtkampf zwischen den beiden Charakteren.

Der flüssige Schreibstil und die geschichtlichen Hintergründe bieten einen interessanten Rahmen für eine Geschichte, der jedoch leider nicht wirklich ausgenutzt wird. Die Geschichte wird dabei aus Jans Sicht erzählt. Im Klappentext wird leidenschaftliche Liebe angepriesen, doch als Leser bekommt man eher einen Softporno zu lesen, in dem das Lieblingswort der Autorin "Schwanz" zu sein scheint. Es geht im Ganzen darum, wer von beiden die Oberhand hat, ob Jan oder La Fiametta gewinnt, im Leben oder im Liebesspiel. Liebe und Schmerz, dass braucht Jan, und La Fiametta braucht Liebe und Licht. Die Hintergründe sind gut recherchiert und die Ideen interessant. Spannung entsteht auch welche, jedoch stören dann die starken sexuellen Szenen den Lesefluss. Sie treiben die Handlung nicht wirklich voran und man bleibt mit vielen offenen Fragen zu den Charakteren auf der Strecke. Positiv ist der wunderbare und wundervolle altertümliche Sprachstil hervorzuheben, der gut zum historischen Setting passt

Ein zwar interessanter Auftakt zu einer Serie mit guten Ideen, doch leider bleibt die Handlung und die Spannung ein wenig auf der Strecke. Viele Fragen bleiben offen und nur bruchstückhaft kommt etwas zu Tage. Interessante Schauplätze, eine spannende Grundidee und Figuren, jedoch leider eine schlechte Umsetzung, die durch die langatmigen sexuellen Szenen die aufgebaute Spannung wieder hinwegfegt. Ob ich dem zweiten Teil eine Chance geben werde, das weiß ich noch nicht.

Der letzte Satz

Der Prinz wusste nichts mit den letzten Worten des alten Mönchs anzufangen, ebenso wenig wie Jan.

Vielen Dank an den Verlag dotbooks und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar.

 

Meine Bewertung: