Sonntag, 16. März 2014

*Rezension* Das Tattoo

Buchtitel:Das Tattoo
Autor(in):Manuela Inusa & Roberta Gregorio & Mia Bernauer & Nina C. Hasse & Arwyn Yale
Verlag:Text
Genre:Anthologie, Gegenwartsliteratur, Fantasy, Krimi
Sprache:Deutsch
ASIN:B00IGHBBZ2
Seitenzahl:164 (abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße:1191 kb

 

Über den Autor:

Manuela Inusa

Manuela Inusa hat nach Kurzgeschichten in mehreren Anthologien und einem Kinderbuch 2012 ihren ersten Jugendroman "Scheißleben!" veröffentlicht.

Seit 2012 schreibt sie exklusiv für Amazon eBooks, sowohl unter ihrem richtigen Namen wie auch unter Pseudonym.

Sie ist gelernte Fremdsprachenkorrespondentin und lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in Hamburg. Zu ihren Hobbys gehören Lesen und Reisen.

Roberta Gregorio

Leider keine Informationen gefunden

Mia Bernauer

Leider keine Informationen gefunden

Nina C. Hasse

Nina C. Hasse wurde 1986 in Paderborn geboren. Nach dem Abitur am Mädchengymnaisum St. Michael studierte sie in Münster Germanistik und Religionswissenschaft.

Die Liebe zur Literatur entdeckte sie durch das Buch "Der geheime Garten" von Frances Hodgson Burnett.

Seit 2011 absolviert Nina C. Hasse einen Lehrgang in Belletristik und Kinder- und Jugendliteratur an der Schule des Schreibens der Hamburger Akademie.

Momentan arbeitet die Nachwuchsautorin an ihrem ersten Roman, einem Steampunk-Thriller.

Sie freut sich über Besuche ihres Blogs unter http://ninahasse.wordpress.com.

Arwyn Yale

Arwyn Yale wohnt in der Nähe von Hamburg. Sie hat ein Faible für britische Krimis, in Buch- wie auch in Filmform, alte schwarz-weiß Filme und hört beim Kochen am liebsten Ella Fitzgerald.

Sie studierte Soziologie und Wirtschaftswissenschaften und lebt in der Nähe von Hamburg.

Zur Zeit arbeitet sie an einem Thriller.

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Fünf Autorinnen schlieβen sich zusammen, um über eine gemeinsame Leidenschaft zu schreiben: Tattoos!

Von witzigen Begebenheiten, phantastischen Elementen bis hin zur verlorenen Liebe und mysteriösen, ungeklärten Fällen umfasst die Tattoo-Anthologie mehrere abwechslungsreiche und spannende Geschichten, die in andere Welten entführen.

MANUELA INUSA - Camden Town

Zwölf Jahre ist es her, dass Kendra ihr Leben als Ehefrau und Mutter hinter sich ließ, nur um vier Monate und ein Tattoo später wieder zu ihrer Familie zurückzukehren. Auch wenn sie fortan ihre eigenen Gefühle in den Hintergrund stellte, war da immer diese Sehnsucht ... nach Camden Town.

Nun holt die Vergangenheit sie jedoch ein und sie verschwindet erneut, dieses Mal soll es für immer sein. Aber kann man einfach dort weitermachen, wo man aufgehört hat?

ROBERTA GREGORIO - G wie Greta, R wie Rocco

Rocco steht vor dem Scherbenhaufen seines Lebens: null Zukunftsperspektive, null Motivation. Er ist pleite und muss wieder bei Mamma im kleinen Ort im Süden wohnen, aus dem er vor vielen Jahren geflohen ist. Frauen in seinem Leben gibt es keine, auβer Greta, seine Jugendliebe, von der er plötzlich ständig träumt, zu der er aber seit damals keinen Kontakt mehr hat. Und dann ist da noch Fede, eine ehemalige Schulkameradin, die ihm vorschlägt, nach Greta zu suchen.

Wird Rocco Greta finden?

MIA BERNAUER - Silverlines

Du glaubst, es gibt keine Wesen, die deine Träume kennen? Dann haben die Traumdiebe gute Arbeit geleistet.

Die junge Jocelyn ist eine der letzten ihrer Art und gerät in die Fänge des charismatischen Illusionserschaffers Gabór. Hat auch er es auf deine Träume abgesehen?

NINA C. HASSE - Der Traum von Fliegen

Eigentlich wollen Remy Lafayette und Detective Madeline Vezér einen vergnüglichen Nachmittag in "Barry Bartleby’s Kabinett der Wunderlichkeiten und Kuriositäten" erleben, doch dann geschieht ein Unglück: Eine Artistin stürzt während ihres Auftritts ab und stirbt. Ein Unfall – oder nicht?

Bei ihren Ermittlungen in der Zirkustruppe stoßen die beiden auf zahlreiche Ungereimtheiten und einen Gegner, der ihre Nachforschungen mit allen Mitteln verhindern will …

ARWYN YALE - Oscar

Josies Schwester Isabell verschwand vor einem Jahr spurlos auf der Rückfahrt von Köln nach Hamburg. Seitdem quält Josie die Frage, ob sie ihr altes Leben hinter sich lassen wollte, oder ob ihr etwas zugestoßen ist. Doch hätte sie wirklich ihren kleinen Sohn zurückgelassen?

Das ohnehin angespannte Verhältnis zu ihrem Vater belastet Josie zusätzlich.

Auf einer Familienfeier kommt es zum Eklat und das Geheimnis um Isabell scheint eine unerwartete Wendung zu nehmen ...

(Quelle: Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

An einem düsteren, nebligen Aprilmorgen in Liverpool kam ein Junge aus seinem Zimmer, sechzehn, verschlafen und mit zerzausten Haaren.

“Das Tattoo“ ist eine Kurzgeschichtensammlung mit 5 Kurzgeschichten von 5 Autorinnen, die alle eines gemeinsam haben, es taucht immer irgendwo ein oder mehrere Tattoos auf, die mit der jeweiligen Geschichte verknüpft sind. Dieser rote Faden verbindet die 5 Geschichten, die sehr unterschiedlich sind.

Die erste Geschichte „Camden Town“ von Manuela Inusa erzählt die Geschichte von Kendra, die vor zwölf Jahren ihr Lebens als Ehefrau und Mutter hinter sich ließ. Sie kehrte jedoch nach vier Monaten und mit einem Tattoo zu ihrer Familie zurück und stellt ihre Gefühle in den Hintergrund. Jedoch blieb die ganze Zeit, die Sehnsucht nach Camden Town und den Erlebnissen und dem Leben dort. Nach zwölf Jahren holt sie jetzt die Vergangenheit wieder ein, sie verschwindet wieder, begibt sich auf ihre Spuren und Erinnerungen an die vier freien und schönen Monate in ihrem Leben. Dieses Mal soll es für immer sein, dass sie ihre Familie verlässt und verschwindet. Doch kann sie einfach so an die Vergangenheit anknüpfen und dort weiter machen, wo sie aufgehört hat? Ist alles so, wie es vor zwölf Jahren war? Und was wird aus ihrem Mann und ihrem sechzehnjährigen Sohn, die sie zurück lässt?

Der Schreibstil von Manuela Inusa ist locker und man kann der Handlung dadurch leicht folgen. Jedoch ist der Inhalt irgendwie sehr drastisch und die Protagonistin nicht sehr sympathisch. Es fällt einem als Leser irgendwie schwer, die Handlungs- und Denkweisen der Charaktere nachzuvollziehen. Es fehlt zudem auch ein wenig die Spannung und Emotionen, die einen als Leser dazu antreibt, die nächste Seite unbedingt umblättern zu wollen, da leider einiges in der Handlung der Storyline viel zu vorhersehbar ist.

“G wie Greta, R wie Rocco“ von Roberta Gregorio ist die zweite Geschichte in der Sammlung. In ihr begegnen wir Rocco. Dieser steht vor dem Scherbenhaufen, der sein Leben ist. Er hat keine Zukunftsperspektive mehr und auch keine Motivation mehr etwas in seinem Leben zu ändern. Er findet einfach keinen Job und ist wieder zu seiner Mutter gezogen, in dem Ort im Süden, aus dem er vor vielen Jahren „geflohen“ ist. Immer wieder muss er an Greta denken, seine erste große Liebe, er träumt ständig von ihr, hat aber seit damals keinen Kontakt mehr zu ihr. Fede, eine ehemalige Schulkameradin von ihm, schlägt ihm vor, nach Grete zu suchen, herauszufinden was aus ihr geworden ist. Was wird Rocco finden? Greta, oder doch etwas ganz anders, unerwartetes? Und was ist mit Fede?

Roberta Gregoria hat einen wunderbar leichten Schreibstil und eine traumhaft romantische und sommerliche Kurzgeschichte erschaffen, die es Spaß macht zu lesen. Die Charaktere sind sympathisch und realistisch, haben ihre Schicksalsschläge im Leben erlebt, oder stecken mitten darin. Man folgt gerne der Handlung und ist ein wenig traurig, wenn diese schöne Geschichte zu Ende ist. Mit einem etwas anderen Ende, als man als Leser in dem Moment vermutet, wenn Fede den Vorschlag macht, nach Greta zu suchen.

Als drittes kommt man in den Genuss von Mia Bernauers „Silverlines“. Waren die bisherigen Kurzgeschichten eher in der Gegenwartsliteratur als Genre angesiedelt, so kann man sich jetzt als Leser auf eine Fantasy Geschichte freuen. Jede Nacht liegen die Menschen in ihren Betten und träumen, denken dass niemand ihre Träume kennt, oder je von ihnen erfahren wird. Jedoch haben es dann die Traumdiebe geschafft, unerkannt zu bleiben und sie haben sehr gute Arbeit geleistet. Die junge Traumdiebin Jocelyn gerät in die Fänge von Lord Gabór Lawrens Ziras. Der charismatische Gründer des Zirasrings und Illusionist hat ein besonders Interesse an Jocelyn und ihrer Art. Was genau hat er vor? Hat er es auf ihre Fähigkeiten, oder auf ihre Träume abgesehen? Und was hat es mit dem seltsamen Tattoo auf sich?

“Silverlines“ ist aus Jocelyns Sicht geschrieben und man folgt als Leser ihren Gedanken und Gefühlen. Mia Bernauers Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Es macht Spaß Jocelyn zu folgen, die einen willensstarken Charakter hat und sich nicht Lord Ziras Willen unterwerfen will. Die Kurzgeschichte lies sich wirklich schnell und flott, als Leser ist man am Ende irgendwie ein wenig traurig, dass sie schon zu Ende ist, denn man möchte gerne mehr über Jocelyn wissen, und die Traumdiebe und Illusionisten. Für mich ist dies eine meiner Lieblingsgeschichten in der Sammlung.

Die vorletzte Geschichte „Der Traum vom Fliegen“ ist von Nina C. Hasse. In ihr trifft der Leser auf ein Ermittlerduo, das einem Kriminalfall nachgeht. Jedoch wollten eigentlich Detective Madeleine Vezér und Remy Layfayette nur einen vergnügten und unterhaltsamen Nachmittag in einer Show verbringen. Sie besuchen „Barry Bartleby’s Kabinett der Wunderlichkeiten und Kuriositäten“. Während der Vorstellung stürzt die Artistin „Flying Beauty“ in den Tod. Zuerst wirkt es wie ein unglückseliger Unfall, doch entwickelt sich der Fall zu einem richtigen Mordfall, in dem der Gesichtsanalytiker Remy Lafayett während der Ermittlungen auch in Lebensgefahr gerät.

Mit der Mischung aus Steampunk, historischer Geschichte und Krimi hat Nina C. Hasse einen spannende Handlung erschaffen, die mit unerwarteten Wendungen aufwartet. Bis zum Schluss bleibt offen, wer der Täter ist, und was für Motive dieser hatte. Als Leser wandert man immer wieder auf einer falschen Fährte und stellt Vermutungen an, wer es sein könnte. Der wundervolle und spannende Schreibstil der Autorin sorgt dafür, dass man von Seite zu Seite fliegt und viel zu schnell das Ende dieser Geschichte erreicht. Gerne würde ich mehr Geschichten mit diesem Ermittlerduo lesen. „Der Traum vom Fliegen“ ist mein zweiter Favorit der Anthologie.

Arwyn Yale erzählt in der letzten Geschichte „Oscar“ von Josie, deren Schwester Isabel spurlos verschwand. Sie war auf der Rückfahrt von Köln nach Hamburg und es wirkt, als wollte sie eventuell ihr altes Leben hinter sich lassen. Die Frage, ob dies so ist, oder ob ihr gar etwas zugestoßen ist, plagt Josie seitdem und ein angespanntes Familienverhältnis zu ihrem Vater und dem Vater von Isabells Sohn führen auch nicht gerade eine Klärung und Antworten herbei. Doch ausgerechnet auf der Familienfeier des 70. Geburtstages ihrer Großmutter kommt sie den Zusammenhängen auf die Spur. Welches Geheimnis verbirgt Isabells Verschwinden? Welcher Wahrheit ist Josie auf der Spur?

Der Schreibstil der Autorin lässt keine Wünsche offen. Eine sympathische, leicht rebellische Hauptprotagonistin, der man als Leser gerne folgt und die sich nicht mit dem verschwinden ihrer Schwester abfinden will. Sie wirkt lebensnah und realistisch und auch die Ideen der Handlung sind interessant und machen Spaß die Kurzgeschichte zu lesen. Am Ende wird jedoch nicht alles komplett aufgeklärt, sondern vieles offen gelassen, wodurch man wirklich ins grübeln gerät. Gerne wüsste man, wie das Ganze ausgeht, versucht dann seine eigenen Schlüsse zu ziehen. Somit kann jeder Leser sich sein eigenes Ende, ob Happy End, oder nicht, selber ausdenken. Irgendwie ist dies schade, ein wenig längerer Text und ein abgeschlossenes Ende hätten der Handlung von „Oscar“ nicht geschadet.

Das Cover ist in seiner Art schlicht und doch sehr effektiv, es hat etwas Künstlerisches an sich, dass das Auge auf sich lenkt. Eine Frau ist darauf zu sehen, die auf ihrer Schulter ein Schmetterlingstattoo trägt. Der Schriftzug des Titels daneben passt auch sehr gut zum Gesamtkonzept des Covers, auf dem man den das Hauptthema der Anthologie sehr gut wiedergespiegelt findet.

In der Anthologie „Das Tattoo“ sind fünf sehr unterschiedliche Kurzgeschichten von fünf Autorinnen enthalten. Somit dürfte jeder ein Genre nach seinem Geschmack darin entdecken und auch der rote Faden, der diese Geschichten miteinander verbindet ist überall schnell entdeckt, ein oder mehrere Tattoos. Somit ist in dieser bunten Mischung sicher für jeden Leser etwas mit dabei, und es macht Spaß die Geschichten zu lesen.

Der letzte Satz

Seine Augen blickten auf einmal irgendwie traurig drein.

Vielen Dank an Nina C. Hasse für das Rezensionsexemplar.

 

Meine Bewertung:

 

 

:) :( :-/ :-* :-O X( :7 :-c ~X(

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