Sonntag, 27. September 2015

*Rezension* Leona - Die Würfel sind gefallen

Buchtitel:Leona - Die Würfel sind gefallen
Autor(in):Jenny Rogneby
Verlag:Atrium Zürich
Genre:Krimi, Thriller
Sprache:Deutsch
ASIN:B00Y2W7USW
ISBN:978-3855356270
ISBN:3855356270
Seitenzahl:448 (Broschiert), 449 (eBook, abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße:1462 kb

 

Über den Autor:

Jenny Rogneby wurde 1974 in Äthiopien geboren und als Einjährige zur Adoption freigegeben. Sie wuchs im Norden von Schweden auf, wo ihre Adoptiveltern früh ihr musikalisches Talent entdeckten.

Jenny Rogneby machte Karriere als Sängerin und stand u.a. mit Michael Jackson auf der Bühne. Sie studierte Kriminologie und arbeitete als Ermittlerin bei der Stockholmer Polizei. Über ihre Arbeit kam ihr die Idee für die Figur der Leona.

Der erste Band der Trilogie wurde auf Anhieb ein Bestseller und wird in zehn Ländern erscheinen.

www.jennyrogneby.com

Foto: (c) Mikael Eriksson

Kurzbeschreibung/Klappentext:

Dieser Bestseller aus Schweden hat die Krimiszene auf den Kopf gestellt: Was Sie mit der Ermittlerin Leona Lindberg erleben, werden Sie nicht wieder vergessen. Glauben Sie nichts - und machen Sie sich auf alles gefasst.

Stockholm: Ein siebenjähriges Mädchen betritt blutüberströmt eine Bank und schaltet einen Kassettenrekorder ein. Eine Stimme fordert Geld im Austausch für das Leben des Kindes. Die Angestellten sind entsetzt. Kurz darauf verlässt das Mädchen die Bank mit sieben Millionen Kronen und verschwindet. Der Fall macht Schlagzeilen. Bei der Polizei wird Leona Lindberg mit den Ermittlungen beauftragt. Leona ist 34, verheiratet und selbst Mutter von zwei Kindern. Sie gilt als Außenseiterin, doch ihr Ruf ist tadellos. Aber diesmal führen ihre Ermittlungen in eine Sackgasse, denn von dem Mädchen fehlt jede Spur. Und jeder scheint etwas zu verbergen. Allen voran Leona selbst.

(Quelle: Amazon)

Kann hier gekauft werden:

Meine Meinung:

Der erste Satz

Bis jetzt hatte sie noch keiner bemerkt.

Leona Lindberg, 34 Jahre alt und Polizistin beim Dezernat für Gewaltverbrechen in Stockholm ist eine selbstbewusste und extravaganter Frau. An die ihr zugeteilten Fälle geht sie auf ihre eigen Art und Weise heran, womit sie sehr erfolgreich ist. Im Privatleben hat sie zwei kleine Kinder zu versorgen und einen Ehemann an ihrer Seite. Der Spagat zwischen privat Leben und Beruf verlangt so einiges von ihr ab, doch hat sie noch ganz andere Geheimnisse die sie vor ihrer Familie und Umgebung verbirgt. Das ihr neuster Fall wirft so einige spektakuläre Fragen auf. Wie konnte ein siebenjähriges Mädchen eine Bank ausrauben und spurlos verschwinden? Zudem mit wessen Blut war die Kleine beschmiert, und wieso war sie unbekleidet? Alle Medien sind in Aufruhr, denn dieser Fall ist eine wahre Sensation. Doch was hat es mit dem kleinen Mädchen auf sich? Wer hat sie geschickt die Bank aus zu rauben? Leona kommt bei ihren Ermittlungen einfach nicht weiter, keine Spur führt sie zu den erwünschten Ergebnissen. Und der nächste Überfall durch das kleine Mädchen lässt auch nicht lange auf sich warten. Wird Leona es schaffen, den Fall auf zu klären?

Leona, von Beruf Polizistin, verheiratet und mit zwei kleinen Kindern. Eigentlich könnte man Leona als normale, berufstätige Frau bezeichnen. Doch wie so oft, ist einiges anders, ist Leona ihren Mitmenschen gegenüber doch distanziert und abweisend. Pedantisch sortiert sie Stifte und stört sich an normalen Dingen in bestimmten Situationen. Man merkt, dass sie ein Sonderfall ist und nicht völlig in die Schublade Normal passt. Ausschlaggebend mag dafür ihre prägende und schlimme Kindheit gewesen sein. Auf einen als Leser wirkt sie zu Anfangs gefühlskalt, merkwürdig und sonderbar. Ihre Spielsucht und ihre ständige Jagd nach einem weiteren Kick bringen nicht nur ihr Probleme. Ein normales, gradliniges Leben langweilt sie und somit lebt sie ihr normales Leben nur, weil man es eben von ihr erwartet.

Die Charaktere wirken durch ihre Art und Merkmale realistisch, da sie alle alles andere als perfekt sind. Sie passen sehr gut zu der spannenden Handlung und man kann nach einiger Zeit ihre Gefühle und Gedanken sehr gut nachempfinden. Auch wenn es am Anfang etwas schwer fällt, sie zu mögen.

Das Cover ist mit seinem einfarbigen, goldbraunen Hintergrund einfach gehalten. Man sieht darauf die Silhouette einer Frau in der das Foto eines davonlaufenden Kindes in einer Großstadt eingearbeitet ist. Der Titel "Leona" sticht dabei in seinem weißen Schriftzug hervor und zieht das Auge des Betrachters auf sich. So entgeht einem erst einmal der Untertitel "Die Würfel sind gefallen".

Jenny Rogneby hat einen fesselnden und flüssigen Schreibstil bei dem man problemlos der Handlung und den Geschehnissen folgen kann. Die Handlung wird aus Leonas Sicht, der Ich-Perspektive geschildert. Dadurch lernt man die Protagonistin nach und nach besser kennen und verstehen. Als Leser wird man gleich zu Beginn ins Geschehen geworfen und erlebt den Banküberfall mit. Neben der Ermittlungsarbeit lernt man dann auch immer wieder Leonas Leben kennen, das sich hin und wieder in die Länge zieht. Doch möchte man viel lieber wissen, wie es im spannenden Kriminalfall weitergeht, was dort geschieht und wieso die Protagonistin nicht weiter kommt. Dieser Wechsel zwischen Privatleben und spannender Kriminalfall ist an diesen Stellen nicht sonderlich gut geglückt. Auf seine leicht geheimnisvolle Weise passt es sehr gut zur Handlung des Romans.

Mit "Leona – Die Würfel sind gefallen" lässt Jenny Rogneby einen am Ende zweigespalten zurück. Der Kriminalfall ist spannend und fesselnd, doch die Protagonistin so ganz anders, als man als Leser erwartet. Innerhalb der Handlung gibt es ein paar wenige logische Schwächen, und man fragt sich auch wie eine teilweise so impulsiv handelnde Protagonistin eine erfolgreiche Ermittlerin sein soll. Auf jeden Fall ist das Buch kein normaler Krimi oder Thriller im eigentlichen Sinne, sind doch auch Themen wie Spielsucht vorhanden, über die man nachdenken kann. Die Handlung ist zwar in sich abgeschlossen, lässt jedoch auch noch einige Fragen offen, so dass man sich auf weitere Bände freue kann. Wer nichts gegen ausschweifende Abstecher in das Privatleben der Ermittler hat, der wird mit diesem Roman sehr glücklich sein. Wer jedoch einen spannenden Krimi oder Thriller im eigentlichen Stil erwartet sollte lieber zu einer anderen Lektüre greifen oder vorher lieber die Leseprobe lesen.

Der letzte Satz

Obwohl das Handy kaputtgegangen war, hörte ich noch immer meine eigene blecherne Stimme am Fußboden, als ich zum Ausgang lief.

Vielen Dank an den Atrium Zürich Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

Meine Bewertung:

 

:) :( :-/ :-* :-O X( :7 :-c ~X(

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