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Donnerstag, 23. November 2017

*Rezension* Das weiße Blut der Erde (#AmazonPublishing)

1 Kommentare bisher

Buchtitel:Das weiße Blut der Erde
Autor(in):Tara Haigh
Verlag:Tinte & Feder
Genre:Historischer Roman, Liebesroman
Sprache:Deutsch
ASIN:B07145FBX7
ISBN:978-1542048491
ISBN:1542048494
Seitenzahl:432 (Taschenbuch), 432 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße:28640 kb

 

Über den Autor:

Tara Haigh schreibt seit vielen Jahren große TV-Unterhaltung und als Tessa Hennig Frauenromane mit Herz und Humor, die bereits erfolgreich verfilmt und alle Bestseller wurden. Mit ihren historischen Romanen erzählt sie spannende Liebesgeschichten an exotischen Sehnsuchtsorten, die mit viel Liebe zum Detail recherchiert sind und dabei Aspekte der Weltgeschichte aufgreifen, die weniger bekannt oder bisher kaum literarisch in Erscheinung getreten sind.

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Liebe in der britischen Kolonie Malaya, überschattet von einem dunklen Familiengeheimnis …

Hamburg, 1898: Als ihr sterbender Adoptivvater mit letzter Kraft einen Namen aufschreibt, vermutet Ella Kaltenbach einen ersten Hinweis über ihre wahre Abstammung. Heißt so ihr leiblicher Vater, und was hat es mit den jahrelangen Zahlungen aus der britischen Kolonie Malaya auf sich? Die junge Krankenschwester beschließt, auf der Suche nach Antworten in das ferne Land zu reisen.

Die Spuren führen zur Kautschukplantage der Fosters. Dort gerät Ella zwischen die Fronten der britischen Kolonialmacht und des malaiischen Widerstandes, begegnet aber auch einer großen Liebe. Doch es gibt jemanden, der vor nichts zurückschreckt, um die Wahrheit über Ellas Wurzeln für immer im Dunkel des Regenwaldes zu belassen …

(Quelle: Amazon)

Kann hier gekauft werden:

 

Meine Meinung:

Der erste Satz

In wenigen Stunden erreichen wir den Indischen Ozean.

Im 19. Jahrhundert arbeitet Ella Kaltenbach als Krankenschwester in Hamburg und ihr wird aufgrund ihrer speziellen Kenntnisse eine besondere Stelle in Aussicht gestellt. Jedoch bevor sie diese annehmen kann eröffnet ihr Vater ihr auf dem Sterbebett dass sie nicht aus einem Waisenhaus adoptiert wurde, sondern unter mysteriösen Umständen von ihm in Malaysia als Baby von ihm "gerettet" wurde. Ella möchte herausfinden, was sich hinter ihrer Herkunft verbirgt, welche Geschichte, wer ihre richtigen Eltern sind. Und woher das Geld stammte das an ihre Eltern überwiesen wurde. Sie reist deswegen in Begleitung von Rudolf, einem langjährigen Freund ihrer Familie nach Malaysia um ihrer Vergangenheit auf dem Grund zu gehen, ihre richtigen Eltern zu finden. Doch in Malaysia angekommen werden ihr nicht nur steine in den Weg gelegt, sie wird auch auf eine harte Probe gestellt und nicht alle sind über Ellas Auftauchen erfreut. Dunkle Geheimnisse der Vergangenheit werden ans Tageslicht kommen. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter Ellas Adoption? Ist sie die Tochter einer der Familie denen die Kautschuk Plantagen gehören oder verbirgt sich viel mehr dahinter?

Ella ist einem von Anfang an sympathisch, sie ist eine junge Frau, die sich nicht so leicht unterkriegen lässt. So schaut sie über den Tellerrand hinaus und als Krankenschwester folgt sie nicht nur den Vorgaben der Ärzte, sondern interessiert sich auch für alternative Medizin und Heilmittel. Sie wird von einem Tag auf den anderen mit einer Lüge konfrontiert, die ihr bisheriges Leben bestimmte. Die Wahrheit, das ist es was sie unbedingt herausfinden möchte. Weswegen sie bereit ist ihre Zukunft aufs Spiel zu setzen und nach Malaysia zu reisen in eine ungewisse Zukunft. Ella ist hilfsbereit und selbstbewusst, lässt sich nicht so schnell von Schwierigkeiten unterkriegen und ist bereit für das, an das sie glaubt zu kämpfen. Manchmal wirkt sie ein wenig naiv und ihr starkes Selbstbewusstsein bringt sie auch in die ein oder andere Schwierigkeit.

Amar ist ein einheimischer, junger Mann den Ella kennen lernt. Er arbeitet auf einer der Kautschuk Plantagen die Ella besucht um etwas aus ihrer Vergangenheit zu erfahren. Scheinbar fügt er sich in da Leben als Arbeiter auf der Plantage und in das harte Leben dort, doch in Wahrheit kämpft er für die Freiheit seiner Landsleute. Mutig und unerschrocken steht er auch Ella zur Seite.

Neben Amar begegnet Ella noch vielen weiteren, interessanten Charaktere, die es entweder auf sie abgesehen haben oder ihr hilfreich zur Seite stehen. Jeder von ihnen ist einzigartig und gut beschrieben, so das man sie sich sehr gut vorstellen kann und den einen hasst man und wünscht sich, dass er verschwindet, andere gewinnt man so sehr lieb, dass man sie nicht missen möchte.

Das Cover passt wunderbar zum Thema des Buches, man kann sich sehr gut Malaysia und die Plantagen vorstellen durch das Haus im Kolonialstil im Hintergrund und den weiten grünen Hügeln, sowie der im Nebeldunst weit entfernt liegenden Landschaft. Im Vordergrund ist eine junge Frau in einem weißen Kleid mit einem Schirm aus Spitze zu sehen, die sehnsüchtig in die Ferne schaut. Ich kann mir sehr gut darunter Ella vorstellen die versucht ihre Vergangenheit zu ergründen und dem Familiengeheimnis auf die Spur zu kommen. Der Schriftzug des Titels zieht den Blick auf sich, da das Wort "Erde" in einer anderen Schriftart und Schriftgröße gestaltet worden ist. Und man fragt sich dabei, was ist denn das weiße Blut der Erde, worum handelt es sich? Dieses Rätsel wird im Verlaufe der Handlung gelüftet und man versteht es und hat dann eine Art Aha-Erlebnis. Es ist ein wirklich wundervolles Cover, das sehr passend gewählt und gestaltet wurde.

Tara Haigh hat einen Schreibstil, der einen sofort in seinen Bann zieht, sie schafft es ohne Probleme einen zu fesseln und man taucht sehr schnell in die Handlung ein. Sie schreibt spannend, flüssig und sehr detailreiche, so das es einem nicht schwer fällt sich Hamburg und Malaysia, die Plantagen im 19. Jahrhundert und alle Charaktere in einem wahren Kopfkino vorzustellen. Das kleine Häuschen eingerahmt von den Oleanderblüten hatte ich regelrecht vor Augen, ebenso wie vieles andere. Genau an den richtigen Stellen wird immer wieder die Spannung angehoben und man kann gar nicht mehr aufhören mit dem Lesen. Alle offenen Fragen und Enden werden beantwortet und miteinander verknüpft. Als Leser bekommt man nebenbei aber auch noch viele weitere zusätzliche Informationen über die Bewohner Malaysias, deren politische Situation und andere historische Ereignisse, sowohl die schönen, positiven Seiten, wie auch die Schattenseiten werden erwähnt. Dadurch erhält man als Leser ein wirklich ausgesprochen rundes Bild der Ereignisse und der Zeit.

Mit "Das weiße Blut der Erde" hat Tara Haigh einen fesselnden und spannenden historischen Roman um ein Familiengeheimnis erschaffen bei dem man merkt mit wie viel Liebe zum Detail er geschrieben wurde. Man wird nicht nur einfach während des Lesens in eine historische Zeit versetzt, man lernt auch noch eine fremde Kultur kennen. Sehr schnell fiebert man mit und möchte gar nicht mehr aufhören mit dem Lesen, lernt die schillernden Charaktere hassen und lieben. Es ist ein wirklich sehr gut recherchierter historischer Roman, der einen nicht nur fesselt und unterhält, sondern einem auch noch neues Wissen vermittelt. Er ist eine absolute Empfehlung für alle die spannende, geheimnisvolle und emotionale historische Romane mit einem Schuss Liebe mögen und sich gerne in andere Zeitalter entführen lassen.

Der letzte Satz

Sie folgte trotzdem Heathers Blick auf die schier endlosen Reihen der Kautschukbäume und sprach ein stilles Gebet für ihren Adoptivvater, der sie mit seinen letzten Worten auf eine Reise geschickt hatte, die sie schlussendlich zu ihrer leiblichen Mutter geführt hatte.

Meine Bewertung:

 

Freitag, 20. November 2015

*Rezension* Bernsteintränen

2 Kommentare bisher

Buchtitel:Bernsteintänen
Autor(in):Izabelle Jardin
Verlag:Amazon Publishing
Genre:Bellestrik, Gegenwartsliteratur, Liebesroman, Dramatik, Historischer Roman
Sprache:Deutsch
ASIN:B016M3FIQY
ISBN:978-1503953895
ISBN:1503953890
Seitenzahl:386 (Taschenbuch), 388 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße:3013 kb

 

Über den Autor:

Izabelle Jardin studierte Sozial- und Politikwissenschaften in Oldenburg und Braunschweig. Sie lebt mit ihrer Familie in einem verschlafenen norddeutschen Dorf, ist Mutter zweier Söhne und verheiratet mit dem »idealen Mann«, der ihr jede Unterstützung beim Schreiben und Veröffentlichen ihrer Bücher gewährt.

Ihre romantischen Liebesromane erobern regelmäßig die E-Book-Bestsellerlisten.

Mit dem romantischen SM-Roman »Unter die Haut« gelang ihr ein erster Top-30-Titel.

Der Mix aus Liebesgeschichte und Krimi »Snow Angel« erreichte nur wenige Monate später auf Anhieb die Top 20 und wird zum Winter 2015 neu verlegt im Buchhandel erscheinen.

Mit »Remember« startete Izabelle Jardin in den Bücherherbst 2014 und gelangte mit dem Roman auf Rang 2 der Kindle-Charts. Obwohl »Remember« noch nicht lange auf dem Markt war, konnte er sich im »Deutschen Leserpreis 2014« den 5. Platz in der Kategorie »Bestes E-Book Only« sichern. 2015 wurde der Titel bei Amazon Publishing neu verlegt, eroberte ein zweites Mal die Top 10 der Kindle-Bestsellerliste und wird im Sommer 2016 in der englischen Übersetzung erscheinen.

Der Roman »Bernsteintränen« ist das erste Buchprojekt Izabelle Jardins, welches von der Idee bis zur Publikation in den Händen von Amazon Publishing liegt.

Für ihre Leser ist Izabelle Jardin immer erreichbar über:

https://www.facebook.com/pages/Izabelle-Jardin/220229238147201 oder unter ihrer E-Mail-Adresse: izabelle.jardin@gmx.de

Kurzbeschreibung/Klappentext:

»Halt dich nicht mit Gefühlsduseleien auf. Geh deinen Weg, schau weder rechts noch links, nutz deine Bildung zum Erfolg!«

Mit diesem Leitspruch ist Nicola bisher ausgezeichnet durchs Leben gekommen. Als Justitiarin eines international agierenden Unternehmens steht ihr eine glänzende Karriere bevor. Eine große Liebe, die sie von ihrem Weg abbringen konnte, hat sie noch nie erlebt. Bis ausgerechnet eine Geschäftsreise in das Land des Bernsteins alles auf den Kopf stellt. Unversehens gerät sie in einen Strudel aus Vergangenheit und Gegenwart, der sie dazu bringt, ihr Lebensmotto infrage zu stellen und mehr als nur das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen.

Ein Roman über Liebe, die jede Grenze überwindet. Übers Fortgehen und Zurückkehren, Verlieren und Wiederfinden. Über Zufall und Bestimmung, Sehnsucht und Hoffnung. Eine Geschichte, die das Heute und das Damals für die Zukunft zusammenfügt.

(Quelle: Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

Nicola stand am Fenster ihre Büros.

Nikola ist eine Karrierefrau und zwar durch und durch. Eine Dienstreise führt sie nach Polen, doch was sich während dieser Reise alles ereignet wird sehr schnell zu etwas ganz persönlichem. Die Firma für die sie arbeitet möchte expandieren, und Polen ist dafür als Ziel gedacht. Nikola soll dort Vorbereitungen treffen, den neuen geplanten Standort besichtigen. Nicht nur, das ihr Leihwagen in Polen versagt, auch hat sie dort keine Unterkunft gebucht. War dieses Unglück doch gar nicht geplant. Die Begegnung mit dem Landarzt Marcin scheint nicht nur Nicolas Reisepläne zu verändern. Das die Reise sie in ihre eigenen Vergangenheit führt, ob Nikola das vorher jemals ahnen konnte? Und was wird aus Macin werden? Findet Nicola vielleicht in ihm das was sie sich wünscht? Welche Geheimnisse verbirgt Nicolas und die Vergangenheit ihrer Familie?

Nikola arbeitet als Justitiarin und weiß sich in der Geschäftswelt zu behaupten. Doch die Dienstreise auf die sie wegen Bernstein nach Polen geschickt wird verändert vieles in ihrem Leben. Sie wirkt zu anfangs kühl auf einen, aber nicht unsympathisch. Bisher hatte sie mehr Glück im Beruf, als in der Liebe, was auf den ersten Blick für einen typischen Karrieremenschen ja eigentlich etwas völlig normales ist. Man merkt, dass sie eine sehr selbstbewusste und eigenständige Frau ist, die jedoch hinter ihrer Fassade der Karrierefrau eine völlig normale Frau ist. Sie wünscht sich einen Partner, der sie versteht, der zu ihr steht und in ihr eine Frau sieht, und keine Konkurrenz. Hatte sie jedoch bis jetzt alles andere als Glück mit Beziehungen, auch ihre aktuelle ist nicht so, wie sie sich diese wünscht.

Die einzelnen Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und man merkt wie viel Liebe die Autorin in deren Ausarbeitung gelegt hat. Sie wirken realistisch, lebensnah mit ihren Ecken und Kanten, so als wenn man ihnen jederzeit auf der Straße, beim Einkaufen, im Park oder einfach im Bus begegnen könnte. Es dauert nicht lange und einem wachsen die Charaktere ans Herz, man fiebert mit ihnen mit und möchte ihnen beistehen, die Geheimnisse zusammen mit ihnen lüften. So sorgen die Briefe, die Nikola findet für Spannung und man taucht zusammen mit ihr in die Vergangenheit ein.

Bei dem Cover sind mir zu erst die strahlend blauen Augen der Frau aufgefallen, die einen ansieht. Von dort aus wird der Blick des Betrachters zu dem Bernsteinohrring geführt. Das diese Ohrringe eine wichtige Rolle in der Handlung findet man dann während des Lesens heraus. Im Hintergrund ist eine Allee zu sehen, die in einem Wald sein könnte, oder auch einem Park. Titel und Autorenname sind im unteren Drittel auf einem alt wirkenden, abgerissenen Papier zu sehen, das wie von einem alten Brief wirkt. In diesem Cover steckt so viel Symbolik, von Dingen die man später in der Handlung wieder findet, so dass es wirklich wunderschön und passend ist. Alleine die etwas warmen, und frühlingshaften, bzw. sommerhaften Farben stören mich ein wenig. Die Allee im Hintergrund wirkt wie an einem warmen Sommertag. Eine winterliche Ansicht hätte hier besser zur Jahreszeit gepasst in der der Roman spielt.

Izabelle Jardin hat schon bei „Remember“ und „Unter die Haut“ ihren wundervollen, einfühlsamen, romantischen, aber auch detailreichen und spannenden Schreibstil bewiesen. „Bernsteintränen“ ist hier keine Ausnahme. Man ist von der ersten Seite an gefesselt und taucht in die Handlung um Nikola ein. Die Handlung wird einem dabei im personalen Erzähstil und teils in der Ich-Perspektive geschildert und während des Lesens hat man regelrecht die einzelnen Szenen direkt vor Augen. Man sieht die Charaktere und Landschaften vor sich, als wenn man mitten dabei wäre. Es ist ein richtiges Kopfkino, das dabei abläuft. Man fühlt sich geradezu nach Polen versetzt und spürt die winterliche Atmosphäre. Izabelle Jardin hebt genau an den richtigen Stellen den Spannungsbogen an, so dass man das Buch einfach nicht zur Seite legen kann. Die interessanten Wendungen sorgen dafür, dass man auch immer mal wieder auf die falsche Spur geführt wird, und das was man denkt zu wissen durcheinander gerät. Leider viel zu schnell hat man die letzte Seite erreicht. Die Rückblicke in die Vergangenheit sind so perfekt in die Handlung mit eingearbeitet, das sie keineswegs den Lesefluss stören. Die beiden Zeitlinien der Gegenwart und der Vergangenheit sind perfekt kombiniert, und scheinen an manchen Stellen der Handlung sich zu vermischen. Die historischen Abschnitte des Romanes stören in keinster weise, sondern fügen sich nahtlos in die Handlung ein. Und man merkt als Leser auch, wie ausfürhlich die Autorin hierfür recherchiert haben muss. Ebenso spürt man regelrecht während des Lesens die vielen Emotionen und fühlt zusammen mit Nicola und den anderen Charakteren mit. Man lernt jedoch auch die anderen Charaktere sehr gut kennen und erfährt so die Handlung auch aus deren Sichtweisen.

Izabelle Jardin hat mit „Bernsteintränen“ Schmerz, Liebe, Geheimnisse zu einer wunderbaren Mischung vereint die gekonnt in Worte gefasst wurde. Während des Lesens sollte man unbedingt ein paar Taschentücher bereithalten, denn die Handlung berührt einen wirklich sehr. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart sind der Autorin wundervoll gelungen. „Bernsteintränen“ ist viel mehr als nur ein leichter Liebesroman, den man zwischendurch lesen kann. Man findet darin auch so vieles, über das man am Ende nachdenken kann. Das Schicksal ist hiervon nur ein Thema, aber auch die Einstellung zum eigenen Leben. Für mich ist es ein wunderbarere Genre Mix aus Liebesroman, Gegenwartsliteratur und historischem Roman, der einen die Zeit vergessen lässt. Wer also eines dieser drei Genres zu seinen Lieblingen zählt sollte unbedingt „Bernsteintränen“ lesen und sich von Izabelle Jardin zu einem spannenden Leseabend entführen lassen.

Der letzte Satz

Er lachte. »Na, dann los, lauf, Elisabeth!«

Vielen Dank an Izabelle Jardin und Amazon Publishing für das Rezensionsexemplar.

 

Meine Bewertung:

 

Montag, 6. Juli 2015

*Rezension* Hexenkinder - Das Fenster in die Vergangenheit

1 Kommentare bisher

Buchtitel:Hexenkinder - Das Fenster in die Vergangenheit
Autor(in):Sabine Bürger
Verlag:Bookshouse
Genre:Historischer Roman, Jugendbuch
Sprache:Deutsch
ASIN:B00XI01DO6
ISBN:978-9963724284
ISBN:9963724280
Seitenzahl:300 (Taschenbuch), 300 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße:708 kb

 

Über den Autor:

An der Ostsee im hanseatischen Rostock geboren, blieb mein Wunsch, Gedichte und Geschichten aufzuschreiben, vorerst auf kindliche Versuche beschränkt.

Schulabschluss in Rostock, meine Ausbildung zur Laborantin am Justus von Liebig Institut und meine Heirat folgten.

Als Berufstätige und Mutter war ich vollends ausgelastet. Mein großer Traum vom Schreiben rückte in den Hintergrund.

Erst viele Jahre später begann ich an meine Kinder - und Jugendjahre anzuknüpfen, erneut Eigenes aufzuschreiben.

Im Dezember 2012 ist mein erstes Kinder - und Jugendbuch veröffentlicht worden, im November 2014 der zweite Teil dazu. Unter meinem Pseudonym Dora Joers sind Kurzgeschichten und Literatur für Erwachsene erschienen.

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Als die elfjährige Samantha von der abenteuerlichen Zeitreise ihrer Mutter erfährt, beschließt sie, ebenfalls den Sprung durch die "Geheime Pforte" zu wagen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen, den Zwillingen Antonia und Anica, verschwindet sie in das mittelalterliche Magdeburg. Eine geplante Hexenverbrennung stellt Samantha vor eine schwerwiegende Entscheidung, doch das ist erst der Anfang ihres ungewöhnlichen Ausflugs in die Vergangenheit.

Ob es die Begegnung mit Mathilda, der Tochter der Kräuterfrau, den im Wald hausenden Gesetzlosen oder den Bergleuten ist, immer bleibt es für Samantha ein Kampf gegen den Aberglauben, die Grausamkeit und die Ungewissheit der damaligen Zeit. Sie lernt Missgunst und Niedertracht kennen, erfährt aber auch Liebe und Zuneigung. Als sie schwer krank wird, kann nur noch eine Rückkehr ins 21. Jahrhundert sie retten, doch diesen Weg hat sich Samantha verbaut ...

(Quelle: Bookshouse und Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

»Ich heiße Samantha, komme aus Schüttdorf, bin elf, habe noch zwei Geschwister, meinen Bruder Florian Falco, der ist acht, und meine kleine Schwester Griselda Gisela, aber die zählt noch nicht, die ist noch ein Baby.«

Samantha und ihre Familie zieht nach Berlin und sie ist alles andere als glücklich darüber, ist es nicht nur die neue Umgebung, sondern auch alle ihre Freundinnen, die sie zurück lassen muss. Doch so schlimm, wie sie denkt wird es nicht, lernt sie doch die Zwillinge Anica und Antonia an ihrer Schule kennen. Sehr schnell verstehen sich die drei Mädchen sehr gut und sind von da an unzertrennlich. Doch Sam hat ein Geheimnis, von dem ihre neuen Freundinnen noch nichts wissen. Ihre Mutter ist, wie ihre Großmutter davor, eine Hexe und eigentlich sollte Samantha dies auch für sich behalten. Jedoch vertraut sie dies ihren Freundinnen an, die danach sofort von ihr Beweise für diese Behauptung fordern, da sie Samantha nicht glauben. So bleibt nur noch ein Ausweg und ihre Mutter Soraya erzählt den drei Mädchen davon, wie sei einst mit ihrer Mutter Amelie, Sorayas Großmutter, ins Mittelalter gereist ist. Die Geschichte über Sorayas Zeitreise und ihre Erlebnisse ins Mittelalter sind spannend und machen die drei Mädchen neugierig. Besonders als sie die "geheime Pforte" eines Tages entdecken. Gemeinsam schmieden sie einen Plan, um ebenfalls ihr eigenes Abenteuer im Mittelalter zu erleben. Mit dem was sie damit auslösen hätten sie nie gerechnet. Werden sie es wieder zurück schaffen in ihre eigene Zeit?

Samantha, von ihren Freundinnen Sam genannt, ist elf Jahre alt. Zu Beginn ist sie alles andere als begeistert davon, das ihre Familie nach Berlin gezogen ist, hat sie doch Schwierigkeiten in der neuen Umgebung und Schule sich einzuleben und Freunde zu finden. In den Zwillingen Anica und Antonia findet sie dann jedoch zwei richtig dicke Freundinnen, besonders als sie vom Geheimnis um Samanthas Mutter Soraya erfahren. Wirkt Sam zu Beginn der Handlung schüchtern und in sich gekehrt so verändert sich das im Laufe der Handlung. Als Leser erlebt man mit, wie sie sich zu einem mutigen und klugen Mädchen entwickelt, das ihre Freunde nicht im Stich lässt und auch etwas gegen Ungerechtigkeiten hat. Sie wird durch das Abenteuer und die Erlebnisse im Mittelalter reifer, als man es von ihr vom Alter her erwarten würde.

Obwohl Anica und Antonia Zwillinge sind, so unterscheiden sie sich jedoch völlig im Charakter und Wesen. Anica ist ein Wirbelwind und kann sich deswegen nicht so recht für ein einzelnes Hobby entscheiden auf das sie sich konzentriert, sondern probiert alles aus, das ihr interessant erscheint. Antonia ist das Gegenteil von ihr, sie wirkt ruhig und besonnen, ja richtig ausgeglichen. Doch eines haben beide gemeinsam, das sie sehr unternehmungslustig sind und zu guten Freundinnen für Sam werden. Die Erlebnisse bei der Zeitreise schweißen die drei Mädchen nur noch stärker zusammen.

Die Protagonisten und Nebencharaktere wurden. Mit sehr viel Liebe zum Detail ausgearbeitet und sind wirklich gut beschrieben. Sie wirken dadurch sehr realistisch und man hätte gerne die drei Mädchen selber zu Freundinnen. Es fällt einem nicht schwer, sie vor seinem inneren Auge während des Lesens lebendig werden zu lassen. Sehr viele von ihnen schließt man in sei Herz und fiebert mit ihnen mit, wünscht sich, das sie heil wieder in ihrer Zeit landen, oder einfach nur am Leben bleiben.

Das Cover ist mit seinem Motiv wirklich passend gestaltet. Es stehen drei Mädchen vor einem Fenster, sie tragen mittelalterliche Kleidung und halten sich an den Händen. Ihre Rücken sind dem Betrachter zu gewandt. Es ist mehr als nur eine Vermutung, das diese drei Samantha, Anica und Antonia kurz vor ihrer Zeitreise ins Mittelalter darstellen. Der Titel ist in einem pinkfarbenen Ton direkt über das Motiv geschrieben, und lässt sich gut lesen, genauso wie der Untertitel darunter. Leider stört es ein wenig das Motiv, da der Titel so mittig und groß sitzt. Schön finde ich wiederum das Amulett das in der oberen rechten Ecke abgebildet ist und somit auch einen Bezug zur Handlung des Buches hat.

Die Autorin hat einen spannenden, fesselnden, leichten und bildhaften Schreibstil. Von der ersten Seite an fällt es einem leicht in die Handlung einzutauchen und den Erlebnissen der drei Mädchen bei der Zeitreise zu folgen. Die Handlung ist dabei spannend und immer genau an den richtigen Stellen steigt diese an, so dass man es einfach nicht aus der Hand legen kann, bis man die letzte Seite erreicht hat. Abwechslungsreich und interessant werden auch viele Themen des Mittelalters mit eingebaut, wie die Hexenverfolgung. Aber auch die Freundschaft, Liebe und der Zusammenhalt stehen im Mittelpunkt. Nicht immer ist alle so, wie es scheint, ein reines schwarz oder weiß, bzw. gut oder böse gibt es nicht, das wird einem während des Lesens schnell klar. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, so musste ich bei der Geschichte mit dem gefangenen Geist lachen, oder auch der Entstehungsgeschichte vom Namen des Mädchens Batterine. Wie sie zu diesem kam? Das sollte jeder selbst lesen, da ich keinem den Spaß daran verderben möchte.

"Hexenkinder - Das Fenster in die Vergangenheit" ist ein spannender historischer Roman nicht nur für junge Leser. Auch jeder andere, der historische Romane oder Zeitreisen mag wird gefallen finden an der spannenden Handlung und den liebevoll ausgearbeiteten Charakteren. Sabine Bürger ist ein spannender und intressanter Auftakt zu einer Reihe gelungen, die einfach nur Lust auf mehr macht, und ich hoffe sehr, das es noch viele weitere Zeitreisen geben wird, auf denen man die Kinder begleiten darf.

Der letzte Satz

Da war er sich ganz sicher – Weiber waren so!

Vielen Dank an den Bookshouse Verlag für das Rezensionsexemplar im Rahmen der Blogtour.

 

Meine Bewertung:

 

Montag, 15. Juni 2015

*Rezension* Zeitgenossen Band 3 - Pakt mit den Rittern des Dan

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Buchtitel:Zeitgenossen Band 3 - Pakt mit den Rittern des Dan
Autor(in):Hope Cavendish
Verlag:CreateSpace Independent Publishing Platform
Genre:Fantasy, Vampire, Historischer Roman
Sprache:Deutsch
ASIN:B00RO7JA4E
ISBN:978-1505337143
ISBN:1505337143
Seitenzahl:228 (Taschenbuch), 228 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße:395 kb

 

Über den Autor:

In Braunschweig geboren und aufgewachsen ist Hope Cavendish mittlerweile seit 20 Jahren im Ruhrgebiet verwurzelt. Dort arbeitete sie unter anderem als freie Autorin, Webdesignerin, Bildbearbeiterin und Photoshop-Dozentin - viele Leidenschaften und Interessen führten zu vielen Berufen.

Im Sommer 2013 entschied sich Hope, eine weitere ihrer Leidenschaften zum Beruf zu machen, und veröffentlichte einen Band mit phantastischen Kurzgeschichten sowie mit »Gemmas Verwandlung« den Auftakt ihrer Vampirroman-Serie »Zeitgenossen«.

Autorenblog: http://www.hope-cavendish.de

Facebook-Seite: http://www.facebook.com/Autorin.HopeCavendish

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Gemma trifft ihre Freunde Maddy, Miguel und Francisco wieder. Die Begegnung mit Francisco verläuft ganz anders, als sie erwartet hätte. Ausgerechnet er hilft ihr dabei, sich über viele Dinge in ihrem Leben klarzuwerden. Bei dem Versuch, mehr über die Ritter des Dan herauszufinden, lernen Gemma und Fergus dann einen irischen Schriftsteller kennen, dessen Werk eines Tages bahnbrechende Berühmtheit erlangen wird. Sehr viel später erst tritt Giles wieder in ihr Leben und zwischen ihm und Gemma scheint sich alles verändert zu haben. Welche Rolle spielen die Ritter des Dan dabei? Wird Gemma nun einen neuen Kampf aufnehmen?

Pakt mit den Rittern des Dan ist der dritte Band der Roman-Serie Zeitgenossen. Im Mittelpunkt der Serie steht die Vampirin Gemma, die im Laufe der Jahrhunderte lernt, was es bedeutet, unsterblich zu sein. Sie wird zur Zeitzeugin vieler historischer Ereignisse, erlebt Kriege, Entdeckungen und Revolutionen, begegnet der Liebe, dem Kampf und dem Tod. Ihre Freunde stehen ihr dabei oft zur Seite, doch ihren Weg muss Gemma letztendlich selbst finden.

Homepage mit vielen Hintergrundinfos: http://www.zeitgenossen-romane.de/

(Quelle: Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

Manchmal warf ich mir selbst eine gewisse Sorglosigkeit vor.

Meine Rezensionen zum ersten Band kannst Du hier finden *Klick* und zum zweiten Band hier *Klick*.

Nach Jahren in London ist es nun für Gemma an der Zeit ihre Zelte abzubrechen. Sie entscheidet sich, ihre Freundin Maddy zu besuchen. Diese lebt zusammen mit Miguel auf Palma de Mallorca. Francisco hat dort als Plantagenbesitzer auch seine Zelte aufgeschlagen. Ihre drei Freunde helfen ihr eine Lebenskriese zu überstehen, und sie genießt das ruhige Leben auf Palma de Mallorca mit ihren Freunden. Doch die Ritter des Dan sind noch immer etwas, über das sie nicht viel wissen, und so entschließen sie sich mehr über diesen Orden heraus zu finden, auch Fergus begleitet sie dabei und sie landen in New Orleans. In dieser Stadt scheinen auch wieder die Sybarites anwesend zu sein. Dass sie dann in den Rittern des Dan eine zeitweilige Hilfe in ihrem Kampf gegen die Sybarites finden könnte, ist das vorstellbar? Oder entwickeln sie sich auch zu einem Feind vor dem Gemma und ihre Freunde auf der Hut sein müssen? Und was wird aus Giles und Gemma?

Gemma wird von Band zu Band reifer und wächst mit der Handlung mit, und dennoch ist sie ihren liebgewonnen Charakterzügen treu geblieben. Weiterhin ist sie mutig, temperamentvoll, liebenswert und immer mal wieder ein wenig stur. Ungerechtigkeiten kann sie nach wie vor nicht leiden und mit Giles liegt sie immer wieder mal im Clinch, und doch schlägt ihr Herz immer noch für ihn. Das sie zu Beginn der Handlung in einer persönlichen Krise steckt, die sie erst zu überwinden hat, lässt sie noch lebensnaher und realistischer erscheinen.

Giles, Fergus, Maddy, Miguel und Francisco, sie alle hat man in den letzten Bänden liebt gewonnen und sie begleiten auch diesmal Gemma in ihrem Abenteuer. Genauso wie sie haben sie sich auch weiter entwickelt und sind gereift durch die vergangene Zeit und die Erlebnisse. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und haben alle ihre Stärken und Schwächen die sie realistisch und man merkt mit wieviel liebe zum Detail sie ausgearbeitet sind. Immer mal wieder gibt es auch Stellen an denen man am liebsten den einen oder andern Charakter packen würde um mit ihm ein ernstes Wörtchen zu sprechen. Sie sind immer wieder überraschend und agieren unvorhersehbar, nicht so wie man es sich als Leser vorstellt oder gerne möchte, was es aber überaus spannend macht ihnen auf ihrer Reise zu folgen.

Das Cover ist in dem wunderbaren Gemälde-Stil gehalten, wie seine zwei Vorgänger. Man sieht nur die untere Hälfte eines weiblichen Gesichtes, das geheimnisvoll lächelt. Sie trägt ein wundervolles, elegantes Kleid, das sich erahnen lässt. Der Hintergrund ist in Brauntönen gehalten und auch das Gesamtbild des Covers passt zu dem gewählten Farbschema mit dem cremefarbenen Kleid und den braunen Ringellocken der Cover-Dame. Man kann sehr gut erkennen, dass das Cover zu einer Reihe gehört, wenn man die anderen Bände auch betrachtet. Es passt wunderbar zu einem historischen Roman mit Vampiren, da es geheimnisvoll wirkt und neugierig auf den Inhalt macht.

Hope Cavendish ist ihrem wunderbar leichten, flüssigen, spannenden und bildhaftem Schreibstil treu geblieben. Wie auch in den beiden Bänden zuvor wird die Handlung aus Gemmas Perspektive, der Ich-Perspektive erzählt. Beginnt die Handlung erst einmal ruhiger und entspannter als in den Vorgängern, so wird jedoch langsam Spannung aufgebaut und man versinkt beim Lesen geradezu in Gemmas Welt. Die historischen Ereignisse und Details sind so wunderbar mit der Rahmenhandlung verknüpft und so entseht ein fesselnder historischer Roman, in dem Vampire die Hauptrolle spielen. Die Welt hat sich verändert, und man entdeckt zusammen mit Gemma und ihren Freunden diese wissenschaftlichen und technischen Fortschritte, wie z.B. das Fahrrad, das Telefon und einiges andere. Durch den Schreibstil der Autorin fühlt man sich geradezu in diese Zeit hinein versetzt und es ist, als wenn man alles selber miterlebt. Spanende Wendungen und interessante historische Charaktere und Begebenheiten fesseln einen beim Lesen und viel zu schnell endet auch dieser Band wieder mit einem Cliffhanger. Und ich möchte auf keinen Fall zu viel von der Handlung verraten, denn was sich alles in New Orleans ereignet das sollte jeder für sich selbst entdecken. Am liebsten würde man sofort den vierten Band verschlingen, so sehr wachsen einem Gemma und ihre Freunde ans Herz.

Mit „Zeitgenossen Band 3 – Die Ritter des Dan“ hat Hope Cavendish eine wunderbar gelungene Fortsetzung ihrer Zeitgenossen Reihe geschaffen, die einem historische Ereignisse und auch eine äußerst interessante Welt der Vampire näher bringt. Man sollte die Vorgängerbände der Reihe gelesen haben, da man so die einzelnen Charaktere und ihre Beziehungen und Vorgeschichte, sowie auch den Orden der Sybarites besser kennt. Es ist ein wunderbare das die Vampire bisher noch keinem einzigen Klischee treu geblieben sind, wenn man von den Bösewichten in der Reihe, den Sybarites einmal absieht. Ich bin schon jetzt gespannt, wie es mit Gemma und ihren Freunden weiter geht und freue mich auf die Fortsetzung. Jeder der Vampire, Fantasy und oder historische Romane liebt sollte unbedingt einen Blick oder gleich mehrere auf die Zeitgenossen Reihe werfen.

Der letzte Satz

Es würde mich nicht wundern, wenn er ganz genau weiß, warum wir ihn besuchen wollen.

Vielen Dank an Hope Cavendish für das Rezensionsexemplar.

 

Meine Bewertung:

 

Samstag, 28. März 2015

*Rezension* Insel der blauen Gletscher

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Buchtitel:Insel der blauen Gletscher
Autor(in):Christine Kabus
Verlag:Bastei Lübbe
Genre:Gegenwartsliteratur, Historischer Roman
Sprache:Deutsch
ASIN:B00K51EWVC
ISBN:978-3404171545
ISBN:3404171543
Seitenzahl:624 (Taschenbuch), 625 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße:281 kb

 

Über den Autor:

Ende 1964 wurde ich in Würzburg geboren, ging in Freiburg zur Schule und studierte in München und Heidelberg Germanistik und Geschichte.

Als Regieassistentin und Dramaturgin arbeitete ich an verschiedenen Theatern, bevor ich 1996 nach München und in die Film- und Fernsehbranche wechselte.

2003 machte ich mich als Drehbuchautorin selbstständig und schrieb für diverse Fernsehserien, bevor ich mich 2011 an meinen ersten Roman wagte.

Nach wie vor betreue ich als Lektorin die Projekte anderer Autoren und bin als Dozentin bei der Drehbuchwerkstatt TopTalente tätig. Zum Theater zieht es mich auch immer wieder, zuletzt als Regisseurin bei einer freien Theatergruppe.

Schon als Kind zog mich der hohe Norden, den ich zunächst durch die Bücher von Astrid Lindgren und Selma Lagerlöf kennenlernte, in seinen Bann. Vor allem die ursprüngliche, mythische Landschaft Norwegens beflügelte meine Phantasie. Ich begann, die Sprache zu lernen und mich intensiv mit der Geschichte Norwegens zu beschäftigen. Meine Romane widmen sich diesem faszinierenden Land.

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Zwei Frauen, eine atemberaubende Landschaft und ein dunkles Geheimnis, das hundert Jahre unter dem Eis verborgen lag.

Spitzbergen, 2013. Um für eine Reisereportage zu recherchieren, begibt sich die Journalistin Hanna auf den einsamen Archipel jenseits des Polarkreises. Dort lernt sie den Polarforscher Kåre Nybol kennen, dessen humorvolle Art ihr sogleich sympathisch ist. Gemeinsam erkunden sie die einzigartige Landschaft Spitzbergens - und kommen sich dabei allmählich näher. Doch als sie eine längst verlassene Bergbausiedlung am Kongsfjord besichtigen, macht Hanna im geschmolzenen Gletschereis einen grausigen Fund, hinter dem sie eine spannende Story wittert. Gemeinsam mit Kåre taucht sie tief in die Vergangenheit des entlegenen Archipels ein...

Ruhrgebiet, 1907. Statt dem Wunsch ihrer Eltern zu folgen und sich einen Ehemann zu suchen, schließt die burschikose Emilie einen Pakt mit ihrem jüngeren Bruder Max: Sie wird an seiner Stelle an der geplanten Arktisexpedition teilnehmen. Als Mann verkleidet schließt sie sich der Expeditionsgruppe an. Doch schon bald ahnt sie, dass sie nicht die einzige ist, die etwas zu verbergen hat. Ganz offensichtlich nehmen die Männer aus ganz unterschiedlichen Motiven an der Reise teil - und mindestens einer von ihnen hütet ein dunkles Geheimnis, dessen Aufdeckung er um jeden Preis zu verhindern sucht...

(Quelle: Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

Der Vorhang hob sich und gab den Blick frei auf mehrere Paare, die zu den Klängen eines Walzers unter einem riesigen Kristallkronleuchter tanzten.

Hanna hat ihren Beruf als Reisejournalistin zu Gunsten ihres Mannes und ihrer Familie vor Jahren aufgegeben. Die fernen Länder, die Eindrücke die sie sammeln konnte, all dies vermisst sie als nun nach vielen Jahren der Ehe alle Kinder das Nest verlassen haben und auch noch ihr Mann sie sitzen lässt. Erst geschockt von dieser Tatsache macht sie sich dann auf, um wieder in ihren alten Beruf einzusteigen. Doch es gibt lediglich nur einen freien Auftrag bei ihrem früheren Arbeitgeber, der sie statt in die warmen, sonnigen, südlichen Gefilde zu führen, nach Norwegen schickt. Noch weiß sie nicht, wie sie einen begeisternden Artikel über ein Land schreiben soll, das bei den meisten vor allem wegen seiner Kälte und der langen Dunkelheit bekannt ist. Doch Hanna lässt sich nicht davon abschrecken und entdeckt ziemlich schnell wie faszinierend und wunderschön dieses Land ist und das auch seine Bewohner ganz anders sind, als allgemein bekannt ist.

106 Jahre vor Hannas Reise nach Norwegen macht sich eine junge Frau auf, die gleichen Orte wie sie zu besuchen. Emilie hat einen mutigen Entschluss gefasst und möchte ihrem Bruder helfen. Anstelle von Max begibt sie sich auf die Reise zu einer Expedition. Sie nimmt seinen Platz ein bei einer Arktisexpedition zu der sein Professor den jungen Studenten schickt. Sie selbst sieht es auch zusätzlich als eine Chance an den gesellschaftlichen Zwängen zu entfliehen und einmal richtig frei sein zu können. Ihr Bruder traut sich selbst nicht zu, die Expedition durchzustehen, macht sich aber auch Sorgen um Emilies Wohl. Das Max Ängste nicht unbegründet gewesen sind, wie Emilie sehr bald fest stellen muss, denn durch einige Umstände dauert ihre Reise länger als geplant. Und nicht alle Expeditionsteilnehmer haben friedliche und wissenschaftliche Absichten. Zudem sie auch noch verkleidet als ihr Bruder Max schaffen muss, den Schein eines jungen Mannes aufrecht zu erhalten. Was als ein kleines Abenteuer und eine Studienfahrt begann entwickelt sich für Emilie zu einer gefährlichen Reise. Welche gefährlichen Geheimnisse verbergen die anderen Teilnehmer der Expedition?

Hanna 45 Jahre alt, Mutter zweier Kinder denkt das ihr Leben eigentlich harmonisch verläuft. Sie bringt ihren Sohn zum Flughafen und verabschiedet sich von ihm, das letzte Kind verlässt das elterliche Nest. Sie freut sich darauf nun die Zeit mit ihrem Mann zu genießen, vielleicht zusammen auf Reisen zu gehen. Mal aus Sulzbach-Rosenberg wieder heraus zu kommen. Doch ihr Mann hat es anders geplant und lässt sie sitzen, reist mit einer Jüngeren um die Welt. Nach dem anfänglichen Schock und dem Zuspruch ihres besten Freundes Heiko beschließt Hanna jedoch ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und wieder in ihren alten Beruf als Reisejournalistin einzusteigen. Ihre alte Redaktion bietet ihr die Chance für eine Reportage nach Spitzbergen zu fliegen. Hanna findet dort nicht nur den Weg in ein neues Leben, sondern auch spannende Geheimnisse aus der Vergangenheit.

Emilie, gerade 21 geworden, fühlt sich durch die gesellschaftlichen zwänge in ihrer Zeit in die Enge getrieben. Sie möchte frei sein, die Welt bereisen, Abenteuer erleben. Doch für eine junge Frau im Jahr 1907 ist es unschicklich sich so zu benehmen und solche Wünsche zu äußern. Ihre Eltern sind nicht begeistert von Emilies "wildem" Wesen, sondern wünschen sich, das sie sich zu einer schicklichen, jungen Dame entwickelt und eine gute Partie macht. Doch ungestüm, spontan und lebensfroh wie sie ist stürzt sie sich lieber bei der sich bietenden Gelegenheit in ein großes Abenteuer. Sie verkleidet sich als ihr Bruder Max und bricht als er zu einer Expedition in Richtung Arktis auf. Welchen Mut Emilie besitzt, zeigt sich in ihrer Rolle als Max, wo sie auch Anerkennung erntet und in gefährlichen Situationen mit zupackt und ihren "Mann" steht. Nur der mürrische und verschlossene Arne bleibt ihr ein Rätsel, da sie nicht weiß, was sie von ihm halten soll.

Die Nebencharaktere die aus bunt gemischter Nationalität bestehen und die Protagonistinnen sind detailliert und liebevoll ausgearbeitet. Es dauert nicht lange und man fiebert und fühlt mit ihnen, ja möchte an manchen Stellen Hannas Tochter Mia am Kragen packen und ihr sagen, das sie sich beruhigen soll. Man bekommt Angst um Emilie, die in gefährliche Situationen gerät. Man merkt mit wie viel Liebe zum Detail diese ausgearbeitet sind.

Das Cover mit seinem traumhaften Bild eines Fjords und dem Husky in der unteren, rechten Ecke ist ein wahrer Eyecatcher. Man sieht die Berge, das Eis und fühlt sich in die Atmosphäre des Romans hineinversetzt. Der Titel in seinem blauen Farbverlauf passt sehr gut zu der Farbgebung des Hintergrundes und befindet sich im oberen Bereich, wo der Himmel des Bildes ist. Somit wird der Gesamteindruck, den dass malerische Motiv vermittelt durch nichts gestört. Ein Cover das neugierig macht und zum Kauf animiert, da es einfach, subtil und doch traumhaft ist. Das gleiche Motiv gibt es zudem hinten im Buch zum ausklappen und auch abtrennen als Postkarte. Wobei ich persönlich es zu schade finde um es rauszutrennen und zu versenden. Wenn man das Buch gelesen hat so findet man in dem Motiv auch einiges, das in der Handlung auftaucht. Die einzige Gefahr ist, das man dieses traumhafte und stimmige Cover die ganze Zeit betrachtet und dabei völlig vergisst weiter zu lesen. Laufen die beiden Handlungsstränge zu Beginn noch parallel ab, so verknüpfen sie sich zum Ende hin immer mehr miteinander und wie diese beiden Zeitebenen am Ende dann zusammenhängen ist spannend und unvorhersehbar.

Der Schreibstil von Christine Kabus ist wunderbar flüssig, spannend und abwechslungsreich. Mit geradezu traumhaft malerischen und bildhaften Details schildert sie die Umgebungen in denen sich die Handlung abspielt. Die beiden Handlungsstränge von Hanna und Emilie sind mit interessantem und detailreichem Hintergrundwissen angereichter. Die Handlung wird abwechselnd in zwei Zeitsträngen erzählt und jedes Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhanger, so das man unbedingt wissen möchten, wie es weiter geht. An den wunderbar geschilderten Schauplätzen historischen, wie auch technischen Informationen, merkt man wie viel Mühe sich die Autorin für die Recherche und Ausarbeitung verwendet hat. Neben Spannung und Dramatik kommt auch etwas Romantik in der Handlung auf und die überraschenden Wendungen sorgen dafür das man nur so von Kapitel zu Kapitel fliegt.

Der Roman "Insel der blauen Gletscher" hat eine wunderbare, spannende Handlung die einen als Leser in ihren Bann zieht. Man merkt bei jeder Seite die man liest die Liebe der Autorin zum Land Norwegen, seiner Geschichte und seinen Bewohnern. Die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz, da sie authentisch und lebensnah wirken. Durch die geschickten Perspektivenwechsel zwischen Hannas und Emilies Handlungssträngen kommt kein einziger Moment auf, in dem man nicht weiterlesen möchte. Der Roman ist für jeden etwas, wo gerne Gegenwartsliteratur liest, aber auch Fans von historischen Romanen werden sich hier wohl fühlen, genauso wie alle die sich für die Arktis und Norwegen interessieren. Spannende und unterhaltsame Lesestunden sind garantiert. Für mich wird dies nicht der letzte Roman gewesen sein, den ich von der Autorin gelesen habe.

Der letzte Satz

"Werdet glücklich!"

 

Meine Bewertung:

 

Mittwoch, 11. März 2015

*Rezension* Frederike - Prinzessin der Herzen

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Buchtitel: Frederike - Prinzessin der Herzen
Autor(in): Bettina Hennig
Verlag: Goldmann Verlag
Genre: Historischer Roman
Sprache: Deutsch
ASIN: B00PCWNEU4
ISBN: 978-3442480227
ISBN: 3442480221
Seitenzahl: 608 (Taschenbuch), 606 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße: 945 kb

 

Über den Autor:

Bettina Hennig stammt aus der preußischen Residenzstadt Bad Homburg und ist promovierte Kommunikationswissenschaftlerin, Dozentin und Journalistin. Sie schreibt für verschiedene Boulevardzeitungen und Illustrierte und führte bereits zahlreiche Interviews mit internationalen Stars wie z. B. Madonna. Nach ihrem viel beachteten Debüt »Luise. Königin aus Liebe« ist »Friederike. Prinzessin der Herzen« ihr zweiter Roman. Bettina Hennig lebt in Hamburg und Berlin.

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Der erste Roman über das Leben der preußischen Prinzessin Friederike.

Berlin, 26. Dezember 1793: als die blutjunge Prinzessin Friederike, die Schwester der künftigen preußischen Königin Luise, zum Traualtar schreitet, um mit Prinz Ludwig vermählt zu werden, erobert sie auf Anhieb die Herzen der adeligen Gäste. Die sind von der außergewöhnlich sinnlichen Schönheit der Braut äußerst angetan. Doch die arrangierte Ehe wird für Friederike zur Tortur, der kaltherzige Ludwig demütigt und betrügt seine Frau ohne Unterlass. Dann stirbt Ludwig unerwartet, und für Friederike beginnt ein bewegtes Leben. Denn die leidenschaftliche junge Frau sehnt sich nach Liebe und Glück – selbst wenn dies bedeutet, mit der strengen höfischen Etikette zu brechen ...

(Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Der erste Satz

Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich ...

Friederike ist die jüngere Schwester von Luise, der zukünftigen Königin von Preußen, und somit eine Prinzessin. Zwei Tage nach dem ihre Schwester den Kronprinzen geheiratet hat ist Friederikes Hochzeit mit dem Bruder des Kronprinzen und Preußen Prinzen Ludwig. So kann sie in der Nähe ihrer Schwester bleiben und durch ihren Sinn für Literatur und Kunst, aber auch wegen ihrer Schönheit dauert es nicht lange und sie hat die Herzen im Sturm erobert. Doch ein Herz bleibt ihr leider verschlossen, und zwar das ihres Ehegatten Ludwig. Am preußischen Hof wird sie Prinzessin Ludwig genannt, und ihre Ehe hat keinen sehr guten Start. Friederike hat es nicht leicht mit ihrem Ehegatten, der ihr keinerlei Gefühle zu Beginn entgegenbringt, doch es ändert sich einiges, als sie ihr erstes Kind zur Welt bringt. Als wenn dies nicht schon genug wäre, trifft Friederike auch noch das Schicksal in jungen Jahren zur Witwe zu werden. Die ist jedoch auch für sie die Chance auf einen Neubeginn, ihr Leben zu ändern und vielleicht der wahren Liebe zu begegnen und glücklich zu werden. Wird sie es schaffen geliebt zu werden und lieben zu dürfen? Und wer wird der Mann in ihrem Leben sein, der sie so glücklich macht

Prinzessin Friederike, die jüngere Schwester von Prinzessin Luise heiratet zwei Tage nach ihr er Schwester mit 16 Jahren den Prinzen Ludwig. Sie erhofft sich von ihrer Ehe eine glückliche Zeit, doch ihr Gemahl empfindet keine Liebe für die schöne, intelligente und junge Frau. Alles was sie sich nur wünscht ist geliebt zu werden und lieben zu dürfen. Ihr erstes Kind, das kleine Fritzchen ist es schließlich, der das Verhältnis zwischen ihr und ihrem Ehemann Ludwig verbessert. Friederike wächst an dem Schicksal, das sie erleidet und zerbricht nicht daran, woran man ihre Stärke und Hoffnung erkennt, das ihr Leben doch noch glücklich verlaufen könnte. Der nächste Schicksalsschlag lässt jedoch nicht allzu lange auf sich warten, und sie wird in sehr jungen Jahren, mit gerade mal 18 Witwe. Dies ist aber auch dann die Chance, das sich ihr Leben grundlegend verändert, und sie vielleicht doch noch die große Liebe und das Glück findet. Zwei Männer beginnen um das Herz der Prinzessin zu buhlen, Prinz Louis Ferdinand, der Onkel ihres verstorbenen Mannes, und Friedrich Wilhelm zu Solms- Braunfels. Doch wird einer dieser beiden derjenige sein, der sie glücklich macht, oder ist es ein völlig anderer Mann?

Neben der Protagonistin Friederike gibt es eine wahre Fülle an Charakteren die in der Handlung auftauchen. Jede einzelne lernt man als Leser kennen und entdeckt das sie ausgezeichnet und mit Tiefe entwickelt sind. Es ist ein wahres Wunder, das man bei der Fülle an Figuren keinen Überblick verliert, was alleine der bewundernswerten Arbeit der Autorin zu verdanken ist. Es fällt einem nicht schwer, jeweils schnell für eine Figur Sympathie odr Antipathie zu empfinden, denn ihre Verhaltensweisen sorgen schnell dafür, das man sie entweder in sein Herz schließt, oder auch mal einfach hasst. Und ja es gibt auch Charaktere bei denen sich Sympathie und Antipathie abwechseln und man nicht so genau weiß, was man wirklich von ihnen denken soll.

Das Cover ist schlicht und einfach, jedoch sehr passend zum historischen Roman. Es zeigt das Portrait der jungen Prinzessin Friederike auf einem preußisch blauem Hintergrund. Der Titel glänzt golden und wirkt wie mit altem Blattgold bezogen. Wodurch das Cover einen edlen und eleganten Touch in Kombination mit dem königlichen Blau des Hintergrundes erhält. Die Schriftart ist verschlungen am Anfang von Friederikes Namen, aber auch ausgesprochen gut lesbar. Ein stimmiges und wunderbares Cover für einen historischen Roman, der die Protagonistin in Szene setzt.

Bettina Hennig hat einen flüssigen, klaren und detailreichen Schreibstil in dem sie dem Leser die Handlung keineswegs langweilig schildert. Es dauert nicht lange und man ist mitten in der Handlung gefangen. Wunderbar ist auch, das die damalige Ausdrucksweise authentisch wieder zu finden ist. Diese mag am Anfang ein paar Schwierigkeiten beim Lesen bereiten, doch wenn man sich an sie gewöhnt hat, dann möchte man den Roman nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin schildert die einzelnen Personen und das gesamte Ambiente detailreich und lebhaft, so das man als Leser sehr schnell bei der Lektüre ein wahres Kopfkino vor Augen hat. Man merkt die Liebe zum Detail und die ausgesprochen gute Recherearbeit zu den historischen Ereignissen während des Lesens. Nicht viele historische Romane schaffen es mich so sehr mit den historischen Personen, Ereignissen und Gegebenheiten zu fesseln, das ich unbedingt jede freie Minute weiter lesen möchte und mit der Protagonistin mitfiebere, ihr das Glück wünsche, das sie möchte. Der Perspektivenwechsel zwischen den Charakteren, ermöglicht es einem als Leser mehr Einblick in ihre Gedanken zu erhalten und so lernt man nicht nur Friederike besser kennen, sondern auch Solms oder den Lous Ferdinand. Die Emotionen und Beweggründe der Charaktere kommen realistisch rüber und man sieht sie regelrecht vor seinem inneren Auge, wie sie sich unterhalten, nachdenken, streiten, und durch die historische Welt aus Schlössern bewegen. Als Leser merkt man nur am Anfang, was für ein dicker Wälzer das Buch ist, aber die letzte Seite ist dann doch leider viel zu schnell erreicht.

"Friederike - Prinzessin der Herzen" ist ein passender Titel für den historischen Roman, denn Friederike schließt man als Leser wirklich leicht und schnell in sein Herz. Der Roman ist lebendig und die historischen Details und Ereignisse so geschickt eingearbeitet, das es Spaß macht dieses Stück deutscher Geschichte zu lesen. Die Genauigkeit der Daten und Fakten ist bewundernswert, und man taucht schnell ein in die lebhafte, aufregende und spannende Handlung um das ereignisreiche Leben der jungen Prinzessin, die eine wirklich besondere, junge Frau in ihrem Zeitalter ist. Man erkennt, das es nicht einfach ist, eine Prinzessin zu sein, und Prinzessinnen nicht immer wirklich glücklich sind, sondern wie jeder andere Mensch auch Schicksalsschläge erleben, mit den Schwierigkeiten des Lebens zu kämpfen haben und daran wachsen können. Ein wirklich gelungener und schön erzählter historischer Roman über das ereignisreiche Leben Friederikes, der jedem gefallen dürfte, der historische Romane, Geschichte, alte Schlösser und Prinzessinnen und Prinzen mag. Es ist schwer sich dem Zauber der Handlung und Friederikes Leben beim Lesen zu entziehen. Einfach nur empfehlenswert! Für mich war es das erste Werk der Autorin, das ich lesen durfte. Und ich werde sicher auch noch weitere Werke von ihr lesen, besonders den Vorgängerband über die Prinzessin Louise. Es ist einfach Geschichte hautnah erleben.

Der letzte Satz

Tatsächlich ist Frederike die Ur-Ur-Urgroßmutter des Prinzen Ernst August von Hannover, Oberhaupt des Hauses Hannover.

Vielen Dank an den Goldmann Verlag und Bettina Hennig für das Rezensionsexemplar im Rahmen der Blogtour.

Meine Bewertung:

 

Donnerstag, 19. Februar 2015

*Rezension* Winterlied

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Buchtitel: Winterlied
Autor(in): Katjana May
Verlag: Bookshouse
Genre: Liebesroman, Fantasy, Historischer Roman
Sprache: Deutsch
ASIN: B00L5LJGQW
ISBN: 9789963526246
ISBN: 9789963526253
ISBN: 9789963526260
Seitenzahl: 168 (abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße: 7676 kb

 

Über den Autor:

Katjana May, Jahrgang 1964, lebt und schreibt im Ruhrgebiet seit 2013 unter diesem Namen romantisch-abenteuerliche Fantasy. Auch in der Vergangenheit erschienen bereits Kurzgeschichten, Märchen und Lyrik in vielen Anthologien, ein Fantasyroman (Fabylon) und ein Vorlesegeschichtenbuch (Herder/KERLE). Unter ihrem früheren Autorennamen hat sie auch verschiedene Auszeichnungen für ihre Arbeiten erhalten.

2013/14 erschienen vier Fantasy-eBooks der Autorin unter Verlagslabel (Carlsen Impress, Bookshouse), außerdem weitere Kurzgeschichten in Anthologien.

Homepage: www.katjana-may.de

Facebook-Autorenseite: www.facebook.com/pages/Katjana-May/404046236381044

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Sie verdienen sich ihren Unterhalt durch Musik, Spiel und Tanz - Wanderer, heimatlos, misstrauisch beäugt. Der junge Tir ist einer von ihnen. Zum Überwintern in einer Burg gezwungen, trifft er dort auf die blinde Ailys, die streng bewacht gehalten wird. Doch nicht nur ihre eigenen Sippen werden ihnen zum Feind - in den Tiefen der Burg werden Legenden lebendig, und schon bald müssen Ailys und Tir nicht nur um ihre Zuneigung kämpfen, sondern auch gegen Geheimnisse, die mit ihnen allen verwoben sind.Sie verdienen sich ihren Unterhalt durch Musik, Spiel und Tanz - Wanderer, heimatlos, misstrauisch beäugt. Der junge Tir ist einer von ihnen. Zum Überwintern in einer Burg gezwungen, trifft er dort auf die blinde Ailys, die streng bewacht gehalten wird. Doch nicht nur ihre eigenen Sippen werden ihnen zum Feind - in den Tiefen der Burg werden Legenden lebendig, und schon bald müssen Ailys und Tir nicht nur um ihre Zuneigung kämpfen, sondern auch gegen Geheimnisse, die mit ihnen allen verwoben sind.

(Quelle: Amazon und Bookshouse)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

Der Wind zerrte an den dicken Planen, fuhr durch die Ritzen und über den Boden.

Tir und sein Volk, die "Wanderer" werden von dem Wetter, einem eiskalten Wintersturm, dazu getrieben ihre Winterunterkunft dieses Mal auf der Burg Falkenflug zu suchen. Diese hat ihre Geheimnisse, die auch mit Tirs Volk in Verbindung stehen. Sie begegnen Menschen, die sie nicht wirklich akzeptieren und doch geschieht etwas sonderbares. Die Beleidigungen, der Bewohner gegenüber seiner Familie möchte Tir nicht auf sich sitzen lassen, und während er einen Weg sucht zu beweisen, das er genauso viel wert ist erfährt er mehr über sich selbst, auch Dinge die ihn überraschen. Die blinde Tochter des Burgherrn und Herrschers, Ailys, und er kommen sich nahe, aber zusätzlich kommen sie einem uralten Geheimnis auf die Spur, das in den Mauern der Burg auf sie wartet. Was verbindet die Burg und die Wanderer? Wieso soll auf der Burg ein Fluch lasten? Und werden Ailys und Tir eine gemeinsame Zukunft haben?

Tir reist schon seit er denken kann mit den "Wanderen" durch das Land, Sie sind seine Familie und sein zu Hause. Durch seinen Charme und seine Gelassenheit schafft er es wirklich schnell sich ins Leserherz zu schleichen. Die Burgbewohner sind für ihn auch Menschen, und er scheint als Einziger keine Vorurteile ihnen gegenüber zu haben, sondern möchte sie kennen lernen und sie verstehen. Das sie aber ihn und seien Familie als weniger wert erachten verletzt ihn sehr. Und alleine Ailys scheint in ihm zu sehen, was er wirklich ist. So ist es nicht verwunderlich, das er auch in ihr das erkennt, was sie ist, und was sie sich sehnlichst wünscht, ihr aber die anderen verweigern, aus Angst.

Ailys ist die Tochter des Herrschers und Burgherren Cyran. Sie wird von allen verhätschelt und umsorgt, kommt sich jedoch in ihrem eigenen Zuhause mehr wie eine Gefangene vor, denn wie eine Bewohnerin. Die Welt vor den Burgmauern ist ihr gänzlich unbekannt, und sie wünscht sich so sehr, dass sie einmal ein wenig mehr von der Welt mitbekommen und entdecken könnte. Durch die Begegnung mit den Wanderern und ihrer Musik erlebt Ailys etwas völlig Neues für sie und sie beginnt sich nach mehr zu sehnen. Die Neugierde treibt die junge Frau dazu das Geheimnis, das die Burg, aber auch ihre Erblindung umgibt zu lüften. Tir wird ihr dabei ein wunderbarer Gefährte und Freund. Ja sogar zärtliche Bande entwickeln sich zwischen den beiden.

Die Charaktere sind alle liebevoll ausgearbeitet und man lernt sie sehr gut kennen. Nicht nur die Protagonisten, auch die Nebencharaktere haben ihre Eigenheiten, ihre Ansichten und Probleme. Man merkt, das die Autorin sich sehr viel Mühe bei der Ausarbeitung gegeben hat, und auch wie viel Liebe in dieser Arbeit steckt.

Auf dem Cover sieht man eine junge Frau in mitteralterlichen Gewändern, die vor einem Burgfenster steht und versonnen an einer Blume riecht. Man sieht den Winter durch das Fenster hindurch. Das Motiv des Covers passt wunderbar zum romantischen und historischen Setting der Handlung. Es macht neugierig auf das Buch und man möchte wissen, an was oder wen die junge Frau, die Ailys sein könnte, gerade denkt. Das gesamte Motiv macht neugierig und spricht einen an, dabei ist es so gestaltet, das man den Autorennamen und Titel des Buches sehr gut erkennen kann und das Hauptmotiv nicht untergeht. Der schöne mittelalterlich verschnörkelte Schriftzug lässt zudem zusätzlich auf das historische Ambiente des Inhalts schließen. Es passt einfach perfekt und lässt einen beim Betrachten träumen.

Katjana Mays Schreibstil ist wunderbar emotional, detailreich, flüssig und spannend. Es vergeht keine Seite auf der man nicht gefangen ist von der wunderbaren Handlung und den zahlreichen Elementen die sich um Musik und Magie drehen. Jeweils aus wechselnden Ich-Perspektiven zwischen den beiden Protagonisten, aber auch Nebencharakteren, wird dem Leser die Geschehnisse näher gebracht und auch die Legende, um die sich die Handlung rankt. Besonders schwer stelle ich mir vor ist es mit einer blinden Protagonistin zu arbeiten und dem Leser ihre Welt näher zu bringen, eine Aufgabe die von der Autorin wunderbar erfüllt wurde, und man möchte einfach mehr über Ailys und ihre Welt wissen. Es wäre wünschenswert, das sich mehr Autoren an solche schwierigen Charaktere heranwagen, die ihre Welt auf eine andere Art erfassen als die normalen, denn es macht sie zu etwas ganz Besonderem. Auf jeder Seite des Buches findet man Spannung, Magie, Geheimnisse und Liebe. Zudem weiß es die Autorin einfach nur meisterhaft alle Handlungsfäden geschickt miteinander zu verweben und am Ende alle Fragen zu beantworten. Ein wichtiges Thema in der Handlung sind auch die Vorurteile die die Burgbewohner und die Wanderer gegenseitig haben. Ohne sich jedoch genau zu kennen. Dieses Thema und seine Auswirkungen sind wunderbar in die Handlung eingewoben und zeigen einem als Leser, das es sich lohnt zu kämpfen.

Mit "Winterlied" hat Katjana May mich wieder einmal verzaubert und in eine magische Welt eintauchen lassen. Die faszinierenden Charaktere, die Geheimnisse und die Legende, aber auch die romantische Liebesgeschichte die sich zwischen den Protagonisten entwickelt, sowie die Magie dieser Welt sind alles was man braucht um einen wunderbaren Leseabend zu genießen. Eine wunderschöne, etwas kurze Fantasygeschichte. Empfehlenswert für alle die einen magischen, historischen Roman gewürzt mit Geheimnissen und dem Thema Vorurteile mögen und Lust haben mit Tir und Ailys die Burg und ihre Geheimnisse zu erkunden.

Der letzte Satz

Die neue Welt hatte bereits begonnen.

Vielen Dank an den bookshouse Verlag und Katjana May für das Rezensionsexemplar.

 

Meine Bewertung:

 

 

 

Samstag, 20. September 2014

*Rezension* Lavendula - Es begann am Nil

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Buchtitel: Lavendula - Es begann am Nil
Autor(in): Pia Süss
Verlag: Pia süss
Genre: Historischer Roman, Liebesroman
Sprache: Deutsch
ASIN: B00JJ7TN8K
Seitenzahl: 297 (abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße: 1799 kb

 

Über den Autor:

Pia Süss ist das Pseudonym einer in Oberösterreich geborenen Kunsthistorikerin. Nach ihrem Studium in Salzburg und Wien wohnte sie kurze Zeit in London, wo die historische Romanserie "Lavendula " ihre Geburtswiege fand. Seit 2012 lebt und arbeitet die Autorin in Linz.

"Lavendula - Es begann am Nil" ist der erste Roman von Pia Süss, Fortsetzungen der Romanserie sind bereits in Arbeit.

Mehr Infos unter

Kurzbeschreibung/Klappentext:

"Manche Liebe reist rückwärts durch den Sand der Zeit."

Wenn du eines Tages aus deinem gewöhnlichen Leben aufwachst und dich in vergangenen Träumen wiederfindest, dann musst du deiner Sehnsucht folgen.

Emilia merkt, dass sie in ihrem scheinbar glücklichen Leben gar nicht so glücklich ist wie alle meinen. Eine tiefe Sehnsucht holt sie immer wieder ein, bis sie eines Nachts von einer vergangenen Zeit und einer vergangenen Liebe träumt. Als sie erkennt, dass es sich um ihr eigenes, vorheriges Leben im antiken Ägypten handelt, kann sie nichts mehr aufhalten. Sie fliegt alleine nach Ägypten, um ihn zu finden. Julianus, den Mann der sie nicht mehr aus seinem Bann lässt. Als sie ihn sucht, findet sie sich selbst als Hohepriesterin wieder in Abydos, 1206 v. Chr., Julianus an ihrer Seite. Doch Minmose, der Hohepriester des Osiris will Emilia für sich alleine und geht besessen wie er ist dafür über Leichen…

„Lavendula – Es begann am Nil" ist der erste Roman von Pia Süss, Fortsetzungen der Romanserie sind bereits in Arbeit.

(Quelle: Amazon)

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Meine Meinung:

Der erste Satz

Ich stand am Ufer des Nils und fühlte, dass du da warst.

Emilia hat immer wiederkehrende Träume, die mehr zu sein scheinen als nur Träume. Sind sie doch realistisch und wecken eine Sehnsucht in ihr, die sie nicht erklären kann. Sie ist in ihrem Leben doch nicht so glücklich, wie sie immer glaubte. Durch ihre Träume versteht sie, dass es nicht das richtige ist, mit einem Mann zusammen zu leben, für den sie zwar Gefühle hat, aber der doch nicht der Richtige zu sein scheint. Wer ist der Mann in ihren Träumen? Ist er der Richtige? Wieso träumt sie von einer längst vergessenen Zeit? Einem längt vergangenen Leben? Emilia reist nach Ägypten, läßt ihr bisheriges Leben hinter sich und versucht Antworten auf diese Fragen und andere Fragen zu finden. Ihr Ziel ist die Tempelanlage Abydos. Doch wird sie dort die Antworten und ihr Glück finden?

Emilia ist eine junge Frau, die eigentlich glücklich sein könnte. Sie lebt mit ihrem Freund Christian zusammen, doch schon länger merkt sie, dass er nicht der richtige ist, und es nicht mehr wie Liebe ist, sondern mehr wie eine WG oder Freundschaft. Wenn sie auf Partys sind, ausgehen, so spielen sie eine glückliche Beziehung vor, doch schon lange weiß Emilia das er nicht der richtige ist. Ihre Träume von einem Leben in Ägypten als Hohepriesterin der Isis zeigen ihr nicht nur ein anderes Leben, sondern auch eine andere Liebe nach der sie sich sehnt. Sie fast den mutigen Entschluss herauszubekommen, was es mit diesen Träumen auf sich hat und der Realität ins Auge zu sehen, dass sich etwas ändern muss. Das sie einfach so ihre Koffer packt und nach Ägypten fliegt, um den Ort in ihren Träumen zu besuchen ist mutig. Sie ist eine starke und mutige Person, die langsam beginnt zu ihren Gefühlen zu stehen. Sie ist gerade dabei ihren Weg zu finden.

Das Cover ist sehr schlicht gehalten, vor einem pergamentartigem hintergrund sieht man einige Lavendelblüten in deren Hintergrund die Blume des Lebens zu erkennen ist. Dieses Symbol spielt in der Handlung als Amulett eine wichtige Rolle, genauso wie der Lavendel immer wieder in der Handlung als Duft, oder Heilpflanze auftaucht. Dadurch hat das Cover einen Bezug auf den Inhalt des Buches und passt durch seine Einfachheit dazu. Der Titel ist gut lesbar und das Auge des Lesers wird nicht abgelenkt. Man wird neugierig, was Lavendel und Ägypten verbindet.

Neben der Protagonistin sind auch die Nebencharaktere interessant und gut ausgearbeitet. so entwickelt man während des Lesens auch sehr schnell eine Abneigung gegen den Bösewicht der Handlung, dem Hohepriester Minmose, versteht aber auch Emilias Hingabe und Liebe zu Julianus die sie nicht aufgeben möchte.

Der Schreibstil von Pia Süss ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, da er am Anfang ein wenig holprig ist. Jedoch ist er auch sehr detailreich, bildhaft und spannend wodurch man dann nach einer gewissen Anfangsschwierigkeit in die Handlung eintaucht und unbedingt weiterlesen möchte, was Emilia erlebt. Die Handlung ist aus der Sicht der Protagonistin, der Ich-Perspektive, geschrieben. Dadurch taucht man in Emilias Gedanken und Gefühle ein, erlebt mit ihr zusammen die Geschehnisse in Ägypten. Die Handlung beginnt und endet in der Gegenwart, doch der Hauptteil handelt vom vergangenen Leben Emilias in Ägypten. Man erfährt auch einiges über Heilkräuter, wie den Lavendel und seine Anwendungen und auch das Leben im Tempel ist interessant dargestellt. Man merkt den eigentlich Beruf der Autorin als Kunsthistorikern in diesen Bereichen. Die geschichtlichen Hintergründe sind gut recherchiert und als Leser kann man sich sehr gut vorstellen, dass es im alten Ägypten so aussah. Die Handlung ist immer wieder von unerwarteten Wendungen gespickt, die es spannend machen und einen dazu bringen weiter zu lesen, da man mit Emilia mitfiebert. Wunderschön sind auch die jeweiligen Zitate mit denen die einzelnen Kapitel eingeleitet werden. Diese regen zum Nachdenken an und passen zu den jeweiligen Kapiteln.

"Lavendula - Es begann am Nil" ist ein gelungenes Erstlingswerk, das zwar eine kleine Schwäche hat, mit dem etwas holprigen Beginn und der Schreibweise, doch überzeugt es dann durch die historischen Elemente, der richtigen Mischung aus Spannung, Liebe, Romantik und Mystik. Somit hat das Buch einiges an Potenzial zu bieten. Der Roman ist der Beginn einer Forsetzungsreihe und somit ist das Ende mit einem kleinen Cliffhanger versehen, auch wenn die eigentliche Handlung abgeschlossen ist. Dennoch möchte man wissen, wie es mit Emilia und Julian weiter geht, ob sie es schafft ihn in ihrem jetzigen Leben wieder zu finden und ob sie noch mehr verbindet, als nur ein gemeinsames Leben in Ägypten, das dramatisch endete. Empfehlenswert für alle, die historische Romane mit einer großen Portion Romantik und Dramatik mögen. Ich persönlich bin gespannt, wie es weiter geht und auch auf weitere Werke der Autorin.

Der letzte Satz

Hier in Ägypten würde ich ihn jedoch nicht mehr finden können, ich musste dort weiter suchen, wohin ich ihn am Ende meines damaligen Lebens geschickt hatte. Im Norden.

Vielen Dank an Pia Süss für das Rezensionsexemplar.

Meine Bewertung:

 

 

 

Samstag, 26. April 2014

*Rezension* Zeitgenossen Band 2 - Kampf gegen die Sybarites

Schreibe den ersten Kommentar!

Buchtitel:Zeitgenossen Band 2 - Kampf gegen die Sybarites
Autor(in):Hope Cavendish
Verlag:CreateSpace Independent Publishing Plattform
Genre:Fantasy, Vampire, Historischer Roman
Sprache:Deutsch
ASIN:B00HSH4RKC
ISBN:978-1494457389
ISBN:1494457385
Seitenzahl:228 (Taschenbuch), 228 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße:397 kb

 

Über den Autor:

In Braunschweig geboren und aufgewachsen ist Hope Cavendish mittlerweile seit 20 Jahren im Ruhrgebiet verwurzelt. Dort arbeitete sie unter anderem als freie Autorin, Webdesignerin, Bildbearbeiterin und Photoshop-Dozentin - viele Leidenschaften und Interessen führten zu vielen Berufen.

Im Sommer 2013 entschied sich Hope, eine weitere ihrer Leidenschaften zum Beruf zu machen, und veröffentlichte einen Band mit phantastischen Kurzgeschichten sowie mit »Gemmas Verwandlung« den Auftakt ihrer Vampirroman-Serie »Zeitgenossen«.

Autorenblog: http://www.hope-cavendish.de

Facebook-Seite: http://www.facebook.com/Autorin.HopeCavendish

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Gemma und ihre Freunde haben sich bei den Sybarites eingeschleust. Damit steht Gemma ihr bisher schwierigster Kampf bevor – die Macht einer einflussreichen Vampirsekte zu schwächen. Sie begegnet hierbei auch Giles wieder, der sich ihrem Vorhaben anschließt. Der Kampf gegen die Sybarites findet schließlich für alle Beteiligten ein unerwartetes Ende, das Gemma und ihre Freunde zwingt, sich auf unbestimmte Zeit zu trennen.

Werden die Freunde sich eines Tages wiedersehen? Die Zeit beantwortet diese Frage, während eine Revolution, ein ungewöhnlicher neuer Freund sowie der erste Vampirroman der Literaturgeschichte Gemmas Schicksal vorantreiben.

Kampf gegen die Sybarites ist der zweite Band der Roman-Serie Zeitgenossen. Im Mittelpunkt der Serie steht die Vampirin Gemma, die im Laufe der Jahrhunderte erfährt, was es bedeutet, unsterblich zu sein. Sie wird zur Zeitzeugin vieler historischer Ereignisse, erlebt Kriege, Entdeckungen und Revolutionen, begegnet der Liebe, dem Kampf und dem Tod. Ihre Freunde stehen ihr dabei oft zur Seite, doch ihren Weg muss Gemma letztendlich selbst finden.

(Quelle: Amazon)

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Meine Meinung:

Der erste Satz

Ich war eine Greisin.

Meine Rezension zum ersten Band könnt Ihr hier finden *Klick*.

um die Sybarites bekämpfen zu können haben es Gemma und ihre Freunde geschafft Mitglieder bei ihnen zu werden und sich somit einzuschleichen. Sie wollen mehr über diese Organisation herausfinden und ihr, wenn möglich einen empfindlichen Schlag versetzen, oder sie gleich vollkommen vernichten. Zu Gemmas Überraschung trifft sie dann auf einer der Veranstaltungen der Sybarites auf einen alten Freund, Giles. Sie ist sehr verwundert, dass er scheinbar seine Meinung geändert hat und sich nun ihrem Vorhaben anschließt. Ihr Kampf gegen die Vampirsekte findet ein unerwartetes und überraschendes Ende für alle Beteiligten und die Freunde sind gezwungen, sich für eine unbestimmte Zeit zu trennen. Gemma verschlägt es hierbei von Paris, nach Salzburg und auch wieder in ihre Heimat, nach London. Die französische Revolution ist nur eines der historischen Ereignisse, dass sie hautnah miterlebt. Wird sie ihre Freunde je wieder sehen? Und wem gehört ihr Herz, Giles oder Francisco?

Gemma hat sich seit dem ersten Band weiterentwickelt, ist aber ihren Charakterzügen treu geblieben. Sie ist nach wie vor eine liebenswerte, impulsive, mutige, temperamentvolle und teilweise sture Persönlichkeit. Ungerechtigkeit ist für sie ein rotes Tuch und sie setzt sich für das ein, was sie als Richtig empfindet. Sie hat ihre Grundsätze und Ansichten, denen sie treu bleibt und sich für die Sachen engagiert an die sie glaubt. Auch wenn sie sich zuweilen deswegen mit Giles, oder einem anderen ihrer Freunde streitet. Sie ist eine sympathische Persönlichkeit, die für ihre Freunde einsteht und sie so liebt, wie sie sind. Und als Leser schließt man schnell wieder in sein Herz schließt und fiebert mit ihr mit. Dass für sie als Vampir die zeit anders vergeht, als für einen Menschen bekommt man als Leser besonders dann mit, als ihr langjähriger menschlicher Freund und Begleiter Jean Marc von einem Jungen zu einem Greis gealtert ist.

Neben Gemma sind auch wieder alte und lieb gewonnenen Charaktere dabei, wie ihre Freundin Maddy, und sogar Giles taucht wieder auf. Man lernt aber auch als Leser Francisco und Miguel besser kennen. Sie sind alle sehr unterschiedliche Charaktere und haben doch eines gemeinsam, wie Gemma sind sie der Ansicht, dass sie etwas unternehmen müssen, wenn etwas gegen ihre Ansichten verstößt und sie stehen für ihre Freunde ein.

Das Cover ist wieder im gleichen Stil gehalten, wie das des ersten Bandes. Es wirkt wie ein Gemälde und man kann die untere Hälfte eines Gesichtes von einem Mann erkennen. Dieser könnte Giles darstellen, da die Beschreibung seiner Kleidung beim erneuten Zusammentreffen mit Gemma darauf passen würde. Blau ist die dominierende Farbgebung des Covers und es passt durch seinen Stil und seine geheimnisvolle Ausstrahlung wunderbar zum Ambiente eines historischen Romans mit Vampiren.

Wie im ersten Band ist die Erzählperspektive aus Gemmas Sicht. Und durch diese Ich-Perspektive bekommt man als Leser ihre Gedanken und Gefühle hautnah mit, und versteht ihre Beweggründe und Reaktionen sehr gut. Auch wieso sie sich mit Giles streitet. Hope Cavendish hat einen wunderbar leicht zu lesenden und sehr bildhaften Schreibstil, mit dem sie einem die geschichtlichen Ereignisse wie die französische Revolution wunderbar näher bringt. Würde sie die Geschichtsbücher in der Schule in dieser Weise geschrieben haben, so denke ich würde das lernen mehr Spaß machen und man sich auch bildlich in die Zeiten hineinversetzen können. Sie versteht es immer wieder in den richtigen Momenten den Spannungsbogen wieder anzuheben, so dass man nur so von Seite zu Seite fliegt.

Der zweite Teil der Reihe ist wieder durchweg spannend und bringt einem auch interessante historische Ereignisse näher. Durch das Glossar am Ende des Bandes bekommt man als Leser zu dem auch sehr gute Erklärungen zu den französischen Namen und Adelstiteln geliefert, wenn man gerne mehr wissen möchte. Aber auch Begriffe aus Gemmas Welt finden sich dort erklärt, ohne dass sie allzu viel verraten, oder vorweg nehmen. Ich finde die Mort-Vivant zwar makaber aber dennoch faszinierend und hoffe, dass in den weiteren Bänden der Reihen noch etwas mehr über diese „toten“ Vampire und Wächter der Sybarites zu erfahren sein wird. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen die einem zum weiterlesen zwingen. Auch bekannte, literarische Persönlichkeiten und Ereignisse tauchen auf, an denen Gemma anwesend ist, wie zum Beispiel, das berühmte Treffen am Genfer See, bei dem die Ideen zu zwei Klassikern der Literatur entstanden sind. Mary Shellys „Frankenstein“ und John Polidoris „Der Vampyr“. Zum Ende hin taucht dann auch ein neuer, gefährlicher Feind auf, so dass der Band mit einem Cliffhanger endet, der neugierig auf die Fortsetzung macht.

Zeitgenossen Band 2 – Der Kampf gegen die Sybarites ist eine gelungene Fortsetzung des ersten Bandes und eine wunderbare Mischung aus Fantasy, historischem Roman, gewürzt mit Spannung und viel Gefühl. Dass die Vampire in dieser Reihe anders sind, ist wunderbar erfrischend. Sie sind so unterschiedlich und facettenreich wie die Menschen und alle anderen Lebenwesen es auch sind. Eine wirklich faszinierende Reihe, die ich jedem ans Herz legen kann, der Fantasy, Vampire oder historische Romane mag.

Der letzte Satz

Nun ja, wie auch immer Francisco meine Anwesenheit aufnehmen würde, ich würde nicht dem stellen müssen, das war ich ihm und mir schuldig.

Vielen Dank an Hope Cavendish für das Rezensionsexemplar im Rahmen der Leserunde.

 

Meine Bewertung: