Montag, 2. September 2013

*Rezension* Das Puppenzimmer

Buchtitel:Das Puppenzimmer
Autor(in):Maj Ilisch
Verlag:dotbooks Verlag
Genre:Fantasy, Mystery
Sprache:Deutsch
ASIN:B00DJ65NRW
ISBN:978-3955203801
Seitenzahl:481 (abhängig von Gerät und eingestellter Schriftgröße)
Dateigröße:629 kb

 

Über den Autor:

Maja Ilisch, geboren 1975 in Dortmund, studierte Öffentliches Bibliothekswesen an der FH Köln und absolvierte eine Ausbildung zur Fachbuchhändlerin. Sie schrieb unter anderem für TV-Serien auf SAT1 und RTL sowie für ein Hörspiellabel, für das sie auch eine Phantastikreihe konzipierte. Außerdem betreibt sie die Website des von ihr gegründete Fantasy-Autorenforums TINTENZIRKEL. Heute lebt sie als Bibliothekarin und freie Autorin mit ihrem Mann in Aachen, wo sie sich mit Büchern umgibt und ausgewählte Gäste mit ihrer Puppensammlung erschreckt, die fast nur aus Köpfen besteht. „Das Puppenzimmer“ ist ihre erste Romanveröffentlichung.

Mehr Informationen über die Autorin im Internet: www.ilisch.de

Maja Ilisch freut sich, Kontakte zu ihren Lesern zu knüpfen: www.facebook.com/majailisch

Kurzbeschreibung/Klappentext:

„Seine Stimme war leise und samtig, ein bisschen melancholisch. Bei den dunkel umrandeten Augen war auch kaum etwas anderes möglich. ‚Meine Schwester und ich sind auf der Suche nach einem Mädchen … Einem ganz besonderen Mädchen.‘“

London im Jahr 1908. Drei Wege führen aus dem Waisenhaus: der Tod, das Arbeitshaus oder eine Adoption. Als die junge Florence in den Haushalt der Familie Molyneux aufgenommen wird, kann sie eigentlich aufatmen – doch sie erkennt schnell, dass etwas auf dem prachtvollen Landsitz Hollyhock ganz und gar nicht stimmt. Warum darf außer ihr niemand das Zimmer voller alter Puppen betreten? Wieso kann sie dort manchmal Kinderlachen hören und manchmal ein Weinen? Und welches düstere Geheimnis bergen der gutaussehende Rufus Molyneux und seine eiskalte Schwester? Florence ahnt noch nicht, wie gefährlich Neugier sein kann – und dass nicht nur ihr Leben auf dem Spiel steht ...

Ein Fantasy-Lesevergnügen: unheimlich, schaurig-schön und immer wieder anders als erwartet!

(Quelle: dotbooks)

Kann hier gekauft werden:

XXL-Leseprobe:

Meine Meinung:

Der erste Satz

Sie zogen mir ein weißes Kleid an, damit begann es.

1908 lebt die 14-jährige Florence in einem Waisenhaus. Und jedes Waisenkind weiß, dass nur drei Wege aus dem Waisenhaus hinausführen: der Tod, eine Adoption oder das Arbeitshaus. Florence selbst rechnet schon lange nicht mehr mit einer Adoption, ist sie doch nicht mehr niedlich und klein. Eines Tages kommt Rufus Mollyneux in das Waisenhaus. Er und seine Schwester sind auf der Suche nach einem besonderem Mädchen. Erstaunt kann Florence nicht glauben, das ausgerechnet sie ausgewählt wird, die keine Puppen mag. Dennoch soll sie sich, auf dem prächtigen Landsitz Hollyhock angekommen, um ein ganzes Zimmer voller Puppen kümmern. Sie vermessen, katalogisieren und niemand außer ihr darf dieses Zimmer betreten. Doch wieso wurde ausgerechnet sie für diese Aufgabe ausgewählt? Wies ist manchmal ein Lachen oder ein Weinen, wie von einem Kind in dem Zimmer zu hören.

Die Hauptcharakterin Florence bekommt ihren Namen und ihr weißes Kleid von den Mollyneux. Zusammen mit ihrer Aufgabe. Sie ist auch diejenige, die die Geschichte des Buches aus der Ich-Perspektive erzählt. Zu Beginn ist sie ein junges, verträumtes, phantasievolles Mädchen, dass sich aber auch sehr stark der Realität bewußt ist. Sie träumt davon zu fliehen und Seiltänzerin in einem Zirkus zu werden, bis sie von den Molyneux aus dem Waisenhaus nach Hollyhock geholt wird.

Die anderen Charaktere werden nicht so genau beschrieben wie Florence und wirken somit im gegesatz zu ihr irgendwie flasch, aber auch geheimnisvoll und mysteriös.

Zu Beginn ist die Geschichte mysteriös, schaurig und geheimnisvoll. Man wird von Seite zu Seite in sie hineingezogen. Die vielen gut eingesetzten Wendungen zwingen einen geradezu weiterzulesen. Immer wieder wird man mit den eigenen Überlegungen, was hinter den Geheimnissen der Mollyneux, Hollyhocks und des Puppenzimmers liegen, auf eine falsche Fährte geführt. Die Auflösung des großen Geheimnisses erfolgt dann zwar schon in der Mitte des Buches und man meint dass alle Fragen geklärt sind. Dennoch wird genügend Spannung aufgebaut und weitere Fragen stellen sich, die einen bis zum Ende des Buches und darüber hinaus beschäftigen. Man möchte viel mehr über die Hintergründe erfahren und die Geschichte der Mollyneux. Weshalb sie ausgerechnet Florence ausgesucht haben und wieso sie die Puppen in dem Puppenzimmer betreuen soll, das wird alles bantwortet.

Florence entwickelt sich während des ganzen Zeitraumes weiter und verändert sich. Durch die Ich-Perspektive sind ihre Gefühle und Empfindungen, sowie auch Gedanken ersichtlich und gut nachzuvollziehen. Wieso sie gegen Ende hin sich zu dieser bestimmten Entscheidung durchringt, und wie sie sich verändert verfolgt man somit aus erster Hand.

Ihre drei Gegenspieler, Rufus, Violet und Blanche, wirken dadurch flach. Man erfährt über diese Drei und ihre Beweggründe nur sehr wenig und man kann sie auch zum Ende hin nicht richtig einschätzen. Dies läßt sie aber auch unnahbar und mysteriös erscheinen, was wiederum gut zu ihrem Naturell passt.

Ein flüssiger Schreibstil mit dem Setting angepasster Sprache und Ausdrucksweise sorgt für ein Buch, bei dem man ab dem ersten Satz mitten drin ist und regelrecht in die Geschichte eintaucht. Man vergisst die zeit während des Lesens. Mit jeder Zeile taucht man tiefer indas geschen ein und möchte mit Florence gemeinsam die Geheimnisse ergründen.

Auf dem Cover sieht man ein Mädchen in einem weißen Kleid und eine Porzellanpuppe auf einer Bank hinter ihr. Dieses Mädchen stellt Florence dar. Von den Farben ist es in einem schönen, scharuigen Stil gehalten, den man aus einigen Filmen kennt, wenn Geister auftauchen. Der Wald hinter der Puppe und dem Mädchen hat war nicht direkt etwas mit den Geschehnissen in dem Buch zu tun, doch passt er zum Thema und den Ereignissen in der zweiten Hälfte der Storyline und ist ein indirekter Hinweis auf dass, was dort passiert.

Das Puppenzimmer ist eine spannende, teilweise düstere und mysteriöse Fantasy-Mystery-Geschichte in die man leicht eintauchen kann und die einen nur sehr schwer wieder los läßt, bis man nicht alle Geheimnisse ergründet hat. Ein sehr gelungenes und lesenwertes Debüt.

Der letzte Satz

Und ich möchte mit niemandem jemals mehr tauschen.

Vielen Dank an dotbooks für dieses Rezensionsexemplar als eBook.

Meine Bewertung:

 

 

:) :( :-/ :-* :-O X( :7 :-c ~X(

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